100’000 Äpfel innert Stunden weg – Zürcher Passanten stürzen sich auf gratis Äpfel am HB

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100’000 Äpfel innert Stunden wegZürcher Passanten stürzen sich auf gratis Äpfel am HB

Rund neun Tonnen Äpfel wurden am Mittwoch in Zürich vor der Verschwendung gerettet. Es handelt sich um Äpfel, die es nicht in den Handel geschafft haben.

Mit der Botschaft «Vollkommen unvollkommen!» wollten die Organisatoren die nicht den gängigen Handelsnormen entsprechenden Äpfel vor der Verschwendung retten.
Dafür wurden am Mittwoch neun Tonnen Äpfel am Zürcher Hauptbahnhof an Passantinnen und Passanten verteilt.
Die Aktion organisiert haben der Schweizer Bauernverband, die Initianten der Kampagne «Save Food, Fight Waste» und das Unternehmen Too Good To Go.
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Mit der Botschaft «Vollkommen unvollkommen!» wollten die Organisatoren die nicht den gängigen Handelsnormen entsprechenden Äpfel vor der Verschwendung retten.

20min/amu

Darum gehts

  • Mit der Verteilaktion am Mittwoch am Zürcher HB wollten die Organisatoren einen Beitrag gegen Food Waste leisten.

  • Die Aktion kam bei den Passanten und Passantinnen gut an: Innert Stunden waren über 100’000 Äpfel weg.

Neun Tonnen Äpfel wurden am Mittwoch am Zürcher Hauptbahnhof gratis an Passantinnen und Passanten verteilt. Mit der Botschaft «Vollkommen unvollkommen!» wollten die Organisatoren die nicht den gängigen Handelsnormen entsprechenden Äpfel vor der Verschwendung retten. Die 18-jährige Mara findet die Aktion eine «super Sache». «Meine Mutter hat mich darauf aufmerksam gemacht. Sie hat gesagt, ich soll doch ein paar Äpfel holen und dann machen wir am Nachmittag einen Apfelkuchen. Ich freue mich riesig.»

Die Aktion organisiert haben der Schweizer Bauernverband, die Initianten der Kampagne «Save Food, Fight Waste» und das Unternehmen Too Good To Go. Gestartet wurde um 6 Uhr. Pro Person durften so viele Äpfel gerettet werden, wie in den Rucksack oder die Tasche passen und auch effektiv verwertet werden können. Die schätzungsweise über 100’000 Äpfel stammen von zwei Schweizer Bauern.

«Die Leute haben richtig eingepackt»

Einer von ihnen ist Landwirt Florian Kuhn aus Wohlen AG. «Die Stimmung war super. Die Leute haben richtig eingepackt», erzählt der 34-Jährige. Ihm sei wichtig, die Leute mit der Aktion zum Nachdenken anzuregen. «Es tut mir einfach weh, wenn ein Apfel wegen ein bis zwei Millimeter zu klein oder zu gross zur 2 Klasse wird und nicht in den Handel gelangt.»

Wie Alina Swirski, Geschäftsführerin bei Too Good To Go Schweiz sagt, waren bis 10 Uhr alle Äpfel weg. «Wir sind sehr zufrieden, wie die Verteilaktion ablief und froh, dass die Äpfel vor der Verschwendung gerettet werden konnten.» Laut Swirski geht auf dem Weg vom Feld auf den Teller weltweit mehr als ein Drittel aller Lebensmittel verloren. «Das entspricht in der Schweiz jährlich etwa 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel.»

Dabei werde nicht nur das Essen selbst, sondern auch die eingesetzten Ressourcen, wie etwa für den Anbau, die Produktion, die Verarbeitung oder den Transport, verschwendet. «Mit der Verteilaktion wollten wir die Wertschätzung für die Arbeit der Schweizer Bauern fördern.»

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