Ex-Raucher sollten viele Tomaten essen

Aktualisiert

Gut für die LungeEx-Raucher sollten viele Tomaten essen

Dass die Ernährung die Gesundheit beeinflussen kann, ist bekannt. Neu ist, dass Tomaten, Äpfel und Bananen die Alterung der Lunge aufhalten können.

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Laut einer Studie von australischen und dänischen Forschern lohnt es sich für jeden Menschen, regelmässig Lebensmittel mit einem hohen Anteil an sogenannten Flavonoiden (sekundären Pflanzenstoffen) zu konsumieren.
Demnach sterben Menschen, die oft Flavonoide zu sich nehmen, weniger wahrscheinlich an Krebs oder Herzerkrankungen
Am stärksten profitieren offenbar jene Menschen, die rauchen und trinken und damit ein höheres Risiko für diese lebensbedrohlichen Erkrankungen haben.
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Laut einer Studie von australischen und dänischen Forschern lohnt es sich für jeden Menschen, regelmässig Lebensmittel mit einem hohen Anteil an sogenannten Flavonoiden (sekundären Pflanzenstoffen) zu konsumieren.

iStock/Byakkaya

Wer raucht, setzt seiner Lunge ordentlich zu: Die im Qualm enthaltenen Substanzen stören die Prozesse im Atemwegsystem und schädigen die Strukturen (siehe Box) nachhaltig: Bei Menschen, die ihr Laster aufgeben, dauert es eine Weile, bis sich das Atmungsorgan wieder erholt hat.

Diese Frist lässt sich laut einer im «European Respiratory Journal» veröffentlichten Studie jedoch deutlich verkürzen.

Nur Frischwaren zählen

Die Auswertung der Daten von 680 Menschen aus Grossbritannien, Deutschland und Norwegen zeigte, dass sich Lungen von Ex-Rauchern schneller erholen und diese langsamer altern, wenn sie viel Tomaten, Äpfel und Bananen essen.

Auch Menschen, die nie geraucht haben, profitieren von einer obst- und tomatenlastigen Ernährung, so das Team um Vanessa Garcia-Larsen von der Bloomberg School of Public Health in Baltimore.

Einen Wermutstropfen gibt es aber, teilt die Hochschule mit: Tomatensauce oder -ketchup zählen nicht – nur frische Tomaten. Beim Obst waren laut den Forschern Äpfel am wirksamsten.

Folgenreiche Sucht

Durch die ständige Inhalation von Schadstoffen – in einer Zigarette stecken zwischen 5000 und 8000 chemische Verbindungen – wird unter anderem mehr Bronchialschleim produziert, gleichzeitig aber auch der Selbstreinigungsmechanismus der Lunge stark beeinträchtigt. So werden beispielsweise die Flimmerhärchen in der Bronchialschleimhaut zerstört. Dadurch verlieren sie ihre Fähigkeit, die aufgenommenen Schadstoffe abzutransportieren. Das führt zu einem Schleimstau in der Lunge und es kommt zum typischen Raucherhusten.

Weitere Nebenwirkung des Rauchens: So werden auch die Lungenbläschen zerstört und das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen.

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