Wissenschaftlich belegtMänner, die putzen, sterben früher
Dieses Studienergebnis dürfte dem starken Geschlecht gerade recht kommen: Demnach ist das Schwingen des Lumpens für sie besonders gefährlich.
Putzen ist für Männer viel zu gefährlich – das sagen nicht nur faule Männer, sondern auch Forscher der Freien Universität Brüssel nach der Auswertung der Sterbedaten von 202'339 männlichen und 58'592 weiblichen belgischen Reinigungskräften aus den Jahren 1991 bis 2001.
Dabei zeigte sich, dass das Sterberisiko bei den professionell putzenden Männern um rund 45 Prozent höher liegt als bei Büroangestellten. Bei den weiblichen ist es dagegen nur etwa 16 Prozent höher, wie das Team um Laura Van den Borre in den «International Archives of Occupational and Environmental Health» berichtet.
Unwissenheit schützt vor Krankheit nicht
Verantwortlich für diesen deutlichen Unterschied ist der leichtfertigere Umgang der Männer mit Putzmitteln, vermuten die Forscher.
So verwende das starke Geschlecht diese häufig falsch und verzichte auf den Einsatz von Handschuhen und Atemschutzmasken. Zudem schätzten sie die Zusammensetzung von Chemikalien falsch ein und brächten Substanzen zusammen, die giftige Dämpfe erzeugten.
Private Putzer noch gefährdeter
Diese Kombination hat laut der Studie oft schwerwiegende Folgen: Lungenembolien, Lungenkrebs und Herz- und Gefässkrankheiten sind die Krankheiten, die bei Reinigungskräften am häufigsten auftreten.
Noch schlimmer dürfte es bei Männern aussehen, die in den eigenen vier Wänden dem Putzlumpen schwingen, befürchtet Van den Borre: Sie dürften nämlich noch weniger über die verwendeten Utensilien wissen und sie noch bedenkenloser einsetzen.