Schweizer Uhr in Ming-Grab gefunden?

Aktualisiert

MysteriösSchweizer Uhr in Ming-Grab gefunden?

Chinesische Archäologen fanden in einem 400 Jahre alten Ming-Grab eine Ring-Uhr aus den 50er-Jahren. Auf der Rückseite steht «Swiss».

Die Archäologen, darunter Jiang Yanyu, der ehemalige Kurator des Regionalmuseums von Guangxi, China, waren ziemlich verdutzt über ihren Fund: Als sie vor den Augen zweier Journalisten den Sarg aus einem scheinbar unberührten, 400-jährigen Grab hoben, fiel ein Stück Erde mit metallischem Klang zu Boden. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das verkrustete Knöllchen als Ring-Uhr. «Die Zeiger waren um 10.06 Uhr stehen geblieben, und auf der Rückseite ist das Wort ‹Swiss› eingraviert», berichtete eine Regionalzeitung. Die Grabung sei unterbrochen worden, bis Experten aus der Bezirkshauptstadt die Sache klären werden, berichtet Ananova.com, das News-Portal von Orange.

Während die Meldung auf einschlägigen Foren prompt für heftige Debatten über Zeitreisen sorgte, sind die Reaktionen bei Schweizer Uhrenexperten nüchterner: «Solche Uhrringe sind typisch für die Jahre 1950 bis 1960», sagt Marie Rochel vom Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds. Ob es sich tatsächlich um eine Schweizer Uhr handle, lasse sich aus der Distanz nicht sagen. «Auf jeden Fall ist sie aber nicht 400 Jahre alt», so Rochel. Deshalb müsse der Ring bei einer früheren Durchsuchung ins Grab geraten sein.

loo

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