25.03.2026
Mi 14:08
Israelische Siedler töteten 1100 Palästinenser seit 2020 – keine Anklage
In diesem Monat haben israelische Siedler und die Polizei 10 palästinensische Zivilisten im besetzten Westjordanland getötet, wie der Guardian berichtet. Darunter findet sich auch eine Familie, mit zwei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren. Berichten zufolge wurde ihnen allen in den Kopf geschossen.
Seit 2020 haben israelische Siedler und Uniformierte (Polizei und Militär) im besetzten Westjordanland mindestens 1100 palästinensische Zivilisten getötet, wie aus Daten der Vereinten Nationen hervorgeht. In keinem dieser Fälle wurde bisher Anklage erhoben.

«Es handelt sich nicht mehr um eine Handvoll gesetzeswidrig handelnder Randalierer. Es handelt sich um organisierte Aktionen, an denen mitunter auch Personen in Uniform beteiligt sind, die auf unschuldige Menschen schiessen und das Eigentum sowie die Häuser von Zivilisten in Brand stecken», heisst es in einem öffentlichen Brief von ehemaligen israelischen Beamten.
Zu den Unterzeichnern des Briefs, gehören zwei ehemalige Chefs des israelischen Militärs – von denen einer auch als Verteidigungsminister tätig war –, fünf Leiter der Geheimdienste Mossad und Shin Bet sowie vier ehemalige Polizeichefs.
Laut der Menschenrechtsorganisation Yesh Din wurden zwischen 2020 und 2025 über 96 Prozent der polizeilichen Ermittlungen wegen allgemeiner Gewalt durch Siedler im besetzten Westjordanland ohne Anklageerhebung eingestellt. Von den 368 Fällen, die nicht eingestellt wurden endeten nur acht mit einer vollständigen oder teilweisen Verurteilung.








