Hisbollah lehnt verlängerte Waffenruhe mit Israel im Libanon ab

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Livetickeraktualisiert am Sonntag, 7. Juni, 2026

Krieg in Nahost
«Wegen Iran-Angriff»: Israel riegelt Gazastreifen erneut ab

Der Nahe Osten bleibt von anhaltenden Konflikten geprägt. Eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas bröckelt, auch im Libanon kämpfen israelische Truppen. Alles Laufende im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am 13. Oktober wurden mehrere der noch lebenden Geiseln von der Hamas an das Rote Kreuz übergeben.
  • Am 8. Oktober 2025 verkündeten die Hamas und Israel ihr Einverständnis für ein Waffenruhe-Abkommen im Gazastreifen, bei dem alle Geiseln freikommen sollen.
  • Im Sommer 2025 warnten Ärztinnen und Ärzte sowie Aktivistinnen und Aktivisten vor einer sich ausbreitenden Hungersnot im Gazastreifen.
  • Am 13. Juni startete Israel einen direkten Angriffskrieg gegen den Iran durch Luftangriffe. Der Krieg endete mit einer Intervention der USA, die ein Uran-Anreicherungs-Labor im Iran bombardierten.
  • Am 16. Oktober 2024 tötete die israelischen Armee den Hamas-Chef Yahya Sinwar im Gazastreifen.
  • Am 17. September 2024 explodierten im Libanon Tausende Pager, es gab 39 Tote und fast 300 Verletzte.
  • Am 7. Oktober 2023 töteten Mitglieder der Hamas und verbündete islamistische Gruppen in mehreren Orten Israels und auf einem Musikfestival insgesamt 1205 Menschen. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Daraufhin startete Israel eine Offensive gegen die Hamas im Gazastreifen.

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07.06.2026

So 23:22

«Wegen Iran-Angriff»: Israel riegelt Gazastreifen erneut ab

Das israelische Verteidigungsministerium hat am Sonntagabend alle Grenzübergänge in den Gazastreifen verriegelt. Die Koordinierungsstelle COGAT begründete den Schritt als «notwendige Sicherheitsmassnahme» nach dem iranischen Raketenbeschuss auf Israel.

Damit gelangt bis auf Weiteres auch keine humanitäre Hilfe mehr in das Gebiet, wo hunderttausende Palästinenser seit Monaten unter prekärsten Bedingungen leben.

05.06.2026

Fr 04:22

Trotz Waffenruhe-Vereinbarung: Erneut Kämpfe im Libanon

Ungeachtet der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe geht der Konflikt zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel weiter. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen wurde ein israelischer Soldat getötet, wie die Armee am Abend mitteilte. Die Hisbollah hatte kurz zuvor die in der Nacht zum Donnerstag in Washington zwischen dem Libanon und Israel vereinbarten Bedingungen für eine Waffenruhe abgelehnt.

Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Nach dem tödlichen Hisbollah-Angriff bombardierte die israelische Armee nach eigenen Angaben Infrastruktur der Miliz. In der Nacht gab die Hisbollah einen weiteren Raketenangriff auf die israelischen Truppen im Süden des Libanons bekannt. Unabhängig überprüfen liess sich das nicht. Von Israels Armee gab es dazu zunächst keine Mitteilung.

Hisbollah lehnt Bedingungen zur Waffenruhe ab

Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte zuvor die Vereinbarung zwischen der libanesischen Regierung und Israel abgelehnt. US-Präsident Donald Trump sagte indes zu Reportern im Weissen Haus, die Hisbollah habe mit ihm gesprochen und es nicht zurückgewiesen. «Sie sagten, ‹wie wäre es, aufzuhören?›», erklärte Trump und schien anzudeuten, dass es nach seiner Einschätzung Fortschritte bei der Beendigung der Kämpfe geben wird. «Es wäre wirklich schön, wenn der Libanon etwas Frieden haben könnte.» (DPA)

04.06.2026

Do 20:46

Unifil-Soldat stirbt nach Angriff im Südlibanon

Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil im Libanon ist nach UN-Angaben bei einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Soldat sei in den frühen Morgenstunden seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen worden war. Israel warf der Hisbollah-Miliz vor, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge am späten Mittwochabend in der Nähe des Orts Mardsch Ujun im Südlibanon. Zwei weitere Blauhelme seien ebenfalls verletzt worden, hiess es.

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04.06.2026

Do 14:43

Hisbollah lehnt verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ab

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnt die jungste Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und der libanesischen Regierung ab. Das erklärte Hisbollahchef Naim Kassem am Donnerstag. (DPA)

04.06.2026

Do 01:22

Gespräche in Washington: Israel und Libanon vereinbaren «Umsetzung» von Waffenruhe

Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Aussenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei unter anderem abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in der US-Hauptstadt Washington. Im aktuellen Konflikt stehen sich Israel und die Schiiten-Miliz gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei – und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah.

Sicherheitszonen geplant

Die gemeinsame Erklärung sieht die Einrichtung sogenannter Pilotzonen im Libanon vor, in denen ausschliesslich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben sollen. Die Hisbollah soll sich aus Gebieten südlich des Litani-Flusses – also aus dem Gebiet nahe der Grenze zu Israel – zurückziehen. Wie diese Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, ist noch unklar. «Diese Schritte werden Fortschritte hin zu einem umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommen ermöglichen», heisst es in der Erklärung.

Es wurden zunächst keine Angaben gemacht, ob es sich bei dem neuen Bekenntnis zur Waffenruhe um eine zeitlich begrenzte Verlängerung handelte. Zuvor war die Waffenruhe jeweils befristet verlängert worden.

Die Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon müsse von den beiden Regierungen selbst entschieden werden, hiess es. Jeder Versuch «staatlicher oder nichtstaatlicher Akteure», die «Zukunft des Libanons als Geisel zu nehmen», werde zurückgewiesen. Dies schien ein deutlicher Bezug auf den Iran zu sein, der die Hisbollah unterstützt. Bei den Verhandlungen mit den USA über ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs fordert Teheran auch ein Ende des Libanon-Konflikts. Die Hisbollah ist nicht Teil der israelisch-libanesischen Gespräche. (DPA)

02.06.2026

Di 17:49

SIG verurteilt Einladung von Rima Hassan

In einer Veröffentlichung hat der Schweizerisch Israelitische Gemeindebund SIG die Einladung einer französischen Politikerin ins Bundeshaus scharf verurteilt. Rima Hassan wurde von der Parlamentarischen «Freundschaftsgruppe Schweiz-Palästina» eingeladen, den Sitz der Schweizer Regierung am 9. Juni zu besuchen.

Am 9. Juni wird Rima Hassan im Bundeshaus empfangen. Jetzt hat der SIG Beschwerde gegen den Besuch der französischen Politikerin eingelegt.
Am 9. Juni wird Rima Hassan im Bundeshaus empfangen. Jetzt hat der SIG Beschwerde gegen den Besuch der französischen Politikerin eingelegt.Imago/Martin Bertrand

Der SIG wirft Hassan vor, die Terrorangriffe der Hamas als legitime Aktionen des Widerstands darzustellen. Grundlage des Vorwurfs dürfte ein Interview von 2023 sein, bei dem sie die Frage, ob die Hamas für den Widerstand gegen Israel legitime Massnahmen ergreife, bejahte. Später sagte sie, dass sie damit nur den politischen und nicht den militärischen Flügel der in der Schweiz als Terrororganisation deklarierten Hamas gemeint habe. Weiter kritisiert der SIG, dass in Frankreich Ermittlungen wegen Terrorunterstützung im Gange seien.

Hassan wurde 1992 in einem Flüchtlingslager in Syrien geboren. Die französisch-palästinensische Journalistin und Politikerin der Partei La France Insoumise schaffte 2024 die Wahl ins Europaparlament. (bho)

02.06.2026

Di 07:43

Trump soll Netanjahu wegen Libanon-Eskalation angefahren haben

US-Präsident Donald Trump griff den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in einem von Schimpfwörtern gespickten Telefonat am Montag scharf an, wie zwei US-Regierungsvertreter und eine dritte, über das Gespräch informierte Quelle gegenüber dem US-Nachrichtenportal Axios berichteten.

Bereits früher am Montag hatte der Iran damit gedroht, die Verhandlungen mit den USA wegen Israels Vorgehen im Libanon abzubrechen. In dem Telefonat bezeichnete Trump Netanjahu laut zwei Quellen als «verrückt» und warf ihm Undankbarkeit vor. Zudem stoppte er Israels Pläne für einen Angriff auf Beirut.

«Du würdest im Gefängnis sitzen, wenn es mich nicht gäbe», soll Trump zu Netanjahu gesagt haben. (Archivaufnahme vom 29. Dezember 2025)
«Du würdest im Gefängnis sitzen, wenn es mich nicht gäbe», soll Trump zu Netanjahu gesagt haben. (Archivaufnahme vom 29. Dezember 2025)IMAGO/APAimages

Ein US-Regierungsvertreter sagte, Trump habe Netanjahu erklärt, dass die Umsetzung seiner Drohungen, die libanesische Hauptstadt zu bombardieren, Israel international noch weiter isolieren würde.

Der Regierungsvertreter fasste Trumps Aussagen an Netanjahu wie folgt zusammen: «Du bist verdammt verrückt. Du würdest im Gefängnis sitzen, wenn es mich nicht gäbe. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hasst dich jeder. Jeder hasst Israel wegen dieser Sache.»

Laut dem US-Regierungsvertreter wusste Trump, dass die Hisbollah auf Israel geschossen hatte und Israel sich verteidigen müsse. Er habe jedoch in den vergangenen Tagen den Eindruck gewonnen, dass Netanjahu die Lage unverhältnismässig eskaliere. (bre)

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01.06.2026

Mo 00:51

Libanon: Acht Tote bei israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben acht Menschen getötet worden. 19 Menschen seien verletzt worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. (AFP)

31.05.2026

So 05:26

Riskante Strategie: Israel setzt weiter auf gezielte Tötungen

In den vergangenen zwei Wochen haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben sowohl den Militärchef der Hamas als auch dessen Nachfolger getötet. Es sind die jüngsten Fälle in einer Serie von gezielten Tötungen ranghoher Extremisten. Die beiden Männer wurden als Mohammed Odeh und Iss al-Din al-Haddad identifiziert, beides Architekten des Terroranschlags auf Israel vom 7. Oktober 2023. Nach offiziellen Angaben sind die Tötungen Teil einer grösseren Offensive gegen die Drahtzieher der Massaker, die den Krieg im Gazastreifen auslösten.

Solche gezielten Tötungen können zwar greifbare Ergebnisse liefern, die die Verantwortlichen als Sieg verkaufen können. Doch gehen sie selten auf die zugrunde liegenden Missstände ein, die Konflikte schüren.

Seit Jahren bekannte Taktik

«Die Tötung von Militärchefs wie Odeh und al-Haddad verdeutlicht Israels operative Fähigkeit, die militärische Führung der Hamas zu treffen», sagt Nasser Chdur von der Non-Profit-Organisation ACLED, die Berichte über politische Gewalt und Konflikte weltweit erfasst. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass die Tötung ranghoher Befehlshaber allein die Hamas dazu bewegen könne, ihre Waffen niederzulegen oder die Kontrolle über den Gazastreifen vollständig abzugeben.

Israel hat im Laufe seiner Geschichte Dutzende gezielte Tötungen ausgeführt. Doch palästinensische und libanesische militante Gruppen bestanden dennoch oft fort und wurden nach dem Verlust ranghoher Führer sogar noch stärker. (DPA)

28.05.2026

Do 18:08

EU verhängt Sanktionen gegen israelische Siedler

Die EU hat die angekündigten Sanktionen wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland verhängt. Die Massnahmen treffen vier Organisationen und drei Einzelpersonen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel mitteilte. Ihnen werden schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser im Westjordanland vorgeworfen.

Mit dem Sanktionsbeschluss setzte die EU eine politische Grundsatzvereinbarung von einem Aussenministertreffen am 11. Mai um. Er hat zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gelten zusätzlich ein EU-Einreise- und Durchreiseverbot.

Die EU sanktioniert vier Organisationen und drei Einzelpersonen, denen schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser im Westjordanland vorgeworfen werden.
Die EU sanktioniert vier Organisationen und drei Einzelpersonen, denen schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser im Westjordanland vorgeworfen werden.AFP

Zu den Sanktionierten zählen etwa die Siedlungsbewegung Nachala und ihre Direktorin Daniella Weiss. «Durch ihre Aktivitäten spielt Nachala eine entscheidende Rolle bei der Erleichterung und Förderung von Zwangsmassnahmen, die zur Vertreibung von Palästinensern führen und ihr Eigentumsrecht, ihr Recht auf Privat- und Familienleben und ihr Recht auf Selbstbestimmung sowie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit verletzen», heisst es in der Begründung im Amtsblatt der EU. Von Nachalas Aussenposten gehe fortdauernd Gewalt durch Siedler aus. Mehrere Aussenposten seien auf Land in palästinensischem Privatbesitz errichtet worden.

EU will Zeichen setzen

Mit den Sanktionen will die EU ein klares Zeichen gegen die Gewalt von Siedlern setzen. Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser und deren Eigentum im besetzten Westjordanland deutlich zugenommen. In israelischen Medien ist dabei zunehmend von «jüdischem Terror» die Rede.

Die EU sieht den Siedlungsbau im Westjordanland als Hindernis für internationale Bemühungen um eine langfristige Friedenslösung im Nahost-Konflikt.
Die EU sieht den Siedlungsbau im Westjordanland als Hindernis für internationale Bemühungen um eine langfristige Friedenslösung im Nahost-Konflikt.AFP

Die EU sieht zudem sowohl die Angriffe gegen Palästinenser als auch den Siedlungsbau im Westjordanland als Hindernisse für internationale Bemühungen um eine langfristige Friedenslösung im Nahost-Konflikt. Experten stufen die Siedlergewalt auch als Teil einer Strategie der rechtsreligiösen Regierung in Israel ein, mit dem Ziel einer Vertreibung von Palästinensern im besetzten Westjordanland, um dort längerfristig eine weitere Landnahme zu ermöglichen.

Die EU hatte erstmals 2024 Sanktionen wegen Siedlergewalt verhängt. Zuletzt wurden weitere geplante Massnahmen allerdings lange von Ungarn blockiert. Die politische Einigung in Brüssel wurde erst nach dem Regierungswechsel dort möglich. (DPA)

28.05.2026

Do 18:03

UN-Botschafter: Israel kündigt Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär auf

Israel hat die Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär António Guterres aufgekündigt. Anlass sei die Entscheidung, Israel wegen Vorwürfen der sexualisierten Gewalt in Konfliktgebieten auf eine «schwarze Liste» zu setzen, schrieb der israelische UN-Botschafter Danny Danon am Donnerstag im Onlinedienst X. Israel werde den Kontakt zum Büro des UN-Generalsekretärs bis zum Ablauf von Guterres› Amtszeit Ende des Jahres abbrechen. (AFP)

27.05.2026

Mi 01:52

Israel weitet Bodeneinsätze im Libanon aus

Israels Armee hat ihre Bodeneinsätze im Nachbarland Libanon trotz einer geltenden Waffenruhe mit der proiranischen Hisbollah-Miliz ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte am Abend, dass das Land seinen Einsatz im Südlibanon verstärke.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, schwere israelische Angriffe im Süden deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, hiess es. Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des Südens. Israel war 1982 in das Nachbarland einmarschiert und erst 2000 wieder abgezogen.

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Am Montagabend hatte Netanjahu bereits angekündigt, dass die Angriffe auf die Hisbollah verstärkt würden. Das Militär sei mit grosser Truppenstärke vor Ort, teilte er nun laut Angaben seines Büros mit. Weiterhin sagte er demnach: «Wir verstärken unseren Einsatz im Libanon.»

Der israelische Militärvertreter sagte, dass die Armee «gezielte» Einsätze auch in Gegenden jenseits der sogenannten «gelbe Linie», die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze im Südlibanon verläuft, begonnen habe. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer. Laut Netanjahu nimmt die israelische Armee nun darüber hinaus weiteres «strategisch wichtiges Gelände» ein.

Berichte: Auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses

Israelische Bodentruppen sollen mehreren Medienberichten zufolge auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses ausführen. Dieser verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Laut einem früheren Abkommen sollte sich die Hisbollah-Kämpfer hinter diesen Fluss zurückziehen. Unter anderem die israelische Nachrichtenseite «ynet» berichtete, Ziel der Ausweitung der Bodeneinsätze sei es auch, gegen die von der Hisbollah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die vom Iran unterstützte Miliz weiter zurückzudrängen.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe israelische Truppen und Militärfahrzeuge im Süden mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der vom Iran unterstützten Miliz gemeldet. Netanjahu sprach am Abend von «einer umfassenden nationalen Bemühung, um kreative und innovative Lösungen gegen Sprengstoffdrohnen voranzubringen». (DPA)

26.05.2026

Di 22:14

Israel: Kommandant von Quassam-Brigaden in Gaza-Stadt getötet

Muhammad Odeh, der Kommandant der zu den Hamas gehörenden Qassam-Brigaden, wurde nach israelischen Angaben am Dienstag getötet. Er sei bei einem Luftschlag in Gaza-Stadt ums Leben gekommen, berichtet ein israelischer Journalist mit Verweis auf das Militär. (bho)

26.05.2026

Di 06:15

Netanjahu in Klinik eingeliefert – Büro: zahnmedizinische Behandlung

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist Berichten zufolge am späten Abend in ein Spital in Jerusalem eingeliefert worden. Er lasse sich dort einer zahnärztlichen Behandlung unterziehen, berichteten israelische Medien unter Berufung auf sein Büro. Die genaue Art der Behandlung wurde nicht bekanntgegeben.

Vor rund einem Monat hatte der 76-Jährige erstmals eine Behandlung wegen eines bösartigen Prostatatumors bekanntgegeben und danach mitgeteilt, er sei gesund. Zugleich erklärte er, er habe die Veröffentlichung seines Gesundheitsberichts verzögert, um zu verhindern, dass Irans Führung Propaganda verbreite.

Während des Iran-Kriegs hatte es Gerüchte in den sozialen Medien gegeben, dass Netanjahu längst tot sei. Im In- und Ausland gibt es auch immer wieder Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.

Der israelische Ministerpräsident wurde in der Vergangenheit öfter wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus behandelt. 2024 wurde er auch wegen einer Hernie operiert. Im Sommer 2023 war ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt worden. Im vergangenen Jahr hatte er eine Darmentzündung, die er allerdings zu Hause auskurieren konnte.

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23.05.2026

Sa 14:31

Nach Skandal-Video: Frankreich untersagt Israels Sicherheitsminister Einreise

Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat ein Einreiseverbot für Frankreich auferlegt bekommen. Das hat Aussenminister Barrot am Samstag mitgeteilt. Hintergrund ist der demütigende Umgang des isralischen Polizeiministers mit den Aktivisten der Gaza-Hilfs-Flotilla, der am Mittwoch für weltweite Empörung sorgte. (jar)

21.05.2026

Do 22:58

Wegen Demütigung durch Ben Gvir: Bund lädt israelischen Botschafter vor

Der Bund hat den israelischen Botschafter zu einem «Gespräch eingeladen», wie Blue News mit Bezug auf SDA berichtet. Hintergrund ist der demütigende Umgang des isralischen Polizeiministers Itamar Ben Gvir mit den Aktivisten der Gaza-Hilfs-Flotilla, der am Mittwoch für weltweite Empörung sorgte.

Israels rechtsradikaler Polizeiminister sorgt immer wieder für Kontroversen.
Israels rechtsradikaler Polizeiminister sorgt immer wieder für Kontroversen.IMAGO/UPI Photo

Am Donnerstag empfing die Chefin der Schweizer Abteilung Mittlerer Osten, Monika Schmutz Kirgöz, gemäss EDA deshalb den israelischen Botschafter zu einem Gespräch und kritisierte das Verhalten von Ben Gvir und «die inakzeptable Behandlung der Flottillen-Teilnehmenden». Unter den Aktivisten sind auch acht Schweizerinnen und Schweizer, die mittlerweile in die Türkei ausgeflogen wurden.

Weiter habe Schmutz Kirgöz den israelischen Botschafter zur Einhaltung des Völkerrechts und der Grundrechte der Aktivistinnen aufgefordert, wie es das EDA gegenüber den israelischen Behörden bereits mehrmals getan hat.

19.05.2026

Di 01:45

Trump: Geplanter Angriff «wegen Verhandlungen» gestoppt

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran abgesagt. Er habe das Militär der Vereinigten Staaten angewiesen, die Attacke nicht durchzuführen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Gleichzeitig soll das Militär demnach «jederzeit» bereit sein, einen umfassenden grossangelegten Angriff zu beginnen, falls keine akzeptable Vereinbarung mit dem Iran erzielt werde.

Trump schrieb weiter, er sei von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gebeten worden, den geplanten Militärschlag vorerst auszusetzen, da es derzeit ernsthafte Verhandlungen gebe. Er habe aus Respekt vor dieser Bitte entsprechend gehandelt.

Trump drohte dem Iran mit drastischen Worten

Trump hatte zuvor nochmals den Druck auf Iran erhöht und mit einer Wiederaufnahme des Kriegs gedroht. «Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben», hatte er ebenfalls auf Truth Social geschrieben. (DPA)

18.05.2026

Mo 01:15

Trump-Post schürt Spekulationen über Iran-Konflikt

Donald Trump hat mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social erneut Spekulationen über die Lage im Nahen Osten ausgelöst. Der US-Präsident veröffentlichte ein politisches Meme, das den Iran von US-Militärpräsenz umgeben zeigt und eine mögliche Invasion andeutet. In sozialen Medien wurde das Bild als Hinweis auf mögliche militärische Schritte interpretiert.

Screenshot Truth Social / Donald Trump

Parallel dazu berichten internationale Medien, darunter die «New York Times», über intensive militärische Vorbereitungen der USA und Israels im Zusammenhang mit dem Iran. Laut den Berichten würden mögliche Operationen weiter konkretisiert. Diskutiert würden demnach auch Szenarien, die über reine Luftschläge hinausgehen könnten.

18.05.2026

Mo 00:39

Saudi-Arabien fängt Drohnen aus irakischem Luftraum ab

Saudi-Arabien hat erneut Drohnenangriffe gemeldet. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, teilte das Verteidigungsministerium auf X mit. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren, hiess es weiter.

Neue Angriffe trotz verlängerter Waffenruhe

Bereits zuvor hatten die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe mit Drohnen gemeldet, die aus westlicher Richtung eingeflogen seien. Zwei davon seien abgefangen worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Eine weitere Drohne habe einen Stromgenerator ausserhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka getroffen. Die Herkunft der Drohnen werde noch untersucht.

Im Krieg mit dem Iran reagierten die iranischen Streitkräfte auf Angriffe der USA und Israels mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in Israel sowie in der gesamten Golfregion. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe, die von US-Präsident Donald Trump zuletzt einseitig verlängert wurde. Spannungen in der Region hatten die Feuerpause jedoch mehrfach ins Wanken gebracht. Neben dem Iran verübten auch mit Teheran verbündete Milizen im Irak Angriffe. (DAP)

16.05.2026

Sa 05:40

Fragile Waffenruhe im Libanon verlängert

Die fragile Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon wird um weitere eineinhalb Monate verlängert. Unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sollen Vertreter Israels und des Libanons in dieser Zeit weiter an einer Lösung des Konflikts arbeiten, wie das US-Aussenministerium mitteilte. Die derzeit geltende Waffenruhe war in den vergangenen Wochen allerdings von beiden Seiten wiederholt verletzt worden.

Weitere Gespräche geplant

Die erneute Verlängerung der Ende April bereits ausgedehnten Feuerpause um weitere 45 Tage wurde nach einer dritten Gesprächsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington bekanntgegeben.

«Die Friedensgespräche verliefen offen und konstruktiv und sollen nun auf zwei Ebenen weitergeführt werden: auf sicherheitspolitischer und auf politischer Ebene», schrieb der israelische Botschafter in den USA, Jechiel Leiter, auf der Plattform X. «Es wird Höhen und Tiefen geben, doch die Erfolgsaussichten sind gross.»

Libanesische Delegation spricht von «dringend benötigter Atempause»

Auch die libanesischen Unterhändler zeigten sich optimistisch. «Die Verlängerung des Waffenstillstands und die Einrichtung eines von den USA unterstützten Sicherheitsprozesses verschaffen unseren Bürgerinnen und Bürgern eine dringend benötigte Atempause, stärken die staatlichen Institutionen und ebnen den Weg für dauerhafte Stabilität», zitierte die Nachrichtenseite «Naharnet» aus einer Stellungnahme der Delegation. (DPA)

16.05.2026

Sa 02:41

Tote bei Angriff im Libanon trotz Waffenruhe

Bei einem mutmasslich von Israels Armee ausgeführten Angriff im Süden des Libanons sind laut einem Medienbericht sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien verletzt worden. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht dazu.

Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der derzeit geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.

Israel und Hisbollah greifen sich weiterhin an

Nach Beginn des Kriegs mit dem Iran hatte die von der Islamischen Republik unterstützte Hisbollah aus Solidarität mit Teheran erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelischen Streitkräfte griffen daraufhin Stellungen der Miliz im Süden des Libanons sowie Hochburgen der Hisbollah in den Vororten der Hauptstadt Beirut an.

Seit dem erneuten Ausbruch der Kämpfe Anfang März wurden im Libanon laut offiziellen Angaben rund 2900 Menschen getötet, darunter zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder. (DPA)

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15.05.2026

Fr 22:39

USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt – allerdings gehen die heftigen Gefechte zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz weiter. Das US-Aussenministerium erklärte am Freitag nach zweitägigen Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel, die Verlängerung der Waffenruhe solle Zeit für weitere «Fortschritte» bei der Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung geben.

Die brüchige Feuerpause gilt seit dem 17. April und wäre eigentlich am Sonntag ausgelaufen. US-Aussenamtssprecher Tommy Pigott sagte am Freitag, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sollten am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden. Bereits am 29. Mai wolle das US-Verteidigungsministerium zudem Militärvertreter aus beiden Ländern zusammenbringen.

US-Aussenamtssprecher Pigott sagte, die Gespräche sollten «dauerhaften Frieden» zwischen Israel und dem Libanon, eine vollständige Anerkennung der Souveränität und territorialen Integrität beider Länder und «echte Sicherheit entlang ihrer gemeinsamen Grenze» erreichen.

Der israelische Botschafter in Washington, Yechiel Leiter, erklärte nach den Gesprächen, es müsse die Sicherheit seines Landes garantiert werden. «Es wird Höhen und Tiefen geben, aber das Potenzial für Erfolg ist riesig.» Die libanesische Delegation äusserte die Hoffnung auf «dauerhafte Stabilität». (AFP)

15.05.2026

Fr 16:26

Netanjahu: Israel kontrolliert 60 Prozent des Gazastreifens

Mehr als sieben Monate nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Gazastreifen kontrolliert Israel nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rund 60 Prozent des Palästinensergebiets. Nach dem Ende des Gazakrieges, der durch den Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, sei Israels Armee entgegen den Forderungen einiger «nicht abgezogen». «Heute kontrollieren wir 60 Prozent», sagte Netanjahu und fügte hinzu: «Morgen werden wir sehen.»

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten 1221 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive im Gazastreifen. In den zwei sich anschliessenden Kriegsjahren wurden nach nicht überprüfbaren Hamas-Angaben mehr als 70'000 Palästinenser getötet.

Eine massgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstösse vor. Gemäss der Einigung sollten sich die israelischen Streitkräfte hinter eine sogenannte Gelbe Linie im Gazastreifen zurückziehen – was ihnen weiterhin die Kontrolle über mehr als 50 Prozent des von der Hamas beherrschten Küstengebiets ermöglicht.

Netanjahus Äusserungen deuten nun erstmals offiziell darauf hin, dass die Armee ihre Präsenz im Gazastreifen ausweitet. In den vergangenen Wochen hatten Medien bereits berichtet, dass die Streitkräfte bis zu einer neuen, sogenannten Orangenen Linie vorgerückt seien.

Im Zuge der ersten Phase des Waffenruhe-Abkommens waren die letzten Menschen freigelassen worden, die von der Hamas und ihren Verbündeten am 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen entführt worden waren. Im Gegenzug liess Israel palästinensische Häftlinge aus seinen Gefängnissen frei.

Die zweite Phase sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, um erneute Massaker wie das vom 7. Oktober auszuschliessen. Bisher ist dies aber nicht geschehen. Laut israelischen Medienberichten bereitet sich die Armee auf die Wiederaufnahme der Kämpfe im Gazastreifen vor, sollte sich die Hamas ihrer vereinbarten Entwaffnung weiterhin verweigern. (AFP)

14.05.2026

Do 02:28

Libanon: Zwölf Tote bei israelischen Drohnenangriffen

Bei israelischen Drohnenangriffen sind nach libanesischen Regierungsangaben zwölf Menschen getötet worden. Unter den Toten seien eine Frau und ihre zwei Kinder, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Zwei Drohnen hätten auf der Hauptverkehrsstrasse südlich von Beirut drei Fahrzeuge getroffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von einem weiteren Angriff in der Stadt Saadijat. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bei diesen Angriffen insgesamt acht Menschen getötet, darunter die Mutter und ihre beiden Kinder.

Ein vierter Angriff traf ein Auto in der Nähe von Sidon und tötete einen Menschen, ein weiterer wurde verletzt, wie das Ministerium weiter mitteilte. Drei weitere Drohnenangriffe auf Autos weiter südlich im Libanon hätten zudem drei Menschen getötet.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP sah die Leichen von drei Menschen, die bei Angriffen in der Nähe der Küstenstädte Bardscha und Dschije getötet wurden.

Das israelische Militär erklärte, es habe die Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in mehreren Gebieten im Südlibanon angegriffen. Stunden zuvor habe es die Bewohner von sechs Dörfern in der Gegend aufgefordert, diese zu räumen.

Aus dem Südlibanon wurden israelische Luftangriffe auf Städte und Dörfer gemeldet. Die Hisbollah erklärte, sie habe Israel mit Raketen angegriffen. (DPA)

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