Ukraine News: Friedensgespräche seit Februar blockiert

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Livetickeraktualisiert vor 14 Stunden

Ukraine-Krieg
Selenski wirft US-Vermittlern Respektlosigkeit vor

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im Land und in der europäischen Sicherheitslage findest du hier im Ticker.

Kurze Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse:

  • Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Armee einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
  • Die Ukraine hat im August 2024 eine Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet.
  • Friedensverhandlungen kamen wieder zum Erliegen, und die russischen Angriffe haben deutlich zugenommen.

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21.04.2026

Di 01:56

Selenski wirft US-Vermittlern Respektlosigkeit vor

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen. «Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen», sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenski: «Das brauchen nicht wir, sondern sie.» Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei.

Selenski lehnte erneut einen von Russland geforderten Abzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. «Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage», sagte das Staatsoberhaupt. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde auch die ukrainische Armee moralisch schwächen. Für Selenski sei ein Kriegsende am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Zwar drängt Washington die Kriegsparteien seit Monaten zu einem Friedensschluss. Jedoch ruhen die Verhandlungen aufgrund des Iran-Kriegs seit Februar. Zuvor waren Witkoff und Kushner bereits mehrfach zu Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau gereist. Ein für nach dem orthodoxen Osterfest erwarteter Besuch wäre der erste in Kiew gewesen. Bislang fand er aber nicht statt. Das orthodoxe Osterfest wurde am 12. April gefeiert. (DPA)

20.04.2026

Mo 07:23

Russische Ölanlage nach Drohnenangriff in Flammen – ein Toter

Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Das Portal «Kyiv Independent» berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens.

Nach dem Drohnenangriff kommt es in der Anlage zu massiven Bränden.X

Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine grossangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie vermehrt Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die dem grössten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Grossstadt Sotschi. (DPA)

18.04.2026

Sa 07:22

USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl. Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte. Die USA versuchen damit erneut, globale Energiemärkte zu beruhigen.

Eine solche Ausnahme hatten die USA bereits Mitte März gemacht, die bis zum 11. April dauerte. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Länder und Unternehmen, die mit Russland Geschäfte machen, könnten dabei im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden. (DPA)

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17.04.2026

Fr 05:11

Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an

Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

Erst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen. Knapp 340.000 Kunden blieben damals vorübergehend ohne Strom.

Russland greift die zivile Infrastruktur der Ukraine massiv an. Ziel dieser Angriffe, durch die es immer wieder Opfer gibt, ist es, die Zivilbevölkerung unter Druck zu setzen. (DPA)

16.04.2026

Do 08:14

Massive Luftangriffe in der Nacht: Ukraine meldet 14 Tote

Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Donnerstag mindestens 14 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Sieben Menschen seien in der südlichen Hafenstadt Odessa bei Raketen- und Drohnenangriffen getötet worden, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak.

In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. Zudem seien allein in der Hauptstadtregion mindestens 45 Menschen verletzt worden.

Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha drei Menschen getötet. Aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet.

Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet.

Brand nach einem Luftangriff in Kiew.
Brand nach einem Luftangriff in Kiew.AFP

16.04.2026

Do 05:32

Russische Angriffe auf Kiew fordern Tote - darunter ein Kind

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, die getötete Frau 35 Jahre.

Journalisten des Nachrichtenportals «The Kyiv Independent» berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven trafen. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Tkatschenko schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmass der Schäden und die Zahl der Opfer blieben zunächst unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten.

Angriffe auch auf andere Regionen der Ukraine

Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst. In Dnipro, der viertgrössten Stadt der Ukraine, kam bei einem russischen Raketenangriff mindestens eine Person ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Mehrere Wohnhäuser gerieten demnach in Brand. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.

Auch aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden in der Nacht Explosionen gemeldet, wie Gouverneur Oleh Kiper auf Telegram schrieb. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens eine Person ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt. (DPA)

14.04.2026

Di 15:59

Merz und Selenski vereinbaren «strategische Partnerschaft»

Bei ihren ersten Regierungskonsultationen seit mehr als zwanzig Jahren haben Deutschland und die Ukraine den Ausbau ihrer Beziehungen zu einer «strategischen Partnerschaft» vereinbart.

Die Zusammenarbeit soll künftig weit über die militärische und finanzielle Hilfe Deutschlands für das von Russland angegriffene Land hinausreichen, sodass beide Seiten langfristig davon profitieren können.

Am Rande des Treffens des deutschen Kanzlers Friedrich Merz und des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski sowie mehrerer Minister beider Seiten wurden dazu mehrere Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem zur Kooperation im Rüstungsbereich und zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. «Unsere Freundschaft und die Verbindungen zwischen unseren Gesellschaften sind tiefer als je zuvor», heisst es in einer 15-seitigen gemeinsamen Erklärung, die bei dem Treffen verabschiedet wurde.

Patriot-Raketen für Kiew und Zusammenarbeit bei Drohnen

Die Merz-Regierung sagte der Ukraine zu, die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen durch das US-Unternehmen Raytheon zu finanzieren. Darüber hinaus sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Deutschland und die Ukraine nutzen Synergien und kooperieren im Bereich der Drohnentechnologie.
Deutschland und die Ukraine nutzen Synergien und kooperieren im Bereich der Drohnentechnologie.Michael Kappeler/dpa

Zusätzlich haben Deutschland und die Ukraine die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite vereinbart. Das Projekt umfasst die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Ziel der Lieferung von Tausenden unbemannter Flugkörper.

Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hoffen Merz und die anderen EU-Partner nun auch auf eine schnelle Freigabe des von dem Land bislang blockierten 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU für die Ukraine. (DPA)

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12.04.2026

So 05:15

Ukraine beklagt Hunderte Verstösse gegen Osterwaffenruhe

Die Ukraine hat Russland Hunderte Verstösse gegen die von Kremlchef Wladimir Putin selbst angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest vorgeworfen. Der ukrainische Generalstab in Kiew teilte am Abend mit, dass er 469 Verletzungen der Waffenruhe registriert habe. Es habe nicht nur Hunderte Angriffe mit Drohnen gegeben, sondern auch 153 Fälle von Beschuss und 22 Erstürmungen. Eine offizielle Aufkündigung der Waffenruhe, die 32 Stunden lang bis Sonntagabend gelten soll, hatte es demnach aber nicht gegeben.

Eine russische Reaktion auf die ukrainischen Vorwürfe lag zunächst nicht vor. Die Stadtverwaltung in der von Russland kontrollierten Stadt Nowa Kachowka im südukrainischen Gebiet Cherson beklagte allerdings bereits kurz nach Beginn der Waffenruhe Drohnenangriffe und mindestens einen Verletzten.

Putin hatte die Waffenruhe angeordnet, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine das orthodoxe Osterfest feiern können. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste. Putin führt seit mehr als vier Jahren seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.

Gegner kündigen Reaktionen auf Verstösse gegen Waffenruhe an

Die Ukraine und Russland hatten jeweils angekündigt, auf Beschuss des Gegners zu reagieren. Von solchen Reaktionen war aber in den offiziellen Mitteilungen zunächst keine Rede. Bereits in der Vergangenheit hatten sich die Kriegsparteien bei zeitlich begrenzten Feuerpausen immer wieder massenhafte Verstösse gegen die Vereinbarungen vorgeworfen.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sagte in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft, er hoffe, dass die Waffenruhe diesmal funktioniere. «Ostern sollte eine Zeit der Sicherheit und des Friedens sein. Es wäre richtig, wenn der Waffenstillstand über die Feiertage hinaus andauern würde», sagte er. «Wir haben diesen Vorschlag an Russland weitergeleitet, und sollte Russland erneut den Krieg dem Frieden vorziehen, wird es der Welt und insbesondere den Vereinigten Staaten einmal mehr zeigen, wer wirklich wofür steht», meinte Selenski.

Russland hatte in den Verhandlungen mit der Ukraine unter US-Vermittlung über ein Kriegsende immer wieder erklärt, dass es eine Waffenruhe und ein von Selenski geplantes Einfrieren der Kampfhandlungen an der Frontlinie ablehne. Vielmehr solle vor einem dauerhaften Waffenstillstand ein Friedensplan und eine allumfassende Konfliktlösung ausgehandelt werden, um weitere Gewaltausbrüche in Zukunft zu verhindern. In Sicht ist ein solcher Plan bisher nicht.

Selenski warnte Russland indes erneut vor Verstössen gegen die Waffenruhe: «Die Ukraine wird symmetrisch reagieren», sagte er. «Wenn es keine russischen Raketen oder Drohnen gibt, werden wir auch im Luftraum eine Waffenruhe einhalten. Die gleiche Aufgabe gilt für die Frontlinie. Aber jede ukrainische Einheit behält sich das Recht für eine Reaktion vor», führte er aus. (DPA)

09.04.2026

Do 23:42

Selenski bestätigt Oster-Waffenruhe

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die von Kremlchef Wladimir Putin angekündigte Waffenruhe im Ukraine-Krieg anlässlich des orthodoxen Osterfests bestätigt. «Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln», schrieb er in sozialen Medien. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Bewegung zum Frieden, und Russland habe die Chance, auch nach Ostern nicht zu Angriffen zurückzukehren. (DPA)

09.04.2026

Do 21:21

Für etwas mehr als einen Tag: Putin ruft Osterfrieden aus

«Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest wird eine Waffenruhe vom 11. April, 16 Uhr, bis zum Ende des 12. April ausgerufen», teilte der Kreml gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti mit.

Demzufolge hat Putin den Verteidigungsminister Andrei Beloussow und den Generalstabschef Waleri Gerassimow angewiesen, die Militäroperationen in allen Gebieten des nördlichen Militärbezirks während der Osterfeiertage einzustellen.

Russland gehe davon aus, dass die ukrainische Seite seinem Beispiel folgen wird. Die Truppen wurden jedoch angewiesen, sich auf mögliche Provokationen des Feindes vorzubereiten.

07.04.2026

Di 14:20

Mindestens drei Tote und zwölf Verletzte bei Drohnenangriff auf Bus in Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Nikopol sind Behörden zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, in Online-Netzwerken.

Der «Feind» habe den Bus mitten im Zentrum der Stadt in der Region Dnipro getroffen, fügte Ganscha an. «Der Bus fuhr gerade in die Station ein – es waren Menschen im Bus und an der Haltestelle», erklärte Ganscha weiter.

Auch aus der südukrainischen Stadt Cherson wurden am Dienstag drei Tote gemeldet. Drei ältere Einwohner im Alter von 60, 71 und 72 seien bei einem morgendlichen russischen Angriff in einem Wohngebiet getötet worden, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Oleksandr Prokudin, im Onlinedienst Telegram mit. Sieben weitere Menschen wurden demnach bei dem Bombardement verletzt. (AFP)

06.04.2026

Mo 05:03

Mehrere Verletzte nach Angriff auf Odessa

Bei einem massiven Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. In mehreren Bezirken seien in der Nacht Wohngebiete getroffen worden, teilte der Chef der städtischen Militärverwaltung, Serhi Lyssak, auf Telegram mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnenangriffen in der Region gewarnt.

In einem der Bezirke sei ein Hochhaus getroffen worden. Es gebe schwere Schäden vom fünften bis zum dritten Stock. Unter den Trümmern könnten sich Menschen befinden, sagte Lyssak weiter. Rettungskräfte seien im Einsatz. (DPA)

05.04.2026

So 04:57

Kiew erwartet Besuch von US-Delegation nach Ostern

Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew. Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kirilo Budanow demnach.

Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Die US-Seite bestätigte den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.

Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen, falls es nach einem Waffenruheabkommen zu einer erneuten russischen Aggression kommen sollte. (DPA)

04.04.2026

Sa 02:53

14 Tote nach russischem Angriff an Karfreitag

Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag sind nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen getötet worden. Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in den Regionen Schytomyr im Nordwesten und Dnipro im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donezk, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mikola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und Dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodimir Selenski warf Russland eine «Eskalation an Ostern» vor. (AFP)

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03.04.2026

Fr 17:52

Putins Kriegschef stirbt bei Unglück nahe Sewastopol

Generalleutnant Alexander Otroschtschenko, einer der ranghöchsten Militärkommandanten Russlands, ist beim Absturz eines Militärflugzeugs auf der Krim ums Leben gekommen. Die Maschine prallte gegen eine Klippe. Laut BBC starben bei dem Unglück insgesamt 29 Menschen, darunter fünf weitere hochrangige Offiziere.

Die Absturzstelle soll sich Berichten zufolge im Belbek-Tal nahe Sewastopol befinden, unweit eines strategisch wichtigen Militärflugplatzes.

Otroschtschenko kommandierte das Fliegerkorps der Nordflotte und galt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Zuvor war er an russischen Militäroperationen in Syrien beteiligt und spielte auch bei der Annexion der Krim im Jahr 2014 eine Rolle. (kle)

02.04.2026

Do 20:53

Analyse: Russland hat im März in der Ukraine keine Geländegewinne erzielt

Russland hat an der Front in der Ukraine laut einer Datenauswertung im März das erste Mal seit zweieinhalb Jahren keine Geländegewinne erzielt. Wie am Donnerstag aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP von Daten des US-Institute for the Study of War (ISW) hervorging, gelang es ukrainischen Soldaten im vergangenen Monat, neun Quadratkilometer zurückzuerobern, während die russischen Kräfte entlang der gesamten Front an Tempo verloren.

Russland kontrolliert gut ein Fünftel der Fläche der Ukraine. Die meisten der Geländegewinne erzielte das Land in den ersten Kriegstagen – seither stockt der Angriff (Foto: Zerstörter russischer Panzer).
Russland kontrolliert gut ein Fünftel der Fläche der Ukraine. Die meisten der Geländegewinne erzielte das Land in den ersten Kriegstagen – seither stockt der Angriff (Foto: Zerstörter russischer Panzer).IMAGO/ZUMA Wire

Der Vormarsch der russischen Armee verlangsamte sich laut der Analyse seit Ende 2025 wegen Gegenoffensiven im Südosten der Ukraine: Die Armee erlangte den Daten zufolge im Januar Zugewinne von 319 Quadratkilometern und im Februar von 123 Quadratkilometern; dies waren die geringsten Geländegewinne seit April 2024.

Das ISW verwies zur Begründung der Entwicklungen auch auf Massnahmen gegen die Nutzung von Geräten des Satellitennetzes Starlink durch russische Truppen in der Ukraine und «die Bemühungen des Kremls, den Zugang zu Telegram einzuschränken». Der Messenger-Dienst ist auch bei russischen Soldaten beliebt.

Wie schon im Februar verlor Russland den Daten zufolge im südlichen Frontbereich zwischen den Regionen Donezk und Dnipropetrowsk an Boden. Ende Januar hatte die Armee dort noch mehr als 400 Quadratkilometer kontrolliert. Dieses Gebiet schrumpfte im Februar auf 200 Quadratkilometer und im März auf 144 Quadratkilometer. In der weiter nördlich gelegenen Region Donezk dagegen war die Lage für die ukrainische Armee zuletzt laut der Analyse vergleichsweise schwierig.

Vier Jahre nach Beginn des russischen Ukraine-Invasion kontrolliert Moskau knapp ein Fünftel des Gebiets der Ukraine. Der Grossteil davon wurde in den ersten Wochen des Kriegs erobert. (AFP)

02.04.2026

Do 08:49

Brand nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölraffinerie

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie hat nach russischen Angaben einen Brand in der Teilrepublik Baschkortostan ausgelöst. Mehrere Drohnen seien beim Anflug auf die Anlage in der Grossstadt Ufa abgewehrt worden, schrieb Republikchef Radi Chabirow bei Telegram. Trümmer einer Drohne seien im Gewerbegebiet abgestürzt, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, führte er aus. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen. Tote und Verletzte gab es ihm zufolge nicht. Baschkortostan liegt rund 1400 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet. Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen. (DPA)

01.04.2026

Mi 11:54

Russland meldet Einnahme von Oblast Luhansk

Die russischen Streitkräfte haben laut dem Verteidigungsministerium den ukrainischen Oblast Luhanks vollständig «befreit». Nach Ansicht Russlands ist der östlichste Verwaltungsbezirk der Ukraine mittlerweile eine «selbsterklärte Volksrepublik», nachdem im weitgehend von Russland besetzten Gebiet Scheinreferenden durchgeführt wurden.

01.04.2026

Mi 00:29

29 Tote bei Absturz von Militärflugzeug auf der Krim

Bei dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete Tass am Mittwoch unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. An den Trümmern des Flugzeugs seien keinerlei Spuren eines äusseren Einschlags festgestellt worden.

Zum jetzigen Zeitpunkt gilt dem russischen Verteidigungsministerium zufolge ein technischer Defekt als wahrscheinlichste Absturzursache. Das Transportflugzeug vom Typ Antonow-26 befand sich demnach auf einem planmässigen Flug über die Halbinsel, als der Kontakt gegen 18.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) verloren ging. Ein Such- und Rettungsteam habe später die Absturzstelle ausfindig gemacht. (AFP)

Eine russische Antonow An-26. (Archivbild)
Eine russische Antonow An-26. (Archivbild)IMAGO/SNA

31.03.2026

Di 02:36

Selenski: «Historische Vereinbarungen» mit Golfstaaten

Mehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits «historische Vereinbarungen» mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenski nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Ausserdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.

Die Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenski weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich.

Bereits am Freitag hatte Selenski eine Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien verkündet. Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor gut einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an. (DPA)

31.03.2026

Di 02:34

Ukraine: Toter und Verletzte in Region Poltawa

Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden. (DPA)

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30.03.2026

Mo 07:38

«Seid ihr hier alle Feiglinge?»: Moskau will Studenten rekrutieren – diese sind zurückhaltend

«Seid ihr hier alle Feiglinge, die nur herumsitzen und um ihr Leben fürchten?». Universitätspräsidentin Maria Kirsanova richtete diese Worte an ihre Studenten, wie die «Moscow Times» berichtet. Der Vortrag wurde von einem der Studenten heimlich aufgenommen und online gestellt.

Kurz zuvor kamen Rekrutierer des russischen Militärs an die Uni und wollten die Studierenden als Drohnenpiloten anheuern. Doch nur wenige meldeten sich freiwillig.

Da die Zahl der Rekruten zurückgeht und die Zahl der Kriegsopfer in die Hunderttausende steigt, greift Russland zunehmend auf Universitäten als neue Quelle für Personal-Nachschub zurück.

Ein Plakat in Kaliningrad, das eine Rekrutierung bewirbt.
Ein Plakat in Kaliningrad, das eine Rekrutierung bewirbt.Social Media

Der Zeitpunkt der Rekrutierungskampagnen richtet sich nach dem akademischen Kalender. Militärrekrutierer nutzen häufig die Prüfungszeit im Winter, um Studierende anzusprechen, insbesondere solche mit schlechten Noten oder die, die wiederholen müssen. «Eines der Argumente, die sie vorbringen, lautet: ‹Wir werden dich durchfallen lassen, wenn du nicht unterschreibst›», erzählt ein Sprecher der Organisation «Hau ab», die Dienstverweigerern hilft.

Offenbar wird den Universitäten Quoten an neuen Rekruten, die sie bringen sollen, vorgegeben. An der Föderalen Universität des Fernen Ostens in Wladiwostok veröffentlichte die ehemalige Beraterin des Rektors interne Dokumente, aus denen hervorgeht, dass die Universität im Februar 32 Studierende für die Rekrutierung bereitstellen musste. Berichten zufolge soll auch die Staatliche Pädagogische Universität Nowosibirsk bis April 109 Studierende für den Militärdienst rekrutieren.

Maria Kirsanova zeigte sich empört über das Desinteresse ihrer Studierenden. Bei dem Vortrag sagte sie, sie dachte, «ihre» Studenten würden «als Erste gehen und ihr Vaterland verteidigen».

29.03.2026

So 13:05

Drohnen dringen in Finnland ein

In Finnland sind am Sonntag mehrere Drohnen in den Luftraum eingedrungen. Zwei Fluggeräte gingen demnach nahe der Stadt Kouvola nieder. Die Behörden sprechen von einer möglichen Verletzung des Staatsgebiets. Verletzte gab es nicht, wie finnische Medien berichten.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Drohnen am Morgen als langsam fliegende Objekte im Südosten des Landes und über dem Meer beobachtet. Verteidigungsminister Antti Häkkänen erklärte, unbemannte Drohnen seien in finnisches Territorium eingedrungen. Die Behörden nähmen den Vorfall ernst, die Untersuchungen liefen.

Die Polizei sperrte den Fundort eines der abgestürzten Objekte ab. Einsatzkräfte wurden kurz nach 10 Uhr wegen eines Vorfalls im Luftverkehr alarmiert.

Zuvor hatte die finnische Luftwaffe über Südostfinnland Identifikations- und Überwachungsflüge durchgeführt.

Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund erhöhter Sicherheitsmassnahmen. Finnland hatte zuletzt die Überwachung an der Ostgrenze verstärkt, nachdem es Angriffe der Ukraine auf russische Ziele im Gebiet des Finnischen Meerbusens gegeben hatte. (job)

Die Polizei sperrt den betroffenen Bereich ab.
Die Polizei sperrt den betroffenen Bereich ab.Screenshot/Yle

27.03.2026

Fr 19:48

US-Aussenminister bezichtigt Selenski der Lüge

US-Aussenminister Marco Rubio hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj der Lüge über die Position Washingtons bei den Ukraine-Verhandlungen bezichtigt.  »Das ist eine Lüge», sagte Rubio am Rande des G7-Aussenministertreffens nahe Paris vor Journalisten mit Blick auf Äusserungen Selenskyjs, die USA bestünden auf einer Abtretung des gesamten ostukrainischen Donbass an Russland als Voraussetzung für Sicherheitsgarantien.

«Ich habe mitbekommen, dass er das gesagt hat, und es ist bedauerlich, dass er das gesagt hat, denn er weiss, dass das nicht stimmt», fügte Rubio an. Selenskyj sei lediglich gesagt worden, dass «Sicherheitsgarantien für die Ukraine solange nicht in Kraft treten werden, bis der Krieg zu Ende geht.» Dies sei «offensichtlich», sagte Rubio und es sei nicht in Verbindung mit Gebietsabtretungen der Ukraine gebracht worden. (AFP)

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