Ukraine-Krieg: Trotz Trump-Ansage: Ukraine und Russland greifen Energie-Ziele an

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Livetickeraktualisiert vor 8 Stunden

Ukraine-Krieg
Trotz Trump-Ansage: Ukraine und Russland greifen Energie-Ziele an

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im Land und in der europäischen Sicherheitslage findest du hier im Ticker.
Bevorzugte Quelle


Darum gehts

  • Die Wurzeln des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine
  • Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Armee einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
  • Die Ukraine hat im August 2024 eine Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet.
  • Friedensverhandlungen kamen wieder zum Erliegen, und die russischen Angriffe haben deutlich zugenommen.

Deine Meinung zählt

15.09.2026

Di 10:06

Auch Russland beschiesst weiter Energie-Ziele

Entgegen dem Versprechen Trumps, sowohl die Ukraine als auch Russland hätten ihm zugesichert, keine feindliche Energieinfrastruktur mehr anzugreifen, hat Russland mindestens eine zivile Tankstelle in Kiew angegriffen, wobei eine Person getötet und mehrere verletzt wurden. Auch mehrere Lagerhäuser in der Hauptstadt sind laut Bürgermeister Vitali Klitschko getroffen worden. In der Nacht auf Dienstag hatte die Ukraine derweil erneut eine russische Ölraffinerie angegriffen – entgegen den Zusicherungen Trumps vom Montagabend, beide Länder hätten einen Angriffs-Stopp auf Energieziele vereinbart. (bho)

15.09.2026

Di 07:43

Trotz Trump-Ansage: Ukraine greift russische Ölraffinerie an

Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Industrieanlage in Russland angegriffen. Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. Todesopfer habe es nicht gegeben. Rund 40 Drohnen seien abgeschossen worden. Laut ukrainischen Berichten handelte es sich bei der Industrieanlage um eine Ölraffinerie.

Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur «ein erster Schritt in Richtung Frieden» sein könnte. Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Trump will keine Angriffe auf Energieanlagen.
Trump will keine Angriffe auf Energieanlagen.Getty Images

15.09.2026

Di 01:16

Zoff um Oligarchen: EU ringt erneut um Russland-Sanktionen

In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen. Wie ein Sprecher der derzeitigen irischen Ratspräsidentschaft mitteilte, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, heute auslaufende Strafmassnahmen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern. Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage bis Mitternacht am 22. September. Bis dahin sollen nun weitere Gespräche über Streitfragen geführt werden.

Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmassnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt.

Die «Financial Times» berichtete am Abend, Frankreichs Lobbyarbeit sei Teil eines Plans, in Aserbaidschan inhaftierte französische Staatsbürger freizubekommen. Die frühere Sowjetrepublik setzt sich schon länger selbst für die Streichung Usmanows von der EU-Liste ein. Die Regierung in Paris äusserte sich zunächst nicht zu den Gründen für ihre Positionierung.

Der slowakische Aussenminister Juraj Blanar hatte bereits im Frühjahr bestätigt, dass die Slowakei den Oligarchen im Kampf gegen die EU-Sanktionen unterstützt. Nach einem damaligen Bericht von Radio Free Europe soll der slowakische Ministerpräsident Robert Fico einen Brief des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan weitergeleitet haben, in dem dieser sich für Usmanow einsetzte. Erdogan begründete dies demnach damit, dass sich Usmanow um eine stärkere Öffnung der turksprachigen Staaten gegenüber dem Westen verdient gemacht habe. Zu diesem Kreis zählt neben der Türkei auch Aserbaidschan.

Angst vor neuen Klagen

Andere EU-Staaten wollten die von der Slowakei ausgehende Forderung bis zuletzt nicht unterstützen. Als Risiko gilt, dass die Aufhebung der Sanktionen gegen Usmanow anderen Russen Argumente für Klagen gegen Strafmassnahmen geben könnte.

So hiess es bislang im Sanktionsbeschluss gegen Usmanow, dieser sei ein kremlfreundlicher Oligarch, «der besonders enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin» unterhalte und als einer der von Putin besonders favorisierten Oligarchen betrachtet werde. In Deutschland ist Usmanow bekannt, weil gegen ihn von der Staatsanwaltschaft München wegen des Verdachts auf zwei Verstösse gegen das Aussenwirtschaftsgesetz und möglicher Sanktionsverstösse ermittelt wurde. Das Verfahren wurde erst im vergangenen Jahr gegen Zahlung einer Geldauflage von zehn Millionen Euro eingestellt. (DPA)

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15.09.2026

Di 00:43

Kampfflugzeuge schiessen Drohne über Litauen ab

Kampfflugzeuge der Nato haben über Litauen nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen. «Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion», schrieb Präsident Gitanas Nauseda auf der Plattform X. «Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen.»

Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Masse bedroht. Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten erwägen könnte. (DPA)

14.09.2026

Mo 18:47

Trump: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen

Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur «ein erster Schritt in Richtung Frieden» sein könnte. «Der Krieg muss beendet werden.» Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Die Ukraine flog in den vergangenen Monaten schwere Angriffe gegen die russische Erdöl-Industrie und sorgte damit zeitweise für Engpässe auf dem Treibstoffmarkt in Russland. Moskau antwortete mit gezielten Angriffen auf Anlagen in der Ukraine und nahm auch einzelne Tankstellen ins Visier. Auf dem Schwarzen Meer haben die Kriegsgegner jeweils Ziele der anderen Seite angegriffen.

Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten.
Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten.AFP

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Selenski erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. «Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen», sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump liess dabei aussen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den US-Krieg gegen den Iran und die Situation in der Strasse von Hormus ausgelöst wurde.

Trump hatte auch mitgeteilt, die USA hätten mit Selenski bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. «Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.» Seit Sonntag gab es keine Berichte über neue Angriffe auf Energieanlagen der Kriegsparteien.

Selenski hatte zuvor erklärt, er wolle sich am 20. oder 21. September in New York mit Trump treffen, um mit ihm über Feuerpausen auf dem Meer sowie für Energieanlagen zu sprechen. «Wir sind offen für eine entsprechende Feuerpause in den Bereichen Seeverkehr und Energie», sagte er im ukrainischen Fernsehen. Er werde all das mit dem US-Präsidenten besprechen, sofern es mit dessen Plänen übereinstimme und es Selenski gelinge, nach New York zu fliegen.

Auf der Plattform X schrieb Selenski, er habe den Partnern der Ukraine vorgeschlagen, eine Vereinbarung mit Russland zu erzielen, mit der die Zerstörung kritischer Infrastruktur gestoppt werden könne. Russische Angriffe zielten in erster Linie gegen die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Energie. Allerdings zweifelte Selenski, dass sich Russland an eine Abmachung halten werde.

«Wenn unsere Partner bereit sind, dafür zu sorgen, dass Russland tatsächlich davon Abstand nimmt, unser Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Versorgungswege für Lebensmittel anzugreifen, dann sind wir natürlich bereit, eine entsprechende Einstellung unserer Angriffe zu sichern», schrieb er. Dies dürfe aber nicht nur für die Dauer der russischen Duma-Wahlen vom 18. bis 20. September gelten. (DPA)

14.09.2026

Mo 17:30

Trump: «Russland und Ukraine werden keine Energie-Ziele mehr angreifen»

Laut Donald Trump haben sowohl die Ukraine als auch Russland zugesagt, keine Energie-Ziele mehr anzugreifen. Er verweist darauf, dass der Anstieg des Diesel-Preises auf auf den Ukraine-Konflikt zurückzuführen sei.

Die Ukraine hat Ende Frühling damit begonnen, Öllager und Öltransporte in Russland anzugreifen, insbesondere auf der Krim, was dort und in vielen Teilen Russlands zu Benzinmangel geführt hatte. Während des Sommers hat auch Russland begonnen, ähnliche Ziele in der Ukraine ins Visier zu nehmen. Weder Russland noch die Ukraine hat die Aussage bisher kommentiert.

Truth Social

Trumps Post kommt jedoch während des Wahlkampfs um die Midterms in den USA. Dort fürchten die Republikaner, dass der hohe Öl- und Dieselpreis ihnen schaden könnte.

Viele politische Beobachter sehen den Grund des Preisanstiegs eher im von Trump begonnenen Krieg mit dem Iran, der seither die Strasse von Hormus blockiert. Normalerweise passiert durch die Seestrasse 25 Prozent des maritimen Ölhandels sowie 20 Prozent des weltweiten Gesamtverbrauchs an Erdölprodukten.

Letzte Woche hat die Huthi-Miliz in Jemen eine strategisch wichtige Stadt eingenommen, von der aus, die Iran-Verbündeten nun auch die Bab-al-Mandeb-Strasse bedrohen können. Eine Seestrasse, die zum Ausweichen der Hormusstrasse benutzt wurde. Diese Entwicklung hat die Ölpreise am Montag zu einem neuen Rekordhoch gejagt.

14.09.2026

Mo 03:07

Vom Angriff Betroffener: «Russland eskaliert immer weiter»

Nach Angaben der ukrainischen Bahn hatte ein Diplomaten-Sonderzug mit dem früheren britischen Premier Boris Johnson kurz vor dem Angriff am Bahnhof Jahodyn gehalten, wie Standard.at berichtet. Der Zug sei wegen der anhaltenden Gefahr russischer Angriffe früher als geplant abgefahren. Ob die Drohne dem Sonderzug galt, ist unklar. In einem anderen Zug am Bahnhof befand sich laut Bahngesellschaft der frühere CIA-Chef David Petraeus.

Boris Johnson meldete sich auf X zum Angriff zu Wort,  erwähnte jedoch nicht, dass er sich im Sonderzug auf derselben Strecke befand. Der deutsche Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener, der laut «Spiegel» ebenfalls mit dem gecharterten Zug mitreiste, schrieb im Onlinedienst X: «Russland eskaliert immer weiter». (wy)

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13.09.2026

So 16:05

Trump: Ukraine soll keinen russischen Diesel angreifen

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zum Stopp von Angriffen auf die russische Dieselversorgung aufgefordert. Ein Reporter fragte Trump am Sonntag in Irland, ob er nach seinem jüngsten Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch mit Selenski gesprochen habe. Trump reagierte mit der Aufforderung an Selenski, Angriffe in Russland anders zu steuern.

«Herr Selenski muss eines tun: Er muss aufhören, in Russland Dieselkraftstoff zu zerstören», sagte Trump am Rande der Irish Open, die in seinem Golfclub in Doonbeg ausgetragen werden. «Er soll ruhig Ziele angreifen, aber nicht Dieselkraftstoff, denn er verursacht dadurch einen Dieselmangel.»

Donald Trump machte die Bemerkung am Rande der Irish Open, die in seinem Golfclub in Doonbeg ausgetragen werden.
Donald Trump machte die Bemerkung am Rande der Irish Open, die in seinem Golfclub in Doonbeg ausgetragen werden.AFP

Infolge des Irankriegs 2026, der unter Donald Trump seinen Anfang nahm und mit US-Angriffen gegen den Iran am 28. Februar begann, war die Strasse von Hormus zeitweise gänzlich blockiert. Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren die Meerenge.

Nach mehr als einem halben Jahr Krieg ist der Streit um den wichtigen Seeweg noch ungelöst. Die Meerenge war vor Kriegsbeginn für den Schiffsverkehr offen. Die faktische Blockade hat schwere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und an den Energiemärkten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Referenzsorte Brent kletterte zuletzt fast auf 110 US-Dollar – im Februar vor Kriegsbeginn lag er bei rund 70 Dollar pro Barrel. (DPA/bre)

13.09.2026

So 13:20

Zug Richtung Polen von Drohne getroffen – Boris Johnson betroffen

In der Ukraine ist am Sonntag ein Zug in Richtung Polen nach Angaben des polnischen Bahnbetreibers in Grenznähe von einer russischen Drohne getroffen worden. Nach Angaben aus Warschau und Kiew wurde niemand verletzt. Der Bahnbetreiber PKP Intercity teilte mit, der Zug sei von Kiew nach Warschau unterwegs gewesen. An Bord hätten sich 206 Fahrgäste befunden.

Ein Video in den sozialen Medien soll den Angriff zeigen.
Ein Video in den sozialen Medien soll den Angriff zeigen.

Der frühere britische Premierminister Boris Johnson befand sich laut «Spiegel» in einem separaten Sonderzug, der nach einer Sicherheitskonferenz in Kiew auf derselben Strecke Richtung Polen unterwegs war. Dieser Zug wurde wegen des Drohnenalarms angehalten; Johnson blieb unverletzt. (sim/wy)

Der frühere britische Premierminister Boris Johnson war offenbar an Bord des Zuges, der von einer russischen Drohne getroffen wurde.
Der frühere britische Premierminister Boris Johnson war offenbar an Bord des Zuges, der von einer russischen Drohne getroffen wurde.IMAGO/TT

12.09.2026

Sa 19:45

Kreml: Selenski-Einladung nach Moskau ist «sehr grosszügige Geste»

Russland schliesst ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. «Das ist unmöglich», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: «Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenski) in Moskau zu treffen.»

Selenski hatte sich zuvor in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereiterklärt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt.

Lawrow: Einladung nach Moskau «sehr grosszügige Geste»

Am Samstag hatte der russische Aussenminister Sergei Lawrow die Reisen des ukrainischen Präsidenten gar als Grund dafür genannt, dass es zu keinem Treffen komme. Während die russische Führung sich um innenpolitische Angelegenheiten kümmern müsse, «ist Selenski ständig am reisen, ist nie zuhause», wird Lawrow von der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zitiert. Wenn der ukrainische Präsident ein Treffen wolle, so müsse er nach Moskau kommen. Schon diese Einladung sei eine «sehr grosszügige Geste Moskaus», sagte der russische Aussenminister abschliessend. (AFP/bho)

12.09.2026

Sa 05:43

Putin droht Europäern mit Krieg

Russlands Präsident Wladimir Putin hat europäische Staaten vor der Entsendung von Soldaten in die Ukraine gewarnt. Ein solcher Schritt würde einen Krieg gegen Russland bedeuten, sagte Putin bei einem Besuch in Indien, wo er an einem Gipfel der Brics-Staaten teilnimmt.

Putin nimmt an einem Gipfel der Brics-Staaten in Indien teil - und warnt Europa vor einem Truppeneinzug in der Ukraine.
Putin nimmt an einem Gipfel der Brics-Staaten in Indien teil - und warnt Europa vor einem Truppeneinzug in der Ukraine.AFP

Zugleich erklärte Putin, Russland habe nicht die Absicht, europäische Länder anzugreifen. Doch Moskau betrachte die mögliche Stationierung europäischer Soldaten in der Ukraine als rote Linie. (AFP)

09.09.2026

Mi 20:10

Selenskis Flugzeug wird beinahe von Drohne getroffen

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski ist am Dienstagabend aus Moldau in Oslo angekommen. Dabei soll sein Flugzeug beim Start beinahe von einer Drohne getroffen worden sein, wie Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre dem Sender NRK sagte.

Am Mittwoch nahm Selenski in Oslo an der Beerdigung von König Harald teil und traf sich mit der norwegischen Regierung. Laut Støre verlief auch die Nacht davor für Selenski alles andere als ruhig: Er habe laufend Informationen darüber erhalten, wo russische Raketen in der Ukraine eingeschlagen seien.

Wolodimir Selenski mit dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre.
Wolodimir Selenski mit dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre.IMAGO/APAimages

Direkt nach seiner Ankunft traf Selenski Støre, Finanzminister Jens Stoltenberg und Aussenminister Espen Barth Eide. Im Zentrum der Gespräche stand die Luftverteidigung der Ukraine.

Konkrete Ergebnisse wollte Støre noch nicht nennen. Die Industrie prüfe aber Möglichkeiten, Luftabwehrsysteme für die Ukraine bereitzustellen – und den Aufbau einer eigenen Produktion im Land zu ermöglichen. Støre bringt es so auf den Punkt: «Sie haben Löcher im Dach.» (bre)

09.09.2026

Mi 12:01

Tote nach russischem Angriff auf ukrainischen Grenzübergang nach Moldau

Bei russischen Angriffen auf den ukrainisch-moldauischen Grenzübergang Starokosatsche in der Südukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodimir Selenski auf sozialen Netzwerken mit. Seinen Angaben nach stellte der Grenzübergang seine Arbeit ein.

Nach Auskunft des Zivilschutzdienstes wurden Anlagen, Busse, Lastkraftwagen und Autos beschädigt. Ein Grossbrand sei ausgebrochen.

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu schrieb auf der Plattform X, dass ihr Land bereits am Vortag seinen Luftraum wegen einer russischen Drohne vorübergehend habe schliessen müssen. Moldau verurteile diese Attacken und den Krieg. Sandu forderte mehr Unterstützung für die Flugabwehr der Ukraine. Schon mehrfach waren in der Vergangenheit Drohnen in den moldauischen Luftraum eingedrungen und teils auch abgestürzt.

Nach einem russischen Angriff auf einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau liegen Trümmerteile am Boden.
Nach einem russischen Angriff auf einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau liegen Trümmerteile am Boden.Social Media

Das russische Militär hatte bereits mehrfach den Fährgrenzübergang Orliwka über die Donau zwischen Rumänien und der Ukraine angegriffen. Auch dieser liegt im Gebiet Odessa. (DPA)

08.09.2026

Di 20:49

Russische Drohne crasht nach Nato-Luftraumverletzung in Moldau

Rumänien hat das Eindringen einer Drohne in seinen Luftraum gemeldet. Zwei spanische F-18-Flugzeuge hätten die Flugbahn der Drohne verfolgt, die nach etwa 30 Minuten in der benachbarten Republik Moldau abgestürzt sei, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die moldauische Polizei teilte mit, die Drohne sei auf ein Sonnenblumenfeld gestürzt und habe Brände ausgelöst. Verletzt worden sei niemand.

Die russischen Geran-Drohnen basieren auf den iranischen Shahed-Drohnen.
Die russischen Geran-Drohnen basieren auf den iranischen Shahed-Drohnen.AFP

Gemäss Berichten lokaler Medien und Beobachtern im Netz handelte es sich dabei um eine russische Geran-Drohne. Die düsenbetriebene russische Shahed-Kopie kann grosse Strecken zurücklegen und dabei mit mehreren Kilo schweren Sprengsätzen bestückt werden. Seitens der moldawischen Behörden fehlt eine Bestätigung bislang. Das Verteidigungsministerium geht aber davon aus, dass es sich um eine Shahed-ähnliche Drohne handelt, wie es bei Facebook schreibt.

Die Ukraine grenzt sowohl an Rumänien als auch an Moldau. Seit Beginn der grossangelegten russischen Invasion im Jahr 2022 haben die beiden Länder Dutzende Drohnenvorfälle gemeldet. (bho)

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08.09.2026

Di 17:37

EU genehmigt Flugabwehrraketenkäufe für Ukraine in den USA

Die EU erlaubt der Ukraine die Nutzung neuer Finanzhilfen für den Kauf von amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ankündigte, haben Mitgliedstaaten einer entsprechenden Ausnahmeregelung zugestimmt. Eigentlich sollen mit EU-Rüstungshilfen bevorzugt europäische Rüstungsgüter gekauft werden.

Ukrainische und deutsche Soldaten in Deutschland bei der Ausbildung an den Patriot-Systemen.
Ukrainische und deutsche Soldaten in Deutschland bei der Ausbildung an den Patriot-Systemen.Jens Büttner/dpa

Nach Angaben von Kommissionspräsidentin von der Leyen sollen der Ukraine nun möglichst schnell weitere 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Das Geld werde es dem Land ermöglichen, seinen Luftraum besser vor den wahllosen Angriffen Russlands zu schützen, schrieb sie in einer gemeinsam mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte veröffentlichten Erklärung.

Die Nato ist an dem Vorhaben über die sogenannte Purl-Initiative beteiligt. Diese sieht vor, dass in den USA hergestellte Rüstungsgüter für die Ukraine von den europäischen Verbündeten und Kanada finanziert werden. (DPA)

08.09.2026

Di 16:43

Putin zu Trump: «Keine aggressiven Pläne» gegen Europa

Nach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine «aggressiven Pläne» in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten.

Der Kremlchef habe Trump zudem eine «objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld» gegeben. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA «real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können».

Moskau sei vom US-amerikanischen Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen. Das Gespräch dauerte laut Uschakow etwa eine Stunde.

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen den Nachbarn Ukraine. Washington bemüht sich seit Längerem, einen Friedensschluss zwischen den beiden Kriegsparteien zu erreichen. US-Sondervermittler Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner reisten am vergangenen Wochenende zu Gesprächen nach Moskau und Kiew. Nennenswerte Fortschritte in Richtung einer Friedenslösung wurden nicht bekannt. (DPA)

08.09.2026

Di 16:20

«Extreme Warnung»: Russen-Drohne dringt in Nato-Luftraum ein

Am Dienstagabend ist laut Berichten diverser lokaler Medien eine russische Geran-Drohne in den Nato-Luftraum eingedrungen. Zunächst habe die Langstreckendrohne den Luftraum Moldaus überflogen und sei danach nach Rumänien geflogen.

Die rumänischen Behörden haben entsprechend eine «extreme Warnung» wegen möglichen Trümmerteilen verhängt. Gemäss Berichten wurden bereits zwei spanische Kampfjets entsendet, um die Drohne abzuschiessen. Der Flughafen in Iasi hat seinen Betriebe vorerst eingestellt.

Zuletzt soll die Drohne wieder abgedreht haben und zurück in Richtung Moldau/Ukraine sein. (bho)

08.09.2026

Di 07:33

Nach Gesprächen mit US-Gesandten: Kiew meldet neue Angriffe

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine Luftangriffe auf Kiew wieder aufgenommen. In der Nacht wurden Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt gemeldet, mehrere Wohnhäuser, Lagerhallen, eine Schule und Autos seien im Zuge der Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen, es gebe mindestens zwei Tote und sieben Verletzte.

Das genaue Ausmass der Angriffe und Schäden war am Morgen noch unklar. Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte.

Das genaue Ausmass der Angriffe und Schäden war am Morgen noch unklar.
Das genaue Ausmass der Angriffe und Schäden war am Morgen noch unklar.AFP

08.09.2026

Di 04:04

Ukrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. «Das ist eine politische Entscheidung», schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. «Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.» Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.

Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück. (DPA)

08.09.2026

Di 02:29

Russland setzt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause fort

Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ukrainischen Angaben zufolge wieder aufgenommen. Die russische Armee habe die Bezirke Boryspil und Fastiw mit Drohnen angegriffen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am späten Montagabend im Onlinedienst Telegram mit. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei.

Kiews Militärverwaltung teilte mit, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den «Feind» Luftalarm in der Hauptstadt ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen.

US-Gesandte in Russland und der Ukraine

Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Diese Entscheidung hänge mit der «Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten» mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Am Wochenende waren die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump trafen sich am Samstag in Moskau mit Russlands Staatschef Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski in Kiew. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Grossbritanniens. (AFP)

07.09.2026

Mo 16:08

Russland entzieht deutschem Generalkonsulat Betriebserlaubnis

Das diplomatische Rift zwischen Deutschland und Russland wird nach dem Fund einer mit Sprengstoffdrohne in Leipzig immer grösser: Nachdem die deutschen Behörden den Anschlagsversuch zuletzt Russland zugeschrieben hatten, schmeisst der Kreml nun das deutsche Generalkonsulat raus.

Das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg.
Das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg.Screenshot/Google Maps

Wie das Aussenministerium am Montag mitteilte, widerrufe man seine Zustimmung zum Betrieb des deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg. Dieses muss seine Tätigkeit demnach bis zum 18. September 2026, also in elf Tagen, einstellen.

Zugleich hat Russland alle Goethe-Institute im Land geschlossen und die Mitarbeiter zum Verlassen des Landes bis spätestens 13. September aufgefordert. (bho)

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06.09.2026

So 12:40

US-Unterhändler Witkoff und Kushner erstmals in Kiew

Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals in Kiew eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof der Stadt vom Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, Kyrylo Budanow, begrüsst, wie ein Video der Nachrichtenagentur Unian zeigte.

Am Vortag hatten Witkoff und Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, in Moskau Gespräche über ein mögliches Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geführt. Dort sprachen sie fast drei Stunden mit Kremlchef Wladimir Putin.

In Kiew war ein Treffen mit Selenski geplant. «Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein», schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. «Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen.» Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.

Jared Kushner und Steve Witkoff sind in Kiew angekommen.
Jared Kushner und Steve Witkoff sind in Kiew angekommen. AFP

Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren für ihre Vermittlungsbemühungen aber noch nie in Kiew. Damit hatten sie bei Selenski für Unmut gesorgt. Im April kritisierte er, es sei respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen.

Die jüngsten Aufnahmen aus Moskau vom Samstag dürften in Kiew nicht gut angekommen sein. Putin erklärte, dass Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite hätten. «Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel», sagte der Präsident. Witkoff sagte, die Treffen mit Putin gehörten für ihn zu den erinnerungswürdigsten überhaupt. (DPA)

06.09.2026

So 01:04

Kreml bezeichnet Gespräche mit US-Gesandten als konstruktiv

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner haben in Moskau Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Ukraine-Krieges geführt. Witkoff und Kushner hätten mit Putin «konkrete Pläne» für die nächsten Schritte erörtert, teilte das Weisse Haus am Samstag mit. Aus Moskau hiess es, die Gespräche seien «äusserst ehrlich» gewesen. Am Sonntag wurden Kushner und Witkoff zu Gesprächen in Kiew erwartet – ihr erster Besuch in der ukrainischen Hauptstadt.

Der Besuch der US-Gesandten in Russland und der Ukraine soll die stockenden Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs wieder beleben. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben verkündet, drei Tage lang die jeweiligen Hauptstädte nicht anzugreifen, um die Gespräche zu ermöglichen.

Die bei dem Treffen erörterten Pläne würden in den kommenden Wochen bekannt gegeben, erklärte die US-Regierung. Die US-Gesandten hofften auf «ebenso produktive Treffen morgen in der Ukraine», sagte ein Vertreter des Weissen Hauses am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington.

«Die amerikanischen Vertreter hatten sich gründlich auf diese Reise vorbereitet», sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow vor Journalisten. «Sie brachten nicht nur ihr Interesse an einer raschen Beendigung der Kämpfe zum Ausdruck, sondern legten auch mehrere Ideen für mögliche Wege zu einer Lösung vor», fügte er hinzu.

«Das Gespräch war konstruktiv, äusserst offen und vertrauensvoll», sagte Uschakow. Die russische Seite habe den US-Vertretern mitgeteilt, Moskau sei «zuversichtlich», seine militärischen Ziele – die Eroberung des restlichen Ostens der Ukraine – erreichen zu können.

Der Kreml bezeichnete die nach längerer Pause wieder aufgenommenen Gespräche von Präsident Wladimir Putin mit den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner als konstruktiv, inhaltsreich und vertrauensvoll.
Der Kreml bezeichnete die nach längerer Pause wieder aufgenommenen Gespräche von Präsident Wladimir Putin mit den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner als konstruktiv, inhaltsreich und vertrauensvoll.IMAGO/ITAR-TASS

US-Präsident Donald Trump hatte einen neuen diplomatischen Vorstoss zur Beendigung des Krieges angekündigt und erklärt, Witkoff und sein Schwiegersohn hätten einen Plan «zur Beendigung des Krieges» dabei. Ob der Plan Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland vorsieht, sagte der US-Präsident nicht. Er sagte lediglich: «Wir haben eine Idee für den Frieden.» (AFP)

06.09.2026

So 00:41

Gespräche zwischen Putin, Witkoff und Kushner beendet

In Moskau sind die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zu Ende gegangen. Nach rund drei Stunden verliessen die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump in der Nacht den Kreml, wie Staatsmedien berichteten und dazu ein Video der Fahrzeugkolonne veröffentlichten.

Über die Ergebnisse der Unterredungen ist noch nichts bekannt. Der Kreml hatte angekündigt, die Öffentlichkeit im Anschluss an das Treffen zu informieren.
Über die Ergebnisse der Unterredungen ist noch nichts bekannt. Der Kreml hatte angekündigt, die Öffentlichkeit im Anschluss an das Treffen zu informieren.IMAGO/ITAR-TASS

Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner liessen sich von Putins Beauftragtem für internationale Wirtschaftsbeziehungen, Kirill Dmitrijew, zum Flughafen Wnukowo bringen. Dmitrijew, der tagsüber laut russischen Staatsmedien auch dreieinhalb Stunden mit den Gästen in einem Moskauer Gourmetrestaurant gegessen hatte, veröffentlichte auf X ein Foto mit der Bemerkung, es habe sich um einen «wichtigen friedensstiftenden Besuch» gehandelt.

Die Gesandten wollen nach Kiew weiterreisen, wo sie an diesem Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski empfangen werden. Unklar war, wo sie die Nacht verbringen. Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck. Details nannte Peskow nicht. Auch Trump hatte erklärt, Witkoff und Kushner würden einen Vorschlag mitbringen.

Dreitägige Waffenruhe soll Besuch in Kiew ermöglichen

Putin hat eine dreitägige Waffenruhe für die ukrainische Hauptstadt Kiew angeordnet. Sie soll gewährleisten, dass Witkoff und Kushner, die bereits mehrfach zu Gesprächen in Russland waren, erstmals auch Kiew besuchen können. Putin sagte, Russland unternehme alles für ihre sichere Reise. Selenski hatte dem russischen Militär vorgeworfen, vor der Anreise der US-Amerikaner demonstrativ die Kiewer Flughäfen Schuljany und Boryspil beschossen zu haben. (DPA)

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