Ukraine-Krieg: Rumänien schiesst dritte Drohne innert drei Tagen ab

Werbung
Livetickeraktualisiert vor 16 Stunden

Ukraine-Krieg
Rumänien schiesst dritte Drohne innert drei Tagen ab

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im Land und in der europäischen Sicherheitslage findest du hier im Ticker.
Bevorzugte Quelle

Kurze Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse:

  • Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Armee einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
  • Die Ukraine hat im August 2024 eine Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet.
  • Friedensverhandlungen kamen wieder zum Erliegen, und die russischen Angriffe haben deutlich zugenommen.

Deine Meinung zählt

28.07.2026

Di 04:13

Selenski tifft Trump im Weissen Haus

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski im Weissen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenski hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als «mutig».

Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland. Im Februar 2025 hatte Trump Selenski bei einem Treffen im Weissen Haus noch öffentlich gedemütigt. Trump warf dem ukrainischen Staatschef damals vor, er führe einen aussichtslosen Kampf und habe keine Karten in der Hand.

26.07.2026

So 17:28

Rumänien schiesst dritte Drohne innert drei Tagen ab

Rumänien hat zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen eine Drohne abgeschossen, die in seinen Luftraum eingedrungen war. Die Vorfälle seien «unzulässig und nicht tolerierbar», teilte der rumänische Präsident Nicusor Dan am Sonntag mit. Wie er auf der Plattform X angab, wurde das jüngste Geschoss am Sonntagmorgen von einem F-16-Kampfjet in der Gegend Sulina-Chilia abgeschossen.

Am Samstag war eine Drohne aus der Ukraine kommend nahe der Grenze abgeschossen worden, wie Dan bei Facebook mitteilte. Am Freitag soll eine Drohne nahe Padina nordöstlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest abgeschossen worden sein. Eine Untersuchung zu dem Vorfall vom Freitag habe ergeben, dass das Geschoss eine Drohne vom Typ Shahed gewesen sei, sagte Dan. Russland setzt den Drohnentyp häufig bei Angriffen gegen die Ukraine ein. (DPA)

25.07.2026

Sa 22:13

Iran droht Ukraine und appelliert an UN

Bei einem ukrainischen Angriff auf ein Schiff ist nach Angaben Teherans ein Crewmitglied getötet und ein weiteres verletzt worden. Gemäss dem iranischen Aussenministerium handelte es sich um ein ziviles Frachtschiff, womit der ukrainische Angriff ein Verstoss gegen internationales Recht darstelle. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoss gegen das Völkerrecht, hiess es in der Mitteilung. Teheran ruft die Vereinten Nationen deshalb auf, Kiew für den Angriff zu verurteilen.

Derweil haben den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Telegram-Gruppen laut Berichten Angriffe auf Ziele in der Ukraine angedroht.

Nach ukrainischen Angaben transportierten die Schiffe militärische Güter aus dem Iran nach Russland. Zuvor hatte Wolodimir Selenski bekanntgegeben, Beweise freizugeben, die Russlands Unterstützung für Teheran während des andauernden Iran-Kriegs belegen sollen.

Die Ankündigung kam nach Äusserungen von US-Präsident Trump, wonach Teherans Verbündete China und Russland den Iran im Krieg seines Wissens nach nicht unterstützen würden. Dabei berief er sich explizit auf Zusicherungen von Wladimir Putin und Xi Jinping und nicht auf Einschätzungen der US-Geheimdienste. (bho)

Werbung

25.07.2026

Sa 22:04

Selenski: Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen

Die Ukraine hat am Samstag nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenski Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen, die Militärgüter aus dem Iran nach Russland transportiert hätten. Der Angriff wurde demnach mit Drohnen durchgeführt.

24.07.2026

Fr 10:43

Rumänien schiesst erstmals Drohne über seinem Luftraum ab

Rumänien schoss erstmals eine Drohne über seinem Luftraum ab, wie der rumänische Präsident, Nicusor Dan, am Freitag bekannt gab. Demzufolge passierte es um 11 Uhr Ortszeit.

«Es wurde von einem rumänischen Piloten aus einer F-16 abgeschossen», erklärte Dan. «Das Gebiet war unbewohnt. Teams der zuständigen Behörden untersuchen den Vorfall», so das Staatsoberhaupt weiter.

Am Freitag erhielten die Einwohner von Brăila und Galați eine RO-ALERT-Meldung, in der sie vor möglicherweise aus der Luft herabfallenden Gegenständen gewarnt und aufgefordert wurden, Schutz zu suchen, wie informat.ro berichtet.

Der rumänische Präsident Nicusor Dan.
Der rumänische Präsident Nicusor Dan.IMAGO/Lucian Alecu

23.07.2026

Do 09:14

EU einigt sich auf neue Russland-Sanktionen

Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Das teilten EU-Diplomaten in Brüssel mit. (DPA)

22.07.2026

Mi 15:01

EU-Streitkräfte entern mutmasslich russischen Öltanker

Der Öltanker «MV SOUTH STAR», der im Verdacht steht, unter falscher Flagge zu fahren und damit gegen das internationale Seerecht zu verstossen, wurde am 20. Juli von EU-Streitkräften geentert, wie die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch mitteilte.

«Wir erhöhen den Druck auf Russlands Schattenflotte», schreibt Kallas weiter. «Jede illegale Fahrt trägt dazu bei, Russlands Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten. Wir untermauern unsere Sanktionen mit Massnahmen auf See.»

Werbung

22.07.2026

Mi 11:16

Lawrow kündigt Treffen mit Rubio an

Der russische Aussenminister Lawrow hat ein Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio angekündigt. Die beiden werden sich demnach am Donnerstag in Manila treffen, wie AFP berichtet. (AFP)

21.07.2026

Di 21:52

Selenski entlässt Oberbefehlshaber Sirski

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Sirski entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Michailo Drapati, teilte Selenski auf seinem Telegram-Kanal mit.

Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Michailo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Sirski öffentlich gemacht. Dabei ging es massgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele.

Ausdrücklich dankte Selenski dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte.

Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Strassenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Sirski gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskis Sprecher Dmitro Litwin ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben. (DPA)

21.07.2026

Di 09:36

Rumänien meldet russischen Angriff auf Frachter

Vor der rumänischen Küste ist in der Nacht auf Dienstag nach Angaben von Präsident Nicușor Dan ein Schiff mutmasslich unter russischen Beschuss geraten. Der unter der Flagge Liberias fahrende Flüssiggastanker Gas Lisbon sei demnach etwa 20 Seemeilen vor der Küste beschossen worden.

Sofort seien zwei Schiffe der Seerettung ausgerückt und hätten die Crew evakuiert, von denen beim Angriff auch drei Personen verletzt worden seien. Ein Schlepper werde zudem die Gas Lisbon sichern. Das Schiff kam demnach von Alexandria her und hatte den ukrainischen Hafen Reni als Ziel.

«Die staatlichen Institutionen sind in Alarmbereitschaft und werden die Umstände, Ursachen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit diesem schwerwiegenden Vorfall klären, der höchstwahrscheinlich Teil des illegalen Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine ist», schreibt Dan weiter.

20.07.2026

Mo 15:18

Behörden: Fünf Tote und 23 Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Russland sind nach Behördenangaben mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden. Bei den Toten durch den Angriff am Montag in der Grenzregion Belgorod handle es sich um vier Frauen und ein Kind, teilte der dortige Gouverneur Alexander Schumajew mit. Ferner seien 23 Menschen verletzt worden. Drei von ihnen seien in einem «äusserst ernsten Zustand».

Schumajew sprach von einem «unmenschlichen und abscheulichen Angriff». Er warf der ukrainischen Armee vor, den Bus in der knapp zehn Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten Stadt Tschebekino «absichtlich und zynisch» ins Visier genommen zu haben.

Die ukrainische Armee hat seit einigen Monaten ihre Angriffe auf russisches Gebiet verstärkt. Sie bezeichnet sie als Vergeltung für die Luftangriffe, mit denen Russland seit mehr als vier Jahren die Ukraine überzieht. (AFP)

20.07.2026

Mo 07:11

Russland: Über 400 Drohnen in Richtung Moskau gesteuert

Mehr als 400 «feindliche Drohnen» sind nach russischen Angaben in der Nacht zu Montag auf die Region der Hauptstadt Moskau zugeflogen. «Die meisten» von ihnen seien in grösserer Entfernung «neutralisiert» worden, erklärte Moskau Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der staatlichen Online-Plattform Max.

Beobachtern zufolge wurde dabei mindestens ein Wildberry-Lagerhaus in Koledino, weitere Logistikzentren in Belye Stolby und ein Öldepot in Lwowski angegriffen, wobei es an allen drei Orten zu grösseren Bränden gekommen sei. Unbestätigten Berichten zufolge wurden ukrainische Drohnen von der russischen Abwehr teils auch auf Wohngebäude umgelenkt statt neutralisiert.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass spricht von einem «versuchten Drohnenangriff», bei dem es sich um die grösste solche Attacke in den letzten Jahren gehandelt habe. Sie meldete zudem, dass sechs Menschen in der Region Moskau mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Drei von ihnen seien Ausländer, meldete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben. Zunächst war unklar, ob die Verletzungen mit den Drohnenangriffen in Zusammenhang standen. (AFP)

20.07.2026

Mo 02:36

Angriff mit Lenkbomben – Erneut Tote in Saporischschja

Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte.

Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört. (DPA)

19.07.2026

So 01:20

Explosionen erschüttern ukrainische Hauptstadt Kiew

Mehrere Explosionen haben in der Nacht auf Sonntag die ukrainische Hauptstadt Kiew erschüttert. Eine Detonation war so heftig, dass sie im Stadtzentrum die Alarmanlagen zahlreicher geparkter Autos auslöste, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die ukrainische Luftwaffe teilte auf Telegram mit, dass sich ballistische Raketen Kiew näherten.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram, in der Nähe eines Einkaufszentrums stiegen Rauchwolken auf, zudem stünden mehrere Fahrzeuge in Brand. Ausserdem sei ein Gebäude getroffen worden. (AFP)

Werbung

16.07.2026

Do 18:16

Absetzung des Verteidigungsministers führt zu Protesten

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat mit seiner mitten im russischen Angriffskrieg erfolgten Regierungsumbildung landesweite Proteste und einen offenen Streit in der militärischen Führung ausgelöst. Der abgelöste Verteidigungsminister Michailo Fedorow warf Armeechef Oleksander Sirski am Donnerstag vor, seine Entlassung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben. Selenski rief beide Seiten zur Einheit auf. Als geschäftsführenden Nachfolger hat Selenski den Geheimdienstmitarbeiter Jewheni Chmara (AFP) ernannt.

Selenski hatte die erneute Umbildung lediglich mit «neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben» begründet. Besonders die Ablösung des populären Verteidigungsministers Fedorow löste jedoch erheblichen Widerstand aus. Für viele Ukrainer verkörpert der erst seit sechs Monaten amtierende Minister, der bei seiner Ernennung 35 Jahre alt war, die Modernisierung einer von Bürokratie und Korruptionsvorwürfen belasteten Armee.

Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, demonstrierten in Kiew mehr als 1000 Menschen gegen Fedorows Abgang. Sie sangen die Nationalhymne, schwenkten ukrainische und EU-Flaggen und riefen «Schande» sowie «Bringt Fedorow zurück».

16.07.2026

Do 10:06

Ukraine attackiert Grossstadt und Öldepots an der Wolga

Ukrainische Drohnen sind nach Angaben der örtlichen Behörden in ein Wohnhaus der südrussischen Grossstadt Engels an der Wolga eingeschlagen. Schrieb Gouverneur Roman Bassurgin zunächst in sozialen Netzwerken, dass es keine Verletzten gebe, teilte die Staatsanwaltschaft später mit, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Details gab die Behörde nicht bekannt. Medienberichten zufolge haben die Drohnen zudem ein Feuer auf dem Militärflugplatz der dort stationierten Bomberflotte ausgelöst. Das Ausmass der Schäden ist unbekannt. Offizielle Stellen haben diese Berichte bislang nicht bestätigt.

Der Luftwaffenstützpunkt in Engels ist einer der grössten in ganz Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine wie etwa Kiew in der vergangenen Nacht mit Raketen zu beschiessen. Die Ukraine hat Engels daher bereits in der Vergangenheit mit Drohnen attackiert.

Nördlich von Moskau haben derweil einem Bericht des unabhängigen Portals «Astra» zufolge ukrainische Drohnen ein Öldepot nahe der ebenfalls an der Wolga gelegenen Stadt Jaroslawl in Brand gesetzt. Die riesige Anlage gehört zu der örtlichen Raffinerie und soll bis zu 620'000 Kubikmeter Lagerkapazität haben. (DPA)

16.07.2026

Do 01:18

Russland feuert wieder ballistische Raketen auf Kiew

Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht ein weiteres Mal mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Auskunft von Bürgermeister Witali Klitschko bei Telegram gab es Einschläge in zwei Stadtteilen: In einem Lager im Westen der Stadt und einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge feuerte das russische Militär in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Dreimillionenstadt und ihre Umgebung ab.

Kiews Bürgermeister Witali Klitschko. (Archivbild)
Kiews Bürgermeister Witali Klitschko. (Archivbild)AFP/Genya Savilov

Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren als Marschflugkörper, die von den Angreifern besser manövriert werden können und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr zu erfassen sind. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. (DPA)

15.07.2026

Mi 21:39

Ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow erklärt seinen Rücktritt

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. «Es war eine grosse Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen», erklärte Fedorow am Mittwochabend im Onlinedienst Telegram. Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko beinhaltete.

In einer langen Stellungnahme auf Telegram zählte Fedorow die Erfolge seines Ministeriums auf, dessen Leitung er im Januar übernommen hatte. In einer zweiten, kürzeren Stellungnahme legte er seine Misserfolge dar.

Selenskyj hatte die Regierungsumbildung mit «neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben» gerechtfertigt. Der ukrainische Staatschef kündigte an, auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden austauschen zu wollen. Namen nannte er nicht. Umbildungen des Kabinetts bedürfen der Zustimmung des Parlaments – wobei sich die Abgeordneten seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 weitgehend hinter den Präsidenten gestellt haben. (AFP)

15.07.2026

Mi 20:52

Rosatom: Drohne tötet Chefingenieur des AKW Saporischschja

Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet haben. «Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an», sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäss einer Mitteilung bei Telegram. Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen.

Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine «klare Reaktion». Die russische Führung sei informiert worden.

In Moskau reagierte das Aussenministerium sofort. «Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird», schrieb die Sprecherin, Maria Sacharowa, bei Telegram. Namentlich nannte sie den Chef der IAEA Rafael Grossi.

Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt das grösste Atomkraftwerk Europas.
Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt das grösste Atomkraftwerk Europas.IMAGO/SNA

Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar informiert. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Den Angaben nach mussten soziale Objekte über Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden.

Das AKW Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt das grösste Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren. (DPA)

15.07.2026

Mi 02:59

US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Mehrere Senatoren der beiden grossen Parteien in den USA haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt – ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham. Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sehe Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die grössten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, sagte der demokratische Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz. Namentlich erwähnte er dabei unter anderem China und Indien.

Die neuen Sanktionen gegen Russland waren dem kürzlich verstorbenen US-Senator Lindsey Graham ein Anliegen. (Archivbild)
Die neuen Sanktionen gegen Russland waren dem kürzlich verstorbenen US-Senator Lindsey Graham ein Anliegen. (Archivbild)AFP/Jim Watson

Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des Erdgases aus Russland importieren und «bedeutende Massnahmen» ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. «Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen», hob Blumenthal hervor. Er betonte zudem, dass die Initiative zwar mitunter als «Zollgesetz» bezeichnet worden sei, der Entwurf jedoch umfassende Sanktionen gegen weite Teile der russischen Wirtschaft vorsehe, darunter gegen die Energiebranche, den Finanzsektor und die Rüstungsindustrie sowie gegen Oligarchen, Geschäftsleute und Russlands Präsidenten Wladimir Putin selbst.

Eine schnelle Verabschiedung im US-Kongress sei nicht nur wichtig, weil es eine Würdigung Grahams sei, sondern auch bedeutend für die Ukraine, sagte Blumenthal.

Im US-Senat wird bereits seit mehr als einem Jahr um ein neues Sanktionspaket gegen Russland gerungen, das dort federführend vom Republikaner Graham vorangetrieben wurde. Eine frühere Version des Gesetzentwurfes sah Zölle in Höhe von mindestens 500 Prozent auf alle in die USA importierten Waren aus Ländern vor, die die weiterhin russisches Öl, Gas oder Uran kaufen.

Graham verkündete Unterstützung des Weissen Hauses in Kiew

Senator Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Freitag Unterstützung des Weissen Hauses für ein neues Sanktionspaket gegen Russland verkündet. Trump habe die Republikaner im vergangenen Sommer dazu aufgefordert, von einer damals bereits kurz bevorstehenden Verabschiedung von Russland-Sanktionen abzusehen, schreibt das Nachrichtenportal «Axios». Der überarbeitete Entwurf sei nun ein Kompromiss, den der Trump-Verbündete Graham mit der US-Regierung ausgehandelt habe.

Auf die Frage, ob er das Paket für neue Russland-Sanktionen unterzeichnen würde, falls es den Kongress passieren sollte, legte sich Trump am Dienstag nicht eindeutig fest. Er deutete aber Unterstützung an. «Nun, ich weiss, dass Lindsey das unbedingt wollte», sagte der US-Präsident im Weissen Haus. «Das war sein Anliegen.» Graham habe die Sanktionen mehr als alles andere gewollt und die Chancen stünden gut, dass sie umgesetzt würden. (DPA)

13.07.2026

Mo 01:42

Mehrere Tote bei ukrainischen Angriffen auf Enerhodar

Bei ukrainischen Angriffen auf die von russischen Truppen besetzte Stadt Enerhodar in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja sind nach russischen Angaben mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Bewohner der Stadt seien verletzt worden, sagten Alexej Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, sowie der von Moskau eingesetzte regionale Gouverneur Jewgenij Balizkij. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Lichatschow warf europäischen Politikern und Organisationen nach Angaben der Staatsagentur Tass vor, sich «hinter dem Deckmantel europäischer Politkorrektheit zu verstecken» oder die Angriffe gegen Enerhodar «einfach zu ignorieren». Nach seiner Darstellung kamen seit Ende April im Stadtgebiet mindestens elf Bewohner bei ukrainischen Angriffen ums Leben.

Enerhodar mit ursprünglich etwa 53'000 Einwohnern liegt in der Nähe des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja. Das Kernkraftwerk gilt als grösster Arbeitgeber der Bewohner der Stadt.

Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein Team der internationalen Atombehörde IAEA ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern. (DPA)

Werbung

12.07.2026

So 04:54

«Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor»

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. «Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor», sagte er der Zeitung «Bild am Sonntag».

Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.

Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen, zeigte sich Klitschko überzeugt. Putin stehe so unter Druck, «dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt», sagte der frühere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen. (DPA)

11.07.2026

Sa 11:44

Ukraine beschiesst 21 russische Öltanker

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere 21 russische Öltanker im Asowschen Meer mit Drohnen attackiert. Neben den Tankern hätten die Drohnen auch vier Schlepper, zwei Trockenfrachter und einen Schwimmbagger getroffen, teilte der Generalstab in Kiew bei Telegram mit. Das Ausmass der Schäden werde noch geprüft, heisst es. Es wäre die zahlenmässige grösste Attacke einer schon seit Tagen laufenden Angriffswelle.

Russland hatte zuvor deutlich geringere Angaben zu dem Beschuss gemacht. So schrieb der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, in der Nacht seien vier Schiffe auf See angegriffen worden. «Ein Mensch wurde getötet, der Matrose auf einem technischen Schiff», teilte er auf Telegram mit. Seinen Angaben nach sind die Schäden an Bord – unter anderem bei einem Tanker, der hochentzündlichen Methanol geladen habe – gering. Es bestehe keine Gefahr, dass die Fracht auslaufe.

Unabhängig lassen sich die Angaben beider Kriegsparteien nicht überprüfen. (DPA)

11.07.2026

Sa 04:26

Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens zehn Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte der Katastrophenschutz mit.

Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden. (DPA)

Werbung

Das 20-Minuten-Newsdesk-Team liefert dir 24/7 aktuelle Nachrichten, Ereignisse, Bilder, Hintergrundstorys und Videos aus der Schweiz und der Welt.

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert