SP-Nationalrat Eric Nussbaumer tritt Ende April zurück

Livetickeraktualisiert am Donnerstag, 26. Februar, 2026

Bundesbern-Ticker
SP-Urgestein: Eric Nussbaumer tritt Ende April zurück

Auch zwischen den Sessionen werden in Bundesbern wichtige Entscheide getroffen. Hier halten wir dich auf dem Laufenden.

Darum gehts

  • Auch ausserhalb der Sessionen läuft in Bundesbern so einiges.
  • National- und Ständeratskommissionen bereiten Geschäfte vor und fällen wichtige Vorentscheide.
  • Der Bundesrat trifft sich wöchentlich zur Regierungssitzung.

Deine Meinung zählt

26.02.2026

Do 10:22

SP-Urgestein: Eric Nussbaumer tritt zurück

Eric Nussbaumer (SP/BL) ist seit 18 Jahren Nationalrat. Nun tritt er zurück, wie er gegenüber CH Media sagt. Der Schritt erfolgt per Ende April dieses Jahres. Die kommende Woche beginnende Frühjahrssession wird somit seine letzte sein. Für ihn nachrücken wird Landrätin Miriam Locher.
Eric Nussbaumer und Magdalena Martullo-Blocher im Streitgespräch bei 20 Minuten über die neuen EU-Verträge.
Eric Nussbaumer und Magdalena Martullo-Blocher im Streitgespräch bei 20 Minuten über die neuen EU-Verträge.20min/Matthias Spicher
Der 65-Jährige gilt als «EU-Turbo» unter der Bundeshauskuppel. Er präsidiert etwa auch die «europäische Bewegung Schweiz». Daneben gilt er als versierter Energiepolitiker. Vorletztes Jahr präsidierte er zudem den Nationalrat und war damit formell der höchste Schweizer.
Nussbaumer gilt als lebensfroh. In den Gängen des Bundeshauses oder bei Anlässen erscheint er meist in bester Laune. Mit dem Rücktritt hat Nussbaumer nun mehr Zeit für seine sieben Enkel.

25.02.2026

Mi 12:08

Bundesrat hat sich zu neuen US-Zollregeln geäussert

Der Bundesrat hat sich am Mittwoch mit den neu geltenden US-Zollregeln befasst. Die bisherigen gesetzlichen Grundlagen für die US-Zölle hat der Oberste Gerichtshof in den USA am vergangenen Freitag kassiert.
Die danach von Donald Trump auf einer anderen gesetzlichen Grundlage angekündigten Zusatzzölle würden «nicht zusätzlich zu den bisherigen länderspezifischen Zusatzzöllen angewendet, sondern ersetzen diese für eine Periode von 150 Tagen», stellt die Schweizer Regierung klar.
Die Verhandlungen über ein verbindliches Zollabkommen mit den USA gehen derweil weiter. Der Bundesrat schreibt wörtlich: «Gemäss gültigem Verhandlungsmandat bleibt das Ziel der laufenden Verhandlungen, für die Schweizer Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen auf dem US-Markt sicherzustellen und diese nach Möglichkeit zu verbessern.»

25.02.2026

Mi 11:39

Bundesrat: Ohrfeigenverbot gilt ab dem 1. Juli

Der Bundesrat hat heute entschieden, dass der gesetzliche Grundsatz zur gewaltfreien Erziehung ab dem 1. Juli gilt.
Der als «Ohrfeigenverbot» bekannte Gesetzesartikel ist nun im Zivilgesetzbuch. «Gewalt gegenüber Kindern in der elterlichen Erziehung ist bereits nach geltendem Recht verboten», schreibt der Bundesrat. Die neue Regelung habe einen «Leitbildcharakter». Es sei ein klares Signal an die Gesellschaft: «Gewalt in der Erziehung, namentlich körperliche Bestrafungen und andere Formen erniedrigender Behandlung von Kindern, werden nicht toleriert.»

25.02.2026

Mi 11:33

Inklusionsinitiative: Nun ist das Parlament am Zug

Die Inklusionsinitiative fordert «echte» Inklusion für Menschen mit Behinderung. Der Bundesrat lehnt die Initiative zwar ab, hat aber einen Gegenvorschlag ausgearbeitet, der nun ans Parlament geht.

«Der Gegenvorschlag enthält wichtige Ansätze. Entscheidend ist jetzt, dass daraus verbindliche Verbesserungen entstehen – für echte Selbstbestimmung und Teilhabe», sagt SP-Nationalrat Islam Alijaj.

25.02.2026

Mi 11:05

Bundesrat überweist Mercosur-Abkommen an Parlament

Der Bundesrat hat  die Botschaft zum Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Mercosur zur Beratung ans Parlament überwiesen.
Das Abkommen mit mehreren südamerikanischen Ländern umfasst unter anderem auch Kontingente für Fleischimporte. In der EU hatte das vor wenigen Wochen zu Bauernprotesten geführt.

25.02.2026

Mi 10:33

Beschleunigungserlass tritt in Kraft

Der Bundesrat setzt den sogenannten Beschleunigungserlass per 1. April in Kraft.
Das vom Parlament beschlossene Gesetzespaket soll den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen, indem zum Beispiel die Kantone nur noch ein einziges, konzentriertes Plangenehmigungsverfahren durchführen und auch nur einmal gegen das Projekt geklagt werden kann.

24.02.2026

Di 17:11

Kommission will Löhne von Energie-CEOs auf BR-Lohn deckeln

Die Nationalratskommission für Umwelt, Raumplanung und Energie will die Löhne der CEOs von Energieunternehmen deckeln. Dies wurde am Dienstag mit 17 zu 4 Stimmen bei vier Enthaltungen beschlossen.

Eingebracht wurde die Initiative von SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann. Er argumentiert, dass sich die Axpo-Chefs zuletzt Rekordboni auszahlen liessen, obwohl das Unternehmen noch 2022 mit einem milliardenschweren staatlichen Rettungsschirm gestützt werden musste. So erhielt der Axpo-CEO fürs Geschäftsjahr 23/24 total 1,8 Millionen Franken Lohn, während das CEO-Salär bei der BKW schon 2022 bei über 2 Millionen Franken lag.

Eingebracht wurde die Initiative von SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann.
Eingebracht wurde die Initiative von SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann.20min/Matthias Spicher

Die Unternehmen begründen die Entlöhnungen damit, dass die Cheflöhne von «vergleichbaren Industriekonzernen» ähnlich hoch liegen – diese Argumentation greift aus Sicht des SVP-Politikers nicht, da die Firmen staatlich beherrscht sind und notfalls vom Bund unterstützt werden: «Das unternehmerische Risiko liegt also beim Steuerzahler, nicht bei den Staatsunternehmen und schon gar nicht bei deren Organen», schreibt er.

Sein Vorschlag: Die Löhne der Energie-CEOs dürfen jene der Bundesrätinnen und Bundesräte nicht übersteigen. Damit würden die Saläre faktisch bei 478'166 Franken gedeckelt. Die Kommission erachtet die bislang ausgezahlten Boni nicht als angemessen und hat die Initiative dementsprechend angenommen. Als nächstes entscheidet die zuständige Kommission im Ständerat über die Vorlage. (bho)

20.02.2026

Fr 14:39

Entlastungspaket 27: Nationalrat will mehr sparen als Ständerat

Die Finanzkommission hat am Freitag Karin Keller-Sutters Sparpaket fertig beraten. Den Entscheiden ging eine fünftägige Monsterdebatte mit 166 Änderungsanträgen hinter verschlossenen Türen voran, sagten Kommissionspräsident Jacques Nicolet (SVP/VD) und Kommissions-Vizepräsident Simon Stadler (Mitte/UR) vor den Medien.

Mit dem sogenannten «Entlastungspaket 27» wollte der Bundesrat ab 2028 rund drei Milliarden Franken pro Jahr einsparen. Der Ständerat hatte das Paket im Dezember aber um rund einen Drittel zusammengekürzt.

Der Nationalrat hat heute eine Variante vorgelegt, die etwas mehr einspart als der Ständerat. Zum Beispiel wollen die Nationalräte im Jahr 2029 rund 71 Millionen Franken mehr einsparen als die kleine Kammer – aber immer noch 988 Millionen weniger als der Bundesrat.

Stadler scherzte an der Medienkonferenz, dass er rund um die Debatte zeitweise das Gefühl hatte, dass Finanzpolitiker die beliebtesten Politiker des Landes seien. Er hätte jedenfalls noch nie so viele Briefe erhalten wie vor dieser Debatte. «Der Inhalt war aber eigentlich immer gleich: Sparen ist gut, aber bitte nicht bei uns.»

Das Sparpaket ist nun bereit für die Frühjahrssession, die im März beginnt.

20.02.2026

Fr 11:50

Ständeräte wollen für 13. Rente auch Lohnbeiträge erhöhen

Ende Jahr wird erstmals eine 13. AHV ausbezahlt. Nach dem Volksentscheid dazu ist aber nach wie vor unklar, wie genau diese finanziert werden soll. Am Freitag hat die zuständige Sozialkommission (SGK) des Ständerats nun ihren Vorschlag dargelegt.
Während Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die Mehrwertsteuer um 0,7 Prozent erhöhen möchte und der Nationalrat dies – befristet bis 2030 befürwortet – plädieren die Ständeräte «nur» auf eine Erhöhung um 0,4 Prozent. Dafür sollen aber auch die Lohnbeiträge um 0,3 Prozent erhöht werden.
Zuständig für due Finanzierung der 13. AHV-Rente ist Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider (SP).
Zuständig für due Finanzierung der 13. AHV-Rente ist Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider (SP).Dres Hubacher
Aus Sicht der Kommission gewährleistet nur eine kombinierte Lösung aus einer Erhöhung der Lohnbeiträge und der MWST eine «ausgewogene und solidarische Finanzierung», teilt diese mit.
Nicht gut an kommt dies bei mehreren Jungparteien. «Die 13. AHV-Rente wurde bei den über 60-Jährigen deutlich angenommen, während die unter 40-Jährigen mehrheitlich dagegen stimmten», ärgert sich die JGLP. «Die SGK mit einem Durchschnittsalter von 57 Jahren beschliesst nun eine Finanzierung, die in erster Linie die junge und erwerbstätige Generation belastet», ist für diese klar.

18.02.2026

Mi 13:07

Ständeräte wollen goldene Fallschirmen verbieten

Mit Abgangsentschädigungen, sogenannten «Goldenen Fallschirmen», soll für Bundesbeamte Schluss sein. Die zuständige Staatspolitische Kommission des Ständerats hat entschieden, das Bundespersonalrecht entsprechend anzupassen.
Der Entscheid fiel mit 10 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung deutlich und geht auf einen Vorstoss des ehemaligen Ständerats und «Abzocker-Schrecks» Thomas Minder zurück. Vom Verbot ausgenommen sein sollen unverschuldete Kündigungen, die etwa aufgrund einer Reorganisation erfolgen.
Zuletzt gaben unter anderem die Abgangsentschädigungen von Fedpol-Chefinv Nicoletta della Valle oder Zoll-Boss Christian Bock zu reden. Beide erhielten nach dem Abgang über 300’000 Franken.

11.02.2026

Mi 15:11

Bundesrat beschliesst Reform der Invalidenversicherung

An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat die Leitlinien für die nächste Reform der Invalidenversicherung (IV) beschlossen. So soll unter anderem eine neue Integrationsleistung eingeführt werden: Diese richtet sich an Versicherte zwischen 18 und 25 Jahren, die über ein Integrationspotenzial verfügen, aber gesundheitlich noch nicht in der Lage sind, an Massnahmen zur beruflichen Eingliederung teilzunehmen.
Hierbei gehe es darum, den vorzeitigen Eintritt ins Rentensystem zu vermeiden und stattdessen ihre Autonomie langfristig zu stärken. Dafür soll es eine Geldleistung sowie eine individuelle Begleitung für die jungen Betroffenen geben.
Weiter soll der Zugang zu IV-finanzierten Aus- und Weiterbildungen verbessert werden. «Die Anpassungen sollen die Gleichbehandlung gewährleisten, die Versicherten besser auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes vorbereiten und ihre Chancen auf eine dauerhafte Eingliederung erhöhen», so der Bundesrat.
0,2 Lohnprozente zusätzlich für die IV?
Die IV ist heute strukturell defizitär und die finanzielle Lage verschlechtert sich weiter, schreibt die Regierung. Es müssten «alle möglichen Massnahmen» getroffen werden, damit keine Zusatzfinanzierung für die IV notwendig wird. Genügt dies nicht, sollen die Lohnbeiträge um bis zu 0,2 Prozentpunkte erhöht werden, schlägt der Bundesrat vor.
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) von Elisabeth Baume-Schneider (SP) wurde beauftragt, Massnahmen zu prüfen, um kurzfristig die für die Finanzierung der laufenden Ausgaben nötigen flüssigen Mittel sicherzustellen – falls sich die finanzielle Lage der Versicherung schneller als erwartet verschlechtern sollte.

11.02.2026

Mi 14:57

EU‑Verträge: Bundesrat sagt Ja zu Kündigungsschutz light für Gewerkschafter

Der Bundesrat will gewerkschaftlich aktive Arbeitnehmende besser gegen Kündigungen schützen. Das hat er am Mittwoch entschieden.

Die sogenannte «Massnahme 14» ist der umstrittenste Teil des Arbeitnehmer- und Arbeitgeberdeals im Zusammenhang mit den neuen bilateralen EU-Verträgen. Die Arbeitgeber lehnten den ausgebauten Kündigungsschutz stets ab, die Gewerkschaften haben ihre Zustimmung zum Gesamtpaket stets von dieser Massnahme abhängig gemacht.

Der Bundesrat schlägt nun eine Art Kündigungsschutz light vor. Konkret soll im Falle einer Kündigungsabsicht, «die Pflicht zur Durchführung einer Aussprache zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin» eingeführt werden. «Ziel dieser Aussprache ist die Suche nach einer Lösung, wie sich die Kündigung vermeiden lässt». Beispielsweise könnte der Arbeitgeber eine vergleichbare Arbeitsstelle anbieten, so der Bundesrat.

Die «Massnahme 14» betreffe «gewählte Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter, Mitglieder eines paritätischen Organs einer Personalvorsorgeeinrichtung sowie Mitglieder nationaler Branchenvorstände, die im Rahmen eines allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrages tätig sind» und gilt nur für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden, teilt die Regierung mit.

Der Gewerkschaftsbund spricht von einer «Minimallösung». Positiv sei aber, «dass damit die Arbeit der Personalvertretungen erleichtert und der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen verbessert wird».

11.02.2026

Mi 12:22

Bund liefert Not-Generatoren an die Ukraine

Die ukrainische Stromversorgung wurde in den letzten Wochen heftig von russischen Luftangriffen getroffen. Der Bundesrat hat nun entschieden, zu helfen.

Die Eidgenossenschaft will 18 mit Gas betriebene Notgeneratoren und bis zu 80 Dieselgeneratoren liefern. Die Geräte sollen dem ukrainischen Entwicklungsministerium und dem Zivilschutz übergeben werden.

Die Lieferung soll so «schnellstmöglich» erfolgen. Die Kosten werden maximal 32 Millionen Franken betragen, teilt die Regierung mit.

11.02.2026

Mi 10:51

Jetzt ist klar, worüber wir im Sommer abstimmen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung am Mittwoch entschieden, welche Vorlagen er im Sommer zur Abstimmung bringen möchte.
Einerseits stimmt die Schweiz demnach am 14. Juni über die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» ab. Das Anliegen will in der Bundesverfassung verankern, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz zehn Millionen Menschen vor dem Jahr 2050 nicht überschreiten darf.
Als Zweites wird die Stimmbevölkerung über eine Änderung im Zivildienstgesetz entscheiden. Das Parlament entschied vergangenes Jahr, dass unter anderem der Zugang zum Zivildienst erschwert werden soll – damit mehr Menschen den Militärdienst absolvieren. Eine Allianz aus Jungen Grünen, der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (Gsoa) und Civiva, dem Schweizerischen Zivildienstverband, ergriff das Referendum – weshalb nun das Volk das letzte Wort hat.

28.01.2026

Mi 11:27

Bis zu 5000 Schweizer Soldaten für Schutz von G7-Gipfel in Frankreich

Der Bundesrat beantragt dem Parlament den Einsatz von «nötigenfalls» über 2000 bis maximal 5000 Soldatinnen und Soldaten zum Schutz des G-7-Gipfels im französischen Évian im Juni dieses Jahres.
«Der hohe Bestand an Armeeangehörigen, die aufgeboten werden können, erklärt sich durch das umfangreiche Sicherheitsdispositiv, die Komplexität der Region und die wahrzunehmenden Aufträge», so der Bundesrat. Die Armee werde am Boden, auf dem See und im Luftraum eingesetzt und erbringe ihre Leistungen in Koordination mit der französischen Armee, die ihrerseits die französischen Ordnungskräfte unterstütze.
Ein Grund für den grossen Einsatz des Bundes ist auch, dass die meisten Teilnehmenden des Gipfels in Frankreich, über den Flughafen Genf anreisen werden.
Gemäss der bundesrätlichen Botschaft verursacht der Einsatz «nur marginale Zusatzkosten» für das VBS. Dies, weil die meisten Armeeangehörigen ohnehin einen Wiederholungskurs zu leisten haben und diesen nun halt beim Schutz der mächtigen Politiker verbringen.
Trotzdem führt der Bundesrat mit Frankreich Verhandlungen, ob und in welchem Umfang sich der französische Staat an den Kosten beteiligt. Der Armeeeinsatz muss vom Parlament noch bewilligt werden, dieses wird sich voraussichtlich in der Frühjahrssession im März damit befassen.

28.01.2026

Mi 10:09

Bundesrat verabschiedet Aktionsplan gegen «Hate Crimes» gegenüber LGBTIQ-Personen

Der Bundesrat hat am Mittwoch erstmalig einen Aktionsplan gegen «Hate Crimes» gegenüber LGBTIQ-Personen verabschiedet.
Der Plan umfasst 12 Massnahmen. « abei handelt es sich einerseits um pragmatische und kurz- bis mittelfristig umsetzbare Massnahmen, wie die Durchführung einer Weiterbildungsveranstaltung zum Umgang mit LGBTIQ-Personen, die Opfer von Gewalt geworden sind, die Aktualisierung der bestehenden Unterlagen zum Thema LGBTIQ im Sport und eine verstärkte Sichtbarkeit», so die Regierung.
Zum anderen ziele der Plan darauf ab, «den Schutz und die Gleichstellung von LGBTIQ-Personen dauerhaft in der institutionellen und gesellschaftlichen Praxis zu verankern, insbesondere durch einen verbesserten Zugang zu Notunterkünften und Hilfsstrukturen für gewaltbetroffene Personen, Massnahmen zur Prävention von Gewalt im Sport oder auch die landesweite Einführung eines Meldetools für Gewalt und Hate Crimes».
Für die Umsetzung zuständig ist das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann.

28.01.2026

Mi 09:30

Nach Unterschriftenskandal: Bund führt Hausdurchsuchungen durch

Am Dienstag haben die Bundesanwaltschaft (BA) und das Bundesamt für Polizei fedpol mehrere Hausdurchsuchungen bei Sammelfirmen in der West- und Deutschschweiz durchgeführt. Das teilte der Bund am Mittwoch mit.

Die Durchsuchungen hätten in den «Räumlichkeiten mehrerer Organisationen» stattgefunden, die gegen Bezahlung Unterschriften sammeln. Zudem seien mehrere Personen im Auftrag der BA von fedpol als Auskunftspersonen befragt worden.

Wahlbetrug: 30'000 mögliche Fälschungen sind gemeldet worden

Hintergrund sind vermehrte Unterschriftenfälschungen. Betroffen seien bis zu 30'000 Unterschriften, bei denen Verdacht auf Fälschung bestehe – bis zu 20 Initiativen seien betroffen.

Die Verfahren laufe nun gegen verschiedene natürliche Personen und gegen unbekannt, wird erklärt. In diesem Zusammenhang habe die Bundesanwaltschaft und fedpol bereits in den letzten Jahren Durchsuchungen und Vernehmungen durchgeführt.

Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

27.01.2026

Di 16:36

Keine Nennung von Staatsangehörigkeit in Polizeimeldungen

Die Rechtskommission des Ständerats lehnt eine Pflicht zur Nennung Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit in Polizeimeldungen ab – allerdings hauchdünn. Nämlich mit sechs zu sechs Stimmen und mit Stichentscheid des Kommissionspräsidenten Andrea Caroni (FDP/AR).
Zur Begründung heisst es: «Die Kommission ist der Ansicht, dass es nicht angezeigt ist, den Strafverfolgungsbehörden vorzugeben, welche Angaben zu Verdächtigen sie zwingend kommunizieren werden.» Dass diese Angaben später aber in der polizeilichen Kriminalstatistik sowie die Strafurteilsstatistik des Bundesamts für Statistik enthalten seien, begrüsse sie aber.

27.01.2026

Di 16:30

Nationalräte: Dem Gänsesäger soll es an den Kragen gehen

Der Gänsesäger ist ein fischfressender Entenvogel. Nach dem Ständera hat nun auch die zuständige Nationalratskommission einem – begrenzten – Abschuss des Vogels zugestimmt. Der Entscheid fiel mit 16 zu neun Stimmen.
Die Kommission begründet den Entscheid so: «Damit die gefährdeten Fischbestände in der Schweiz erhalten werden können, soll mit der Vorlage die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, um den fischfressenden Gänsesäger gezielt zu regulieren.»
Das Anliegen wurde in Form einer parlamentarischen Initiative eingereicht. Nun wird ein konkreter Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der dann eine Vernehmlassung durchläuft und von den Räten beschlossen werden muss.
Der heutige Entscheid war eigentlich schon auf letzten Herbst traktandiert, wie 20 Minuten berichtete – aus zeitlichen Gründen wurde er aber um ein Quartal verschoben.

26.01.2026

Mo 16:16

FDP-Nationalrat Simon Michel behält seine Immunität

Nach ihrer Schwesterkommission hat nun auch die Rechtskommission des Ständerats (RK-S) beschlossen, die Immunität von FDP-Nationalrat Simon Michel nicht aufzuheben. Der Entscheid ist damit endgültig.
Der Antrag stammt von der Solothurner Staatsanwaltschaft. Diese ermittelt, weil Michel vorgeworfen wird, dem öffentlichen Ansehen sowie der persönlichen und beruflichen Ehre des Anzeigeerstatters geschadet zu haben. So habe der FDP-Nationalrat diesen auf Linkedin wiederholt als von einer international renommierten Kapitalanlagegesellschaft bezahlten «Troll» bezeichnet.
Die RK-S erachtet Michels Aussagen als «nicht schwerwiegend genug», um seine Immunität aufzuheben, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.

26.01.2026

Mo 14:16

Breites Komitee fordert besseren Schutz syrischer Kurden

Ein Komitee mit Vertretern von SP, Grünen und der Mitte bis zur EDU fordert einen besseren Schutz der Kurden – und anderer Minderheiten in Syrien. Anlass sind die Kämpfe der letzten Tage zwischen der neuen syrischen Regierung und kurdischen Kämpfern im Gebiet Rojava.
Der Bund müsse mehr tun, um Kurden in Syrien zu schützen, fordert ein überparteiliches Komitee.
Der Bund müsse mehr tun, um Kurden in Syrien zu schützen, fordert ein überparteiliches Komitee.20min/Stefan Lanz
Es bestehe unter anderem die akute Gefahr, dass IS-Kämpfer, die sich in kurdisch kontrollierten Gefängnissen befinden, fliehen könnten, was eine Gefahr für die ganze Region sei.
«Die anhaltende Eskalation in Syrien führt zu unermesslichem menschlichen Leid und stellt eine Gefahr für die Sicherheit Europas und damit auch der Schweiz dar», so die Mitglieder des Komitees.
Vom Bundesrat fordern sie, «sämtliche im Rahmen der Neutralität verfügbaren aussenpolitischen Instrumente zu nutzen, um den Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten in Syrien zu gewährleisten und auf eine Deeskalation durch ein Ende der Angriffe auf Nord- und Ostsyrien hinzuwirken».

14.01.2026

Mi 12:38

Zollstreit mit den USA: Verhandlungsmandat des Bundesrats steht

Die Verhandlungen über den Zolldeal mit den USA gehen in eine neue Runde: Am Mittwoch hat der Bundesrat das Verhandlungsmandat verabschiedet. Zuvor durften sich Kantone und die aussenpolitischen Kommissionen von National- und Ständerat dazu äussern. Den Entwurf aus dem Dezember wurde daraufhin «geringfügig präzisiert», erklärt der Bundesrat.

09.01.2026

Fr 16:36

Nationalräte wollen Waffen-Entzug bei Trennungen und häuslicher Gewalt

Die ersten Kommissionsmeldungen des Jahres 2026 sind da, wobei die Bekämpfung häuslicher Gewalt erneut Thema ist. Zuletzt sorgten Kürzungen diesbezüglich für hitzige Debatten während der Wintersession.
Konkret geht es um weitere Massnahmen zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Mit 16 zu 9 Stimmen befürworteten Nationalräte der Kommissionen für Rechtsfragen einen Vorstoss, der bei «konfliktbehafteten Trennungen» oder bei einer Anzeige wegen häuslicher Gewalt einen temporären Entzug von Schusswaffen fordert.
Die Nationalrätinnen und Nationalräte stützten ihren Entscheid dabei auf eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik zu den Tötungsdelikten in der Schweiz in den Jahren 2019–2025. Diese hielt fest, dass Schusswaffentötungen in Partnerschaften «in akuten Krisensituationen vorkommen», in denen eine Waffe unmittelbar verfügbar sei.

19.12.2025

Fr 11:18

Bundesrat kürzt Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit

Das Parlament hat entschieden, dass der Bund seine Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit kürzen muss. Jährlich sollen von 2026 bis 2029 rund sechs Millionen Franken eingespart werden. An seiner letzten Sitzung hat der Bundesrat nun festgelegt, wie das passieren soll.
2026 werden die Kürzungen proportional auf die Departemente und die Bundeskanzlei sowie die Behörden und Gerichte verteilt, teilt er mit. Für die Jahre danach muss das Finanzdepartement von Karin Keller-Sutter (FDP) bis im Mai ein Umsetzungskonzept vorlegen. Konkreter wird die Landesregierung noch nicht.
Für Schlagzeilen sorgte in den letzten Monaten vor allem die PR-Abteilung des VBS, welche unter der zurückgetretenen Viola Amherd auf rund 100 Stellen angewachsen ist. Insgesamt beschäftigt der Bund aktuell 427 Personen, welche für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind. Darunter fallen unter anderem die Mediensprecher der Bundesämter.

Das 20-Minuten-Politik-Team liefert dir 24/7 aktuelle Nachrichten, Ereignisse, Bilder, Hintergrundstorys, Abstimmungsresultate und Videos aus der Schweiz und der Welt.

44234
5766
16786
Merken
5766 Kommentare