NahostSagt «Time»-Magazin das Schicksal Khameneis voraus?
Wenn du als Staatsführer aus dem Nahen Osten auf dem Times-Cover landest, ist das kein gutes Omen für deine Karriere. Nun ist auch Irans Führer Ayatollah Ali Khamenei auf der Titelseite abgebildet.
Darum gehts
- Das «Time»-Magazin zeigt Ayatollah Ali Khamenei auf dem Cover mit einem unvollständigen Gesicht.
- Frühere Titelbilder von Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi zeigten ähnliche Muster vor ihrem Tod.
- Es wird spekuliert, ob das Magazin das Ende des Israel-Iran-Konflikts voraussagen könnte.
«Sagt uns das Time-Magazin das Ende des Israel-Iran-Krieges voraus?», spekuliert eine Tiktokerin. Sie verweist auf ein wiederkehrendes Muster: Das «Time»-Magazin hatte in der Vergangenheit immer wieder politische Führer auf dem Cover, die danach das Zeitliche segneten.
Zwei auffällige Beispiele: Der ehemalige irakische Staatspräsident Saddam Hussein war 2003 auf einem Cover zu sehen, sein Gesicht wurde dabei mit weisser Farbe übermalt. Drei Jahre später wurde er hingerichtet. Auch Libyens ehemaliger Machthaber Muammar al-Gaddafi erschien im September 2011 auf dem Cover mit dem Titel «The World After Gaddafi». Nur einen Monat später wurde er getötet.
Nun ist der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, auf dem aktuellen Cover des «Time»-Magazins zu sehen. Auch hier ist sein Gesicht nicht vollständig abgebildet: Es wirkt wie ein abgerissenes Plakat. Das wirft die Frage auf: Was hält die Zukunft für Khamenei bereit?
Ein Bericht der «New York Times» liefert bereits Hinweise auf Khameneis Zukunftsperspektiven. Die Zeitung beruft sich auf iranische Regierungsvertreter und berichtet, dass Khamenei drei potenzielle Nachfolger bestimmt habe – für den Fall, dass er einem Anschlag zum Opfer fällt. Wer diese Nachfolger sind, bleibt bisher unklar.
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Alessia Rambaldi (ram) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Nach einem Praktikum im Ressort Bern wechselte sie im Mai 2025 an den Newsdesk.
