Gesichtsmasken für Kinder: Shay Mitchell lanciert neue Beautymarke

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Harsche Kritik«Deprimierend»: Shay Mitchell lanciert Kosmetik für Dreijährige

Schauspielerin Shay Mitchell lanciert eine Hautpflege-Linie für Kinder ab drei Jahren. Das kommt bei Eltern auf Social Media gar nicht gut an.

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Sephora-Kids räumen heute bereits die Regale in Kosmetikshops leer, obwohl Dermatologen vor den Folgen von Retinol auf junger Haut warnen und den Trend stark kritisieren. Trotzdem will jetzt auch «Pretty Little Liars»-Star Shay Mitchell Kosmetikprodukte für Kleinkinder verkaufen.

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Die 38-Jährige lanciert die Kosmetikmarke Rini, die sich an Kinder ab drei Jahren richtet und unter anderem befeuchtende und beruhigende Gesichtsmasken verkauft. Laut Mitchell und ihren beiden Co-Gründern, einer davon ihr Partner Matte Babel, haben sie Rini gegründet, weil sie Produkte verkaufen wollen, die «sanft und vertrauenswürdig» sind.

«Das ist so verdammt deprimierend»

Die ersten Reaktionen auf die Beautyprodukte sind vernichtend: «Wie sollen die Kinder sonst zu braven kleinen Konsumentinnen und Konsumenten von unnötigem, verschwenderischem Kram heranwachsen, wenn wir nicht früh damit anfangen!?», regt sich eine Userin bei Instagram auf.

Andere Nutzer bezeichnen die Idee von Gesichtsmasken für Kleinkinder als dystopisch und weltfremd. Eine «entspannende Gesichtsmaske» sorgt für Kopfschütteln: «Wovon muss sich denn eine Dreijährige entspannen? Vom Spielen vielleicht?», schreibt jemand. In zahlreichen Tiktoks werden die Produkte harsch kritisiert.

«Kinder brauchen keine Skincare», ist in zahlreichen Social-Media-Kommentaren zu lesen. «Das ist so schräg!», schreibt eine Mutter unter einem Instagram-Post, in dem die Produkte vorgestellt werden: «Kinder sollten sich wirklich keine Gedanken über Gesichtsmasken machen.» Und jemand anderes meint: «Das ist so verdammt deprimierend. Kinder haben jetzt schon genug unter unseren absurden Schönheitsidealen zu leiden.»

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Laut Mitchell sind die Produkte von ihren eigenen Töchtern Atlas und Rome inspiriert und von «ihrer Neugierde, alles nachzumachen, was Mami macht». Sie erklärt auch, es gehe nicht um Schönheit, sondern um Selfcare: «Es geht darum, unseren Kindern zu zeigen, dass es Spass machen kann, sich um sich selbst zu kümmern», so die 38-Jährige in einem Instagram-Post.

«Kinder brauchen keine komplizierten Produkte»

Die Gesichtsmasken bestehen aus hundert Prozent Baumwolle und beinhalten unter anderem Vitamin E, Aloe Vera, Kamille, Rotalgen und B12. Und während keiner dieser Inhaltsstoffe schädlich ist, sind sie für Kinderhaut auch einfach nicht nötig, wie Dermatologin Fatima Fahs gegenüber dem Magazin «Today» erklärt. So sei Kinderhaut normalerweise sowieso sehr gesund und brauche eigentlich nichts – ausser Seife, vielleicht Feuchtigkeitscreme und Sonnenschutz, wie Dermatologe Danny Guo in einem Tiktok-Video sagt.

Umstrittener Inhaltsstoff: Mica

In einigen der von Rini angebotenen Produkte ist das natürlich vorkommende Mineral Mica enthalten. Es wird in der Kosmetikindustrie häufig verwendet, sorgt aber auch bei Autolacken für einen schönen Glanz. Mica ist umstritten, da ein grosser Teil des gehandelten Micas aus illegalen Minen in Indien und Madagaskar stammt. Da aus diesen Regionen auch häufig von Kinderarbeit berichtet wird, besteht die Befürchtung, dass das Mica von Kindern abgebaut wird.

Laut Fahs sollten Kinder frühestens ab der Pubertät mit der Hautpflege beginnen, davor sei das nicht nötig – und könnte einen schlechten Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben: «Wenn wir bereits so früh die Botschaft verbreiten, dass die Haut von Kindern ‹repariert› werden muss, dann heben wir damit mögliche Makel in sehr jungem Alter hervor. Das ist dann nicht Selbstfürsorge. Sondern es unterstützt die Vorstellung, dass ihre Haut von sich aus nicht perfekt ist.» Shay Mitchell hat sich bisher noch nicht zur Kontroverse um ihre Beautymarke geäussert.

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Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

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