NepalRekordansturm: Bilder zeigen Stau am Mount Everest
Noch nie wurden so viele Kletterer am Mount Everest zugelassen wie in diesem Jahr. Jetzt, wo die Wetterbedingungen besser werden, kommt es zu ersten Staus.
Darum gehts
- Staus an jedem Punkt des Mount Everest gefährden in dieser Saison das Leben der Kletterer.
- Grund ist die Rekordzahl von 492 vergebenen Zulassungen für Bergsteiger aus 55 Ländern.
- Zwei Todesfälle wurden bereits verzeichnet, darunter der 21-jährige Phura Gyaljen Sherpa, der in der Lhotse-Flanke in eine Spalte stürzte.
Die ersten Gruppen erreichten am Sonntag den Gipfel des Mount Everest. Kami Rita Sherpa (56) schaffte es zum 32. Mal auf den Everest-Gipfel, Lakpa Sherpa (52) war zum 11. Mal ganz oben. In ihrer Heimat wird sie auch «Königin der Berge» genannt. Kein Mensch hat mehr Everest-Besteigungen geschafft als der 56-jährige Kami Rita Sherpa. Im Jahr 1994 stand er im Alter von 24 Jahren zum ersten Mal auf dem Everest.
Die Klettersaison am Mount Everest hat sich wegen eines riesigen Eisblocks im Khumbu-Eisbruch verzögert. Bis Anfang Mai wurden 492 Zulassungen für Kletterer aus 55 Ländern ausgegeben, was einem Rekordwert entspricht.
Staus werden zum Problem
Ein Video, das vor wenigen Tagen in den sozialen Medien geteilt wurde, zeigt den grossen Andrang mitten in der Nacht in der Nähe von Camp 3, das ungefähr auf 8300 Metern liegt. Ab 8000 Metern beginnt die sogenannte Todeszone. Je länger ein Mensch dort bleibt, desto geringer sind seine Überlebenschancen.
Todesfälle seit Jahresbeginn
Hunderte Abenteuerlustige befinden sich weiterhin auf dem Weg nach oben. Sie nehmen sich jeweils ein Lager pro Tag vor. Gemäss «Explorersweb» stellen Staus an jedem Punkt des Berges ein Problem dar. «Alle folgen derselben Route und sichern sich an denselben Fixseilen. Dazu gehören nicht nur die Bergsteiger selbst, sondern auch schwer beladene Träger.»
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
