27.08.2026
Do 11:49
«Rettung von Menschen hat oberste Priorität»
«Es ist ein Rennen gegen die Zeit», erklärt Pascal Morf, Leiter der Abteilung Not- und Katastrophenhilfe beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Sobald man von der Sturzflut erfuhr, habe man mit der Arbeit begonnen.
«Im Moment hat die Rettung von Menschen oberste Priorität», erklärt Morf. Parallel dazu würden Trinkwasser, Notunterkünfte, Decken, Matratzen und Lebensmittel bereitgestellt. Auch psychologische Nothilfe sowie die Suche nach Vermissten und die allfällige Wiedervereinigung von Familien spielten eine wichtige Rolle.

Die Hilfe in Nepal erfolge über das bereits gut vernetzte nepalesische Rote Kreuz. Dessen Teams suchten nach Vermissten, retteten Menschen aus den Trümmern und versorgten Verletzte. «Verwüstete Strassen und Überschwemmungen, die den Zugang zu den betroffenen Gebieten erschweren, sind aktuell die grösste Herausforderung.»
Schweizer Einsatzkräfte seien derzeit nicht angefragt. «Aktuell gilt die Phase Gelb. Das bedeutet, dass die Regierung nicht um internationale Hilfe gebeten hat», sagt Morf. Mit Unterstützung des Bundes plant das SRK bisher 500’000 Franken zur Verfügung zu stellen. Diese Geldspenden fliessen in ein gemeinsames Hilfsprojekt des SRK und des nepalesischen Roten Kreuzes.
Finanziert werden damit die akute Nothilfe und später der Wiederaufbau. «Geldspenden ermöglichen es uns benötigte Güter wie Schaufeln, Decken oder Planen direkt vor Ort einzukaufen.» Von Sachspenden aus der Schweiz rät Morf ab. Auch spontane Freiwilligeneinsätze könne das SRK nicht organisieren, denn für internationale Einsätze brauche es speziell ausgebildete Fachkräfte.







