Rekordsommer 2026: Die Schweiz erlebt das heisseste Halbjahr seit 160 Jahren

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KlimabulletinEinen Monat mehr Sonnenschein und 44 Prozent weniger Regen

Die letzten Monate waren ein Sommer der Rekorde. Wir erlebten die höchste Durchschnittstemperatur, den geringsten Niederschlag und die meisten Sonnenstunden seit 160 Jahren.

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Darum gehts

  • Das Sommerhalbjahr 2026 war in der Schweiz so warm und trocken wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 160 Jahren.
  • Die Mitteltemperatur von April bis September lag bei 13,9 Grad Celsius – 2,9 Grad über dem Normwert von 1991 bis 2020.
  • Mit nur 430 mm Niederschlag fiel rund 44 Prozent weniger Regen als üblich – das entspricht drei fehlenden Monatsniederschlägen.

Das Sommerhalbjahr 2026 war «aussergewöhnlich», schreibt Meteoschweiz in einem Rückblick auf die letzten paar Monate. Von April bis September war es demnach in der Schweiz so warm und so trocken wie noch nie in den letzten rund 160 Jahren.

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Besonders die Trockenheit sticht heraus. In den sechs Monaten fiel nur 430 Millimeter Regen. Das sind 56 Prozent, also etwas mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, gemessen zwischen 1991 und 2020. Das Defizit von rund 340 Millimetern entspricht etwa drei typischen Monatsniederschlägen.

Die Kurve zeigt die Niederschlagsmenge im Verlauf der Jahre.
Die Kurve zeigt die Niederschlagsmenge im Verlauf der Jahre.Meteoschweiz

Klimawandel zur Hälfte für Temperaturanstieg verantwortlich

Im Durchschnitt herrschte in den letzten sechs Monaten eine Temperatur von 13,9 Grad Celsius. Demnach war es das wärmste Sommerhalbjahr seit 1864. Den bisherigen Rekord hielt das Sommerhalbjahr 2018 mit 12,8 Grad. Die diesjährige Mitteltemperatur lag 2,9 Grad Celsius über dem Mittel von 1991 bis 2020.

Die Entwicklung der Sommertemperaturen
Die Entwicklung der SommertemperaturenMeteoschweiz

Laut Meteoschweiz kann die Abweichung von 2,9 Grad zur Hälfte durch das Wetter und zur Hälfte durch die Klimaerwärmung erklärt werden. Das aktuelle Klimamittel seit der Referenzperiode 1991–2020 nahm um 1,4 Grad Celsius zu. Diese Zunahme ist auf den Klimawandel zurückzuführen, so Meteoschweiz. Zudem wich das Halbjahresmittel um 1,5 Grad vom aktuellen Klimamittel ab.

Hast du diesen Sommer anders erlebt als die vorherigen?

Einen ganzen Monat mehr Sonnenschein

Die Sommermonate dieses Jahres waren von Sonnenschein geprägt. Gleichzeitig gab es im September sehr wenig Nebel. Letzteres wurde womöglich durch die trockenen Böden verursacht.

Die Sommer-Sonnenscheindauer in Zürich-Fluntern im Verlauf der Jahre
Die Sommer-Sonnenscheindauer in Zürich-Fluntern im Verlauf der JahreMeteoschweiz
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Meteoschweiz weist darauf hin, dass es keine Daten zur durchschnittlichen Sonnenscheindauer in der gesamten Schweiz gibt, doch die Werte an verschiedenen Messstationen sind hoch. So schien die Sonne zum Beispiel in Zürich-Fluntern und in Genève-Cointrin 30 Prozent länger als in der Referenzperiode. Das sind ungefähr vier Wochen mehr Sonnenschein.

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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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