Bilanz zur Rekrutierung – Anzahl der Frauen in der Schweizer Armee steigt auf ein Rekordhoch

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Bilanz zur RekrutierungAnzahl der Frauen in der Schweizer Armee steigt auf ein Rekordhoch

2021 wurden 22’643 Stellungspflichtige der Armee und weitere 2665 dem Zivilschutz zugeteilt. Die Tauglichkeitsquote betrug 81 Prozent. Zudem vermeldet die Armee einen neuen Rekord bei den Frauen.

Noch nie zuvor sind so viele Rekrutinnen in die Armee eingetreten …
… wie im Jahr 2021.
Insgesamt 546 Frauen ist eine Aufgabe in der Armee zugewiesen worden.
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Noch nie zuvor sind so viele Rekrutinnen in die Armee eingetreten …

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Darum gehts

2021 erhielten laut einer Mitteilung der Armee insgesamt 31'246 Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid. Dabei wurden 22'643 (72,5 Prozent) als militärdiensttauglich, 2665 (8,5 Prozent) als schutzdiensttauglich und 5938 (19 Prozent) als medizinisch untauglich beurteilt. Weitere 1478 Stellungspflichtige wurden aus verschiedenen anderen Gründen zurückgestellt.

Die Tauglichkeitsquote in den einzelnen Kantonen zeigt deutliche Unterschiede.

Die Tauglichkeitsquote in den einzelnen Kantonen zeigt deutliche Unterschiede.

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Die Tauglichkeitsquote für den Militärdienst schwankt in den einzelnen Kantonen zwischen 62,5 (Wallis) und 91,9 Prozent (Obwalden). Trotz Corona-bedingter Anpassungen bei den Aushebungen in den sechs Rekrutierungszentren der Armee konnten laut der Armee alle RS-Starts «genügend alimentiert» werden.

Neuer Rekord bei den Frauen – 258 Risikoerklärungen

Als besonders erfreulich hebt die Armee die Partizipation der Frauen hervor. So kamen 2021 insgesamt 727 Frauen zur Rekrutierung, von denen 676 definitive beurteilt wurden und 546 eine Funktion in der Armee zugewiesen wurde. Damit liegt auch die Tauglichkeitsquote der Frauen bei 81 Prozent. Weitere 122 Frauen wurden dem Zivilschutz und dem Rotkreuzdienst zugewiesen. 98 Frauen wurden für den Einsatz in der Friedensförderung empfohlen. Im Vorjahr hatten sich 56,6 Prozent weniger Frauen für den Militärdienst gemeldet. Die Zahlen von 2021 stellen einen neuen Rekord dar: Noch nie zuvor wurden so viele weibliche Rekrutinnen gemeldet.

 2021 wurden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sämtlicher Stellungspflichtigen 258 Risikoerklärungen erlassen. Mit der Durchführung von Personensicherheitsprüfungen anlässlich der Rekrutierung will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten.

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(trx)

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