«Arena»SP und SVP sind sich einig: UBS-Manager-Löhne sind «birreweich»
Das kommt selten vor: SVP-Matter und SP-Wermuth sind sich in der SRF-«Arena» einig. Die Management-Löhne bei der UBS finden beide definitiv zu hoch.
Bei den Konzernlöhnen sind sich Thomas Matter, Vizepräsident SVP, und SP-Co-Präsident Cédric Wermuth einig: Sie seien bei einigen Konzernen nicht gerechtfertigt.
20min/jad mit Material von SRFDarum gehts
In der SRF-«Arena» am Freitag wurde über Bankenregulierung diskutiert.
SP und SVP kritisieren die hohen Managementlöhne, sind sich aber nicht einig darüber, ob der Staat eingreifen soll.
Grüne verlangen eine Erhöhung der Eigenkapitalquote für Banken.
Ein Vertreter der UBS warnt davor, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnten.
Am 19. März 2023, einem eigentlich so normalen Frühlingssonntag, passiert das Undenkbare: Die einst so stolze Credit Suisse ist am Ende und wird von der UBS geschluckt. Am Freitagabend diskutierten Cédric Wermuth (SP), Thomas Matter (SVP), Franziska Ryser (Grüne) und Markus Ronner, Mitglied der Geschäftsleitung der UBS in der SRF-«Arena» darüber, wie man verhindern könne, dass so etwas nochmals geschieht.
Löhne des UBS-Managements seien «birreweich»
SP-Co-Präsident Wermuth und SVP-Vizepräsident Matter sind sich in einem Punkt ausnahmsweise einig: Die Löhne für das Management der UBS sind zu hoch, finden sie. «Mit solch überrissenen Löhnen von bis zu 15 Millionen Franken, zieht man falsche Leute an, setzt falsche Anreize und sendet falsche Signale», sagt Wermuth. Er fordert einen Lohndeckel für das Management von systemrelevanten Banken wie der UBS.
Auch Matter findet, die Löhne seien «birreweich» und bezeichnet sie als «Managersozialismus». Einen Lohndeckel unterstützt er aber nicht: Der Staat soll nicht in die Löhne in der Privatwirtschaft eingreifen können.
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Grüne fordern höhere Eigenkapitalquoten
Franziska Ryser, Nationalrätin der Grünen, fordert eine höhere Eigenkapitalquote für systemrelevante Banken. Sie sagt: «Eine Finanzkrise ist das Schädlichste, was einer Volkswirtschaft passieren kann.» Die CS sei unter anderem aber am geringen Eigenkapital gescheitert, also gelte es dies zu verhindern.
Matter befürchtet aber, dass die Banken so nicht mehr wettbewerbsfähig sein könnten und man sie so ins Ausland vertreiben würde. Stattdessen soll die Finanzmarktaufsicht Finma ihre Pflichten besser erfüllen: «Wenn die Finma die bestehenden Eigenkapitalanforderungen bei der Credit Suisse durchgesetzt hätte, gäbe es die Bank heute noch.»
Sollte die Eigenkapitalquote für Banken erhöht werden, um zukünftige Krisen zu verhindern?
UBS: «Wir haben keine Pläne wegzuziehen»
Auch UBS-Geschäftsleitungsmitglied Markus Ronner warnt davor, dass die UBS ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnte, wenn sie ihr Eigenkapital um insgesamt über 40 Milliarden Franken mehr aufbauen müsste. Gerüchte darüber, dass die UBS aus der Schweiz wegziehen könnte, dementiert er aber: «Wir haben keine Pläne wegzuziehen.»
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