Starenformation Basel – Sie verwandeln den Himmel in eine Bühne

Aktualisiert

BaselStarenformation inszeniert faszinierendes Flugballett

Über dem Rhein hat sich ein riesiger Starenschwarm gezeigt. Regierungspräsident Isaac Reber hat das Spektakel auf Video festgehalten.

Der Baselbieter Regierungspräsident hat die eindrückliche Formation auf Video festgehalten.

Isaac Reber, Regierungspräsident BL

Darum gehts

  • Immer wieder begeistern Starenschwärme am Himmel.

  • Im Herbst, bevor die Vögel in den Süden fliegen, sind die Formationen besonders gross.

  • Ein Video zeigt das Spektakel über dem Rhein.

«Diese Starenschwärme sind Kunst», sagte der Basler Fotograf Lutz P. Kayser schon vor einigen Jahren. «Sie kommen ohne einen Chef-Star aus. Sie vollziehen sich von Abertausenden Staren rein impulsgesteuert, chaotisch und doch höchst diszipliniert, geschmeidig, rasant und völlig friedlich.»

Immer wieder können News-Scouts die spektakulären Flugmanöver der Tiere beobachten und auf Video festhalten. Jetzt haben die Stare ihr Flugballett auch vor den Augen des Baselbieter Regierungspräsidents Isaac Reber aufgeführt – und das mitten in Basel über der Johanniterbrücke. Auf Facebook teilt er die Show am Rhein und schreibt dazu «Spettacolo grande».

«Dafür würde ich weit, weit reisen»

Obwohl das Phänomen bekannt ist, faszinieren die Vögel jedes Mal aufs Neue. Das Video wurde bisher fast 15'000 mal wiedergegeben, über 300 Userinnen und User haben es geliket und fast 50 kommentiert. «Gewaltige Flugkünstler», lobt eine Frau die Tiere und eine andere pflichtet augenzwinkernd bei: «Die Menschen bringen so etwas nicht hin.»

«Immer wieder beeindruckend», schreiben weitere Userinnen und User. Und eine sogar: «Dafür würde ich weit, weit reisen.»

Im Herbst sind Schwärme am grössten

Reisen werden diese Stare wohl auch bald – oder sie sind bereits unterwegs. Kurz vor dem Abflug nach Süd- und Westeuropa erreichen mitteleuropäische Starenschwärme ihre Maximalanzahl, schreibt der deutsche Naturschutzbund (NABU) auf seiner Webseite.

Die Schwarmbildung beginne bereits im frühen Sommer. Direkt nach der ersten Brutzeit würden sich Trupps aus Jungvögeln und unverpaarten Staren bilden. Je näher der Herbst rücke, desto grösser würden die Schwärme. Diese Schwärme schützen die Vögel vor Angreifern aus der Luft.

Faszination von Jahr zu Jahr

Wie der NABU weiter schreibt, orientiert sich ein Star innerhalb des Schwarms die ganze Zeit an bis zu sieben Vögeln in seiner Umgebung. Mit Hilfe dieser versuche er, im Flug die immer gleiche Position einzuhalten. «Die synchronen, wellenförmigen Bewegungen der fliegenden Stare wirken fast wie ein eigener, gigantischer und nimmermüder Organismus», so der NABU.

Und dieser Organismus fasziniert die Menschen jedes Jahr. Bereits im Vorfrühling kehren die Stare als einige der frühsten gefiederten Rückkehrer wieder zurück. Dann verwandeln sie den Himmel Ende Februar erneut in eine Bühne und das Rheinbord zu einer Tribüne.

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