Biel BEBiber bauen Damm mitten in der Stadt – und dürfen bleiben
Im Bieler Stadtzentrum sind seit kurzem zwei Biberfamilien zu Hause. In der Madretsch-Schüss bauten sie einen Damm. Die Stadt probiert das Zusammenleben mit dem Wildtier aus.
Die Madretsch-Schüss fliesst in Biel durch das Stadtzentrum hindurch. Zwei Biberfamilien haben nun dort ihr Zuhause eingerichtet. Die Stadt Biel sieht vor, das Zusammenleben zu ermöglichen.
20 Minutes/Vanessa LamDarum gehts
Seit Ende November haben sich zwei Biberfamilien in der Madretsch-Schüss im Bieler Stadtzentrum eingenistet.
Die Stadt Biel gibt dem Zusammenleben mit den Tieren eine Chance.
Um Überschwemmungen vorzubeugen, wurde eine Dammdrainage gebaut.
Der Wanderleiter, Noé Thiel, bietet Führungen an, bei denen man auf der Suche nach Bieler Biber geht. Im Video spricht er über Biber im urbanen Raum.
Zwei Biberfamilien haben es sich im Stadtzentrum von Biel gemütlich gemacht. In der Madretsch-Schüss bauten sie einen Damm. Die Stadt Biel versucht, den Bibern ihren Wohnort zu überlassen. Gleichzeitig will sie den Hochwasserschutz sichern.
Im Video spricht der Wanderleiter Noé Thiel, welcher unter anderem Führungen anbietet, bei denen man auf die Suche nach Bieler Bibern geht. Er ist auch für ein Zusammenleben mit dem Tier in der Stadt. «Wir haben in der Schweiz nicht viel Land, das nicht urbanisiert ist. Es ist deshalb logisch, dass sich der Biber auch in der Stadt niederlässt», sagt Thiel zu «20 Minutes».
Hochwasserschutz trotz Biberdamm
Um Überschwemmungen entgegenzuwirken, baut die Stadt Biel in Zusammenarbeit mit Wildhütern eine Dammdrainage. Die Stadt sieht, trotz Herausforderungen, den Nutzen des Tieres. «Biber sind nicht nur «süsse» Sympathieträger, sie sind auch für die Biodiversität sehr wertvoll», heisst es in einer Meldung der Stadt Biel.
Würde es dich stören, wenn sich Biber in deiner Stadt ausbreiten?
Thiel sieht in Überschwemmungen auch einen Nutzen für die Natur: «Wenn sie den Wasserspiegel anheben, überfluten sie gewisse Zonen. Diese Zonen werden andere Vogelarten und Sträucher bekommen. Er ist ein Landschaftsarchitekt der Natur. Der Biber ist eine geschützte Tierart.» Dennoch sagt Thiel: «Man musste schon mal Biberbevölkerungen vernichten, weil sie urbane Zonen gefährdeten.» Für die Biberfamilien ist dieses Schicksal jedoch nicht vorgesehen. «Es liegt nun an uns, das intelligent zu organisieren», sagt der Wanderleiter zu «20 Minutes».

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