Bitcoin zum BezahlenEl Salvadors Bukele verabschiedet sich von Krypto-Experiment
Das mittelamerikanische Land galt als Krypto-Pionier. Bitcoin wurde als Zahlungsmittel eingeführt. Damit ist nun Schluss.
Bitcoin in El Salvador: Darum gehts
El Salvador verabschiedet sich von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel.
Bereits kurz nach der Einführung verloren grosse Teile der Bevölkerung das Interesse an der Kryptowährung.
Um einen Kredit des IWF zu erhalten, fährt Präsident Nayib Bukele nun die staatlichen Bitcoin-Aktivitäten zurück.
Bitcoin und El Salvador schienen wie eine Erfolgsgeschichte. Seit 2021 konnten im Land die Steuern mit der Kryptowährung bezahlt werden und Geschäfte mussten sie als Zahlungsmittel akzeptieren. Allen voran Präsident Nayib Bukele: Er sah in der Währung die finanzielle Freiheit der Nation und gibt an, jeden Tag einen Bitcoin zu kaufen.
Ende Januar erlebte die Beziehung zwischen dem mittelamerikanischen Land und der Kryptowährung jedoch einen markanten Rückschlag. Im Rahmen einer Einigung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verabschiedet sich El Salvador vom Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel, wie die NZZ berichtet.
Hohe Schulden und ein unbeliebtes Projekt
Zur Einigung mit dem IWF kam es, weil El Salvador tief in den Schulden steckt. 2024 erreichte die Staatsverschuldung 85 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Vom IWF erhält das Land einen Kredit in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Im Gegenzug reduziert das Land seine Bitcoin-Aktivitäten.
Wie stehst du generell zu Kryptowährungen als Zahlungsmittel?
Ein weiterer Grund, der hinter Bukeles Bitcoin-Rückzug stecken könnte, ist die mangelnde Nutzung der Kryptowährung in der Bevölkerung. Während sich das staatliche «Chivo-Wallet» anfangs an Begeisterung erfreute – unter anderem, da es mit einem Guthaben von 30 Dollar in Bitcoin kam –, schienen viele schnell das Interesse zu verlieren. Ende 2024 nutzten nur noch 7,5 Prozent der Salvadorianer den Bitcoin, wie die Universität Francisco Gavidia in San Salvador ermittelte.
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