US-Wahlen: Albert Rösti zöge Trump vor

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BaselBundesrat Albert Rösti: «Ich tendiere eher zu Trump»

SVP-Bundesrat Albert Rösti bekennt Farbe: Vor Schülern in Basel gab er an, er würde bei den US-Wahlen «eher» für Trump stimmen.

Bundesrat Albert Rösti zu den US-Präsidentschaftswahlen: «Ich persönlich tendiere eher zu Trump.»

Tamedia

Darum gehts

  • Basler Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Bundesrat Albert Rösti.

  • Dabei sagte der Uvek-Vorsteher, er würde bei den US-Wahlen «eher» zu Donald Trump tendieren.

  • Dass sich ein Mitglied der Bundesregierung zu politischen Auslandsfragen äussert, gilt als ziemlich aussergewöhnlich.

Bundesrat Albert Rösti hat am Montag ein ungeschriebenes Gesetz gebrochen und sich zu den anstehenden US-Wahlen geäussert. An einer Veranstaltung am Freien Gymnasium Basel stellte er sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler – und machte eine überraschende Aussage.

Auf die Frage, wen er bei den Präsidentschaftswahlen in den USA lieber als Sieger sehen würde, wollte er eigentlich den Joker ziehen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Doch die Moderatorin habe auf einer Antwort bestanden. Dergestalt bedrängt, machte Rösti die brisante Aussage: «Ich persönlich tendiere eher zu Trump.»

Als Begründung gab er an, er traue dem 78-Jährigen zu, für Frieden zu sorgen. Er sei «der einzige Präsident, der Amerika vier Jahre lang nicht in einen Krieg geführt» habe. Allerdings ergänzte er, er tue sich mit der Persönlichkeit von Trump schwer und was dieser «ab und zu rauslasse» gefalle ihm gar nicht. Namentlich die Behauptung, illegale Einwanderer aus Haiti würden in Springfield Katzen und Hunde der Einwohner essen. Das sei «Chabis», so Rösti.

Rösti wurde auf der Bühne zum Trump-Statement gedrängt.
Dass sich Albert Rösti als Bundesrat zu Wahlen im Ausland äusserte, ist relativ ungewöhnlich.
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Rösti wurde auf der Bühne zum Trump-Statement gedrängt.

Screenshot Tages-Anzeiger

«Ukraine-Krieg kann nicht so weitergehen»

Dass Rösti bei seinem Auftritt die den sonst von Bundesrätinnen und -räten praktizierte Zurückhaltung in Fragen internationaler Wahlen vermissen liess, ist überraschend. Denn obwohl es hier keine festen Vorschriften gibt, sollten Magistratinnen und Magistraten «die aussenpolitischen Interessen der Schweiz, ihre Neutralität und das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten berücksichtigen», heisst es im «Tagi»-Bericht.

Übrigens: Rösti äusserte sich im Gymnasium auch zu den Geschehnissen im Osten Europas – und meinte: «Der Krieg in der Ukraine, das kann so nicht weitergehen.»

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