Todesursachenstatistik: Covid-19 war 2020 die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz

Aktualisiert

TodesursachenstatistikCovid-19 war 2020 die dritthäufigste Todesursache in der Schweiz

Die Pandemie sorgte im Jahr 2020 für Übersterblichkeit. Insgesamt starben 9000 Menschen mehr als erwartet. Dabei waren mehr Männer als Frauen betroffen und mehr Alte als Junge.

Insgesamt war Covid-19 im Jahr 2020 in 9294 Fällen in der Schweiz die Haupttodesursache.  
Besonders betroffen war die Altersgruppe der über 85-Jährigen. Hier gab es im Jahr 2020 5144 Todesfälle. 
Die häufigsten Todesursachen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen. 
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Insgesamt war Covid-19 im Jahr 2020 in 9294 Fällen in der Schweiz die Haupttodesursache.  

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Darum gehts

Der erste Covid-Todesfall in der Schweiz wurde am 5. März 2020 im Kanton Waadt gemeldet. Das geht aus einer am Montag vom Bund veröffentlichten Todesunfallstatistik hervor. Insgesamt sei Covid-19 im Jahr 2020 in 9294 Fällen in der Schweiz die Haupttodesursache gewesen.

Mehr Männer als Frauen an Covid-19 gestorben

Während sich in einem normalen Jahr in der Schweiz in etwa 70’000 Todesfälle ereignen, waren es im Pandemiejahr 2020 mit 76’195 Todesfällen 12,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Covid-19 stellte dabei die dritthäufigste Todesursache dar, hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen. 

In der Altersgruppe von 65 Jahren und älter waren es 4676 Männer und 4306 Frauen. In der Altersgruppe der 0 bis 64-Jährigen 226 Männer und 86 Frauen. Insgesamt betrafen die Todesfälle zu 52,7 Prozent Männer und zu 47,3 Prozent Frauen. In der Altersgruppe der 0 bis 64-Jährigen war der Geschlechterunterschied noch einiges extremer: Hier waren gar 72,4 Prozent der Todesopfer Männer. 

Auch ein Kleinkind und ein Säugling betroffen

Auch wenn vor allem ältere Personen häufiger an Covid-19 verstarben, waren auch jüngere Menschen betroffen, sogar je ein Säugling und ein Kleinkind unter zwei Jahren, berichtet der Bund. In der Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen starben 15 und bei den 45- bis 64-Jährigen 295 Menschen an Covid-19. Zwischen dem 65. und dem 75. Lebensjahr starben 991 Personen, zwischen dem 75. und 85. Lebensjahr 2847 und bei den über 85-Jährigen waren es 5144. Dies entspricht 2235 Covid-19-Sterbefällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohnern in dieser obersten Altersgruppe.

Bei Männern gingen 3357 und bei Frauen 1278 potenzielle Lebensjahre aufgrund von Covid-19 verloren. Das entspreche bei Männern 13-mal und bei Frauen neunmal mehr verlorenen potenziellen Lebensjahren als bei der Grippe, schreibt der Bund. Die Statistik rechne dabei nur Todesfälle ein, die vor der Altersgrenze von 70 Jahren eintreten. 

Die Sterberaten aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs haben in den letzten zehn Jahren derweil abgenommen. Auch die Suizidrate hat über den gleichen Zeitraum leicht abgenommen. Im Jahr 2020 haben sich 696 Männer und 276 Frauen das Leben genommen. Todesfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen blieben derweil konstant.  

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