Diabetes & Co.Verarbeitete Lebensmittel schaden dir noch mehr als gedacht
Du liebst Cornflakes, Fertiggerichte oder Proteinriegel? Laut einer neuen Studie sind sie noch schlechter für dich als bislang gedacht.
Tiefkühlpizza, Fertigsaucen und Wurstwaren könnten dir mehr schaden als bisher angenommen: Eine neue Studie zeigt, dass der Konsum von ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln mit insgesamt 32 verschiedenen Gesundheitsschäden verbunden ist. Darunter ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten, Krebs, Typ-2-Diabetes, eine schlechtere psychische Verfassung und einen früheren Tod. Auch habe man festgestellt, dass der Konsum dieser Lebensmittel unter anderem mit Krankheiten wie Morbus Crohn oder Adipositas zusammenhängt.
Wie oft isst du ultrahochverarbeitete Lebensmittel?
Diese Lebensmittel enthalten typischerweise fünf oder mehr Zutaten sowie verschiedene Zusatzstoffe. Aktuell nimmt weltweit der Konsum von jenen Lebensmitteln wie zum Beispiel Fertiggerichten, Eiscreme, Chips, Müesli, aromatisierte Joghurts und Guetzli zu.
Was sind ultrahochverarbeitete Lebensmittel?
Laut «Focus» gilt mittlerweile jedes zweite Produkt aus dem Lebensmittelhandel als «UPF», also «ultra processed food». Ultrahochverarbeitete Lebensmittel sind Nahrungsmittel, die einen sehr hohen Grad an industrieller Verarbeitung durchlaufen haben. Sie enthalten oft eine Vielzahl von Zutaten, darunter Zusatzstoffe, Aromen und Konservierungsmittel.
Typischerweise handelt es sich um Fertigprodukte, Fast Food, Tiefkühlgerichte, Snacks, Limonaden und Süssigkeiten. Diese Lebensmittel sind in der Regel energiereich, aber arm an Nährstoffen und Ballaststoffen.
Das sind zum Beispiel: Fertiggerichte (z. B. Tiefkühlpizza, Fertigsuppen), Fast Food (z. B. Burger, Pommes, Chicken Nuggets), Müesli und Müesliriegel, Limonaden und andere zuckerhaltige Getränke, Chips und Snacks (z. B. Nachos, Popcorn), Instant-Nudeln, Süssigkeiten (z. B. Schokoriegel, Gummibärchen), Kekse, Kuchen und Gebäck, Wurstwaren und Fleischersatzprodukte, Fertigsaucen und Dressings, Tiefkühlgerichte, Energydrinks und Sportgetränke.
Forschende verlangen Massnahmen
Die Studie, die im «British Medical Journal» (BMJ) veröffentlicht wurde, enthält extrem viele Daten. Ein internationales Team von Forschenden aus Australien, den USA, Frankreich und Irland war an der Analyse von insgesamt 45 Studien beteiligt. An diesen nahmen insgesamt 9,8 Millionen Menschen teil.
Die Forschenden betonten, dass Massnahmen ergriffen werden müssen, um das Essen ultrahochverarbeiteter Lebensmittel weltweit gezielt zu reduzieren.

Du stehst auf Fast Food? Geniesse es am besten massvoll.
Pexels/Polina TankilevitchAuch Expertinnen und Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, beschäftigen sich nun mit den neuen Ergebnissen. So sagt Carlos Monteiro, Professor an der Universität von São Paulo in Brasilien, dass die Autoren zu dem Schluss gekommen sind, «dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an ultra-verarbeiteten Lebensmitteln für die meisten – vielleicht sogar für alle – Körpersysteme schädlich sein kann».
Die Hälfte der US-Amerikaner isst ultrahochverarbeitet
Bislang wird das Problem nur grösser. Laut den Autorinnen und Autoren der Studie werden hochverarbeitete Lebensmittel weltweit immer mehr zum Grundbestandteil der Ernährung.

Zahlreiche Lebensmittel, die man täglich zu sich nimmt, sind hochverarbeitet.
Pexels/Mart ProductionIn den USA und in Grossbritannien machen sie mehr als die Hälfte der täglichen Kalorienzufuhr aus. In der Schweiz sei es rund ein Viertel. Das zeigt eine Untersuchung des Berner Ernährungswissenschaftlers Prof. Dr. med. David Fäh.
Sollte man solche Lebensmittel einschränken? Welche Massnahmen gegen den Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln hältst du für möglich? Oder findest du, der Konsum von Fertigpizza & Co. ist allen selbst überlassen?
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