«Die Nacht wird lang heute»: YB-Held Christian Fassnacht erklärt die Meisterparty

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16. Titel«Die Nacht wird lang heute» – YB-Fassnacht erklärt die Meisterparty

Nach einer schwierigen Woche können die Berner ihrer Freude dank des 5:1 gegen Luzern freien Lauf lassen. Während die Feier bereits lief, sprach 20 Minuten mit den Akteuren.

So wild feiern die YB-Spieler. 

20min/dsc

Darum gehts

  • Nach dem 5:1-Erfolg über Luzern ist YB der 16. Meistertitel nicht mehr zu nehmen.

  • Im rappelvollen Wankdorf-Stadion brachen nach dem Schlusspfiff alle Dämme.

  • Raphaël Wicky zeigt sich erleichtert, während seine Spieler nur noch feiern wollen.

Ende gut, alles gut. Dies dürfte bei YB das Motto der Woche gewesen sein. Nach der 1:4-Klatsche am Dienstag bei GC stellte sich die Frage: Welches Gesicht zeigen die Berner gegen Luzern vor eigenem Anhang? Um 18.20 Uhr wird die offizielle Antwort eingecheckt: ein meisterliches 5:1 gegen den zurzeit wohl ernstesten Widersacher Luzern. «Am Dienstag ist keiner aus Zürich zurückgereist und dachte, er sei gut gewesen», sagte ein sichtlich erleichterter Trainer Raphaël Wicky nach dem Spiel. Die Spieler seien extrem enttäuscht gewesen unter der Woche, man sei wirklich neben den Schuhen gestanden. Der 46-Jährige: «Wir haben das am Mittwoch angesprochen und den Fokus auf heute gelegt.»

Vor 31’500 Fans im restlos ausverkauften Wankdorf kam eine wuchtige Antwort: Bei Halbzeit stand es bereits 3:1 – unter anderem dank eines überragenden Christian Fassnacht, der zu diesem Zeitpunkt bereits bei zwei Toren seine Füsse im Spiel hatte. Auch beim 29-Jährigen dürfte gelten: Ende gut, alles gut. Denn Fassnacht musste sich in dieser Spielzeit von einer langwierigen Kopfverletzung  zurückkämpfen und dabei immer wieder Rückschläge in Form anderer Blessuren hinnehmen.

Fassnacht enteilt und erzielt das 2:0.

Video: SRF

«In Zürich geboren, in Bern zur Legende geworden»

Als nach dem Spiel die Akteure einzeln vor die Fankurve geladen werden, wird Fasi eine ganz besondere Ehre – und der wohl lauteste Beifall – zuteil: «In Zürich geboren, in Bern zur Legende geworden», wird er angekündigt. Und der 19-fache Nationalspieler selbst: «Ein Nachmittag, wie wir uns das vorgestellt hatten.» Vor allem nach Dienstag gäbe es nichts Tolleres, als vor den eigenen Fans, vor der Familie Meister zu werden. Fassnacht, der bereits die fünfte YB-Meisterfeier starten kann: «Perfekt!»

Als er in der 70. Minute – zusammen mit Jean-Pierre Nsame, der den ersten Titel der YB-Neuzeit 2018 ebenfalls schon entscheidend mitgeprägt hatte – ausgewechselt wurde und Kastriot Imeri Platz machte, flüsterte ihm Trainer Wicky umarmend etwas ins Ohr. Was war das? Fassnacht zu 20 Minuten: «Er hat mir gesagt, dass ich nun am kommenden Wochenende noch zwei Tage mehr frei habe.» Der Hintergrund: Nach seiner Gelben in der 50. Minute ist Fasi am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in St. Gallen gesperrt.

Benito rät Jungen zu Aspirin

Mehr Zeit zum Feiern also. Fassnacht: «Jetzt gibt es zunächst eine dicke Party in der Garderobe, wo wir uns ordentlich vorbereitet haben.» Dann werde man sehen, wo es YB hintreiben werde. Aber eines sei sicher: «Die Nacht wird sicher lang heute.» Ähnlich heiss auf die Fete scheint Loris Benito. Der Aarauer in den Reihen der Berner geht bei den Feierlichkeiten in gewohnter Manier voran, reisst sein Team mit. Es scheint, noch mehr, weil er am Sonntag gar nicht zum Einsatz gekommen war.

Mehr Energie für die dritte Halbzeit? «Klar, jetzt umso mehr», kündigte der 31-Jährige während der Champagner-Dusche in der Garderobe an. Es dürfte bisweilen auch die einzige Dusche bleiben: «Vielleicht lassen wir das auch gleich sein», so der 13-fache Internationale. Als bereits dreifacher YB-Meister hat er einen Tipp für die jüngeren Spieler: «Zur Katervorbeugung etwas essen und Aspirin nehmen.»

«Morgen haben wir frei»

Wie Fassnacht bereits zum fünften Mal Meister mit «Gäubschwarz» wurde der langzeitverletzte Goalie David Von Ballmoos. «Da geht man bei der Party schon etwas voran», räumte er ein. Wo es genau hingehen werde, kann auch der 28-Jährige nicht sagen. Spontan sei schliesslich am besten. Der Ur-YBler: «Die Nacht ist noch jung und morgen haben wir frei.» 

Schlusspfiff, YB ist Meister.

Video: SRF
Meistertitel: 27
Zuletzt: 2003
Meistertitel: 20
Zuletzt: 2017
Meistertitel: 17
Zuletzt: 1999
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