Diesen Winter dürften wir ohne Strommangellage durch den Winter kommen

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Mildes WetterDiesen Winter droht der Schweiz noch kein Stromengpass

Die Aussichten sind gut, dass die Schweiz ohne Strommangellage durch diesen Winter kommt. Grund dafür sind der bis anhin milde Winter und gut gefüllte Stauseen.

Der Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom gibt Entwarnung: In der Schweiz sollte es in den nächsten Wintermonaten stets genügend Strom haben. 
Ausschlaggebend dafür ist, dass der Winter bisher mild war. Ausserdem sind dank der Niederschläge die Stauseen gut gefüllt.
Für die Bevölkerung und die Unternehmen gelte aber weiterhin, möglichst sparsam mit dem Strom umzugehen, um ein böses Erwachen im nächsten Winter zu verhindern.
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Der Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom gibt Entwarnung: In der Schweiz sollte es in den nächsten Wintermonaten stets genügend Strom haben. 

IMAGO/Andreas Haas

Darum gehts

  • Der Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission hat am Donnerstagmorgen Entwarnung gegeben. Die Schweiz sollte diesen Winter ohne Strommangellage den Winter überstehen.

  • Dank dem milden Winter und gefüllten Stauseen sehen die Prognosen gut aus.

  • Die Bevölkerung soll jedoch weiterhin möglichst sparsam mit dem Strom umgehen.

Es sollte in der Schweiz in den Wintermonaten stets genügend Strom haben. Ausschlaggebend dafür ist, dass der Winter bisher mild war. Der Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom, Urs Meister, blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass man ohne eine Mangellage durch diesen Winter kommen wird.

«Der wichtigste Faktor sind sicher die relativ hohen Temperaturen im bisherigen Winter. Das hat dazu geführt, dass deutlich weniger Gas verbraucht wurde. Aufgrund dessen sind auch die Gasspeicher in Europa weit weniger entleert als in anderen Jahren», erklärt der Elcom-Geschäftsführer in einem Beitrag von Schweizer Radio SRF. Die vollen Gasspeicher sind wichtig, weil viele Länder Erdgas für die Stromproduktion nutzen. Hinzu kommt, dass wieder deutlich mehr Atomstrom aus Frankreich verfügbar ist, wie Meister sagt. Zudem soll davon wohl noch mehr verfügbar sein in den nächsten Wochen.

Gute Aussichten dank gefüllten Stauseen

Die Schweiz kann also auch diesen Winter den Strom importieren, den sie benötigt. Aber auch in der Schweiz selbst ist die aktuelle Lage gut. So sind dank den Niederschlägen die Stauseen gut gefüllt. «Aktuell ist diese Füllung deutlich überdurchschnittlich. Sie liegt etwa bei 75 Prozent, üblicherweise liegt sie in dieser Jahreszeit bei 55 bis 60 Prozent», so Meister. Auch hier habe die Schweiz eine sehr gute Ausgangssituation.

Rekordhohe Wassermengen in den Stauseen sind eine wichtige Reserve für die Schweizer Stromproduktion. In diesem Winter droht uns somit beim Strom keine Mangellage mehr. Dies bedeutet aber nicht, dass auch im nächsten Winter genügend Strom aus der Steckdose kommt. Denn die Schweiz und Europa sind weiterhin teilweise abhängig von Gas aus Russland.

«Es ist wichtig, dass man die Situation weiterhin genau im Auge behält. Man ist hier nicht auf der sicheren Seite. Wir haben jetzt eine gute Ausgangslage für diesen Winter, die Unsicherheiten für den kommenden Winter bleiben aber zweifelsfrei hoch», so Meister. Für die Bevölkerung und die Unternehmen gilt also weiterhin gleichermassen, dass sie möglichst sparsam mit dem Strom umgehen sollen, um ein böses Erwachen im nächsten Winter zu verhindern. 

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