Tesla Model 3 Performance: So fährt er sich

Wir haben den neuen Tesla Model 3 Performance getestet.

Michael Lusk
Publiziert

Exklusiver TestSo fährt sich der neue Tesla Model 3 Performance

Nach sieben Jahren hat Tesla das Model 3 einem Facelift unterzogen. Und obwohl der 460 PS starke Ami weniger PS hat als sein Vorgänger, ist er schneller: Wir haben den Stromer vorab getestet.

In Auto-Quartetts geht es einzig um Zahlen. Im richtigen Leben sind aber andere Kriterien oft wichtiger als der Maximalwert. Das gilt auch für das neue Model 3 Performance von Tesla. Werden einzig die PS-Zahlen des alten und neuen Tesla Model 3 Performance verglichen, hat der 513 PS starke Vorgänger die Nase vorn. Dennoch ist die aktuelle Version mit 460 PS Leistung in vielen Situationen besser, wie wir in einem ausgiebigen Test festgestellt haben. Als erstes Schweizer Medium durfte 20 Minuten den neuen Tesla für eine Probefahrt ausleihen.

Der facegeliftete Tesla ist nicht nur fahrerisch besser, sondern auch attraktiver: Schon im Stand hebt sich das Model 3 Performance jetzt auch optisch deutlich von seinen Brüdern ab. Eine neue Spoilerlippe, sportliche Anbauteile und Aero-Felgen lassen den Stromer dynamisch dastehen, ein Heckdiffusor und ein Min-Carbon-Heckspoiler geben ihm eine bullige Rückansicht. Auch der Preis von 56'990 Franken kann sich sehen lassen.

Schon im Stand wirkt der neue Tesla Model 3 Performance sportlicher als sein Vorgänger.
Auch das Heck sieht dank Heckdiffusor und Spoilerlippe schnittig aus.
Mit knapp 4,70 Metern Länge ist der Stromer auch auf kurvigen Strecken sehr kompakt.
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Schon im Stand wirkt der neue Tesla Model 3 Performance sportlicher als sein Vorgänger.

Michael Lusk

Effizient auf der Langstrecke

Los gings mit einem Termin in München. Auf der Fahrt in die bayrische Hauptstadt machen wir uns diesseits der Grenze mit dem reduzierten Innenraum vertraut. Richtige Knöpfe und Schalter gibts keine mehr, alles wird über das Lenkrad und den Touchscreen bedient. Alles geht leicht und intuitiv, lediglich fürs Blinken muss ich immer wieder aufs Lenkrad schielen, welche der beiden übereinander angeordneten Tasten links und rechts bedeutet. Der Verbrauch pendelt sich bei 16 kWh/100 km ein.

Auf deutscher Seite kann ich auf freier Autobahn die 460 PS auch mal nutzen. Selbst bei Richtgeschwindigkeit von 130 km/h drückt es mich noch spürbar in den Sitz, theoretisch könnte ich noch auf das Doppelte beschleunigen. Weil dann die Reichweite aber signifikant schrumpft, belasse ich es bei einigen Zwischenspurts und deutlich tieferem Reisetempo.

Schnell an der Ladesäule

Auf dem Rückweg wähle ich den Weg durch die Berge. Anfängliche Zweifel, dort keine passenden (Schnell-)Ladesäulen zu finden, werden durch das Navi schnell zerstreut.

Am Supercharger lädt das Tesla Model 3 Performance einfach und unkompliziert.
Mehr als 250 kW Ladegeschwindigkeit sind möglich.
Der Gesamtverbrauch pendelte sich bei knapp über 18 kWh/100 km ein.
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Am Supercharger lädt das Tesla Model 3 Performance einfach und unkompliziert.

Michael Lusk

Die Prognose erweist sich über den gesamten Testraum von fast zwei Wochen als sehr präzise, vor allem an den Tesla-eigenen Destinationen und Superchargern geht das Nachladen so einfach, wie es sich wohl viele Elektrofahrer anderer Marken wünschen: ankommen, einstecken, laden – keine App downloaden, keinen QR-Code einscannen, mit keiner Ladekarte an der Säule herumhantieren – die Rechnung folgt bequem später. Und schnell gehts erst noch. Ist der Akku fast leer, zieht das Auto bei passender Säule über 250 KW Strom. So fahre ich meist schon nach 15 bis 20 Minuten wieder mit gut gefülltem Akku weiter.

Sportlich auf der Passstrasse

Und den gut gefüllten Akku brauche ich auch. Schliesslich habe ich kurz nach München mit dem Ziel Monaco schon den nächsten Langstreckentrip geplant. Diesmal aber nicht direkt über die Autobahn. Auf dem Weg Richtung Stelvio, später auf den Schweizer Pässen wie Umbrail, Grimsel, Grosser St. Bernhard und Co. und last but not least den Seealpen bis nach Monaco lasse ich mich immer wieder mit einem Grinsen in die Sitze drücken, wenn ich nach der Serpentine das Strompedal durchdrücke.

Auf kurvigen Strecken ist der Tesla Model 3 Performance zu Hause.

Auf kurvigen Strecken ist der Tesla Model 3 Performance zu Hause.

Michael Lusk

Gerade mal 3,1 Sekunden braucht das Model 3 Performance von 0 auf 100 km/h. Noch beeindruckender ist aber die Leichtigkeit, mit der ich mit Tempo 30 oder 40 aus der Kurve beschleunige und ruckzuck wieder am Limit bin, zudem erst noch überraschend effizient am Ziel. Gerade mal knapp über 18 kWh/100 Kilometer habe ich verbraucht. Und das Beste kommt wie immer am Schluss: Auf dem Rückweg kann ich alles nochmal ausprobieren.

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