Fattah-1Erstmals eingesetzt: Das ist zur Hyperschallrakete Irans bekannt
Beim grossangelegten Raketenangriff vom Dienstag setzte der Iran auch erstmals eigene Hyperschall-Raketen ein.
Iran setzte beim Raketenangriff auf Israel zum ersten Mal die Überschallrakete Fattah-1 ein.
20MinDarum gehts
Der Iran hat erstmals die Hyperschallrakete Fattah-1 bei einem Raketenangriff auf Israel eingesetzt.
Die Raketen können laut Iran die 15-fache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind in der Lage, Verteidigungssysteme zu durchdringen.
Israel droht mit Vergeltung, nachdem bei dem Angriff zwei Menschen verletzt und ein Palästinenser getötet wurden.
Vor einem Jahr enthüllte der Iran in einer grossen Zeremonie eine neue Waffe: Bei der Vorstellung der Hyperschallraketen Fattah-1 war sogar der damalige Präsident Ebrahim Raisi zugegen. Schliesslich sollte es die enorme Geschwindigkeit der Rakete, laut dem Iran kann die Fattah die 15-fache Schallgeschwindigkeit erreichen, dem Feind unmöglich machen, die Geschosse abzufangen.
Nun ist die Rakete erstmals im Ernstfall eingesetzt worden: Bei ihrem grossangelegten Raketenangriff vom Dienstagabend startete der Iran auch mehrere der Hyperschall-Raketen. Bei der Enthüllung gab der Chef der iranischen Luftwaffe an, dass die Fattah aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit in der Lage sei, «alle Verteidigungsschilde zu durchdringen». Zudem weise die Rakete eine Reichweite von 1400 Kilometern auf.
Fattah-1 unter den 180 Geschossen
Wie viele der laut israelischen Angaben insgesamt 180 Raketen, die am Dienstag auf Tel Aviv und das Westjordanland flogen, Hyperschall-Raketen sind, ist derzeit unklar. Videoaufnahmen zeigen einzelne Einschläge, bei denen die Geschosse mit enormer Geschwindigkeit auf bewohnte Gebiete niederschiessen.
Wie die israelische Armee sagt, seien in mehreren Orten Einschläge registriert worden – dabei dürfte es sich aber auch um konventionellere Raketen handeln, die beim iranischen Angriff ebenfalls eingesetzt wurden.
Insgesamt habe es beim Beschuss zwei Verletzte in Tel Aviv und ein Todesopfer im Westjordanland gegeben. Der Palästinenser, der in Jericho von einem Raketensplitter getötet wurde, kam laut israelischen Angaben ursprünglich aus dem Gazastreifen, wie ntv berichtet.
Das sagen Tel Aviv und Teheran
Israel hat nach der Attacke Rache geschworen: «Der Iran hat heute Abend einen grossen Fehler gemacht und er wird dafür bezahlen», sagte Netanjahu am Dienstagabend. Der Iran seinerseits hat später verlauten lassen, dass jeder Angriff auf iranischen Boden Vergeltungschläge zur Folge haben werde. Man werde die «Infrastruktur im ganzen Land» angreifen, drohte der iranische Stabschef Mohammad Bagheri.
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