Fake News im Netz – Foto von der Zürcher Street Parade wird als Corona-Demo in Triest verkauft

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Fake News im NetzFoto von der Zürcher Street Parade wird als Corona-Demo in Triest verkauft

In Italien braucht man seit Freitag einen «Grünen Pass» bei der Arbeit. In mehreren Städten kommt es deshalb zu Demonstrationen. Auf Twitter macht nun ein Bild die Runde, das angeblich riesige Menschenmassen in Triest zeigt. Tatsächlich stammt das Foto aus Zürich.

Dieses Foto von der Street Parade in Zürich wird auf Twitter als eine Corona-Demo in der italienischen Hafenstadt Triest gepostet.
Bereits 2020 wurde mit dem gleichen Bild behauptet, es handle sich um eine Corona-Demo in Berlin.
Mit dem Street-Parade-Logo wurde im August 2020 zu einer Corona-Demo in Zürich aufgerufen.
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Dieses Foto von der Street Parade in Zürich wird auf Twitter als eine Corona-Demo in der italienischen Hafenstadt Triest gepostet.

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Ist die Street Parade heimlich von Zürich nach Italien gezügelt? Auf Twitter trendet zurzeit eine Aufnahme, die feiernde Menschen an einem Sommertag beim Zürcher Seebecken zeigt. Suggeriert wird jedoch, dass es sich um Proteste in der italienischen Hafenstadt Triest handeln soll.

Dort kommt es seit einigen Tagen tatsächlich zu Demonstrationen von Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeitern. Die Proteste richten sich gegen die am Freitag eingeführte Zertifikatspflicht am Arbeitsplatz – in Italien «Grüner Pass» genannt. Während die Fake News von etlichen Twitter-Nutzern und -Nutzerinnen weiterverbreitet werden, machen sich andere darüber lustig.

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Es ist nicht das erste Mal, dass versucht wird, diese Aufnahme von der Zürcher Street Parade als angebliche Proteste gegen die Corona-Massnahmen zu verkaufen. Vergangenes Jahr wurde mit dem exakt gleichen Bild behauptet, bei der feiernden Masse handle es sich um eine Corona-Demo in Berlin.

Auch das Logo der Street Parade wurde in der Vergangenheit von Massnahmenskeptikern und -skeptikerinnen für ihr Anliegen missbraucht. «Wer die Street Parade kennt, der weiss, dass die Organisatoren eine solche Veranstaltung niemals unterstützen würden», sagte Mediensprecher Stefan Epli damals zum Demoaufruf, der auf einem Flyer mit dem Logo des Zürcher Grossevents warb.

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