Japankäfer: Zürcher eröffnen Jagt auf Schädling

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Schädlinge in KlotenGärtner und Zivilschützer machen mit Gift Jagd auf gefrässigen Japankäfer

Bauern und Hobbygärtner zittern vor ihm, jetzt bekämpfen die Behörden den Japankäfer in Kloten mit Pestizid. Dieses versprühen sie auch in privaten Gärten. Hunde und Katzen müssen in Sicherheit.

Insektizide werden mit dem «Blower» versprüht.
Pflanzenschutzmittel wird versprüht.
Schädlingsbekämpfung an den Bäumen.
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Insektizide werden mit dem «Blower» versprüht.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Seit Donnerstag bekämpfen Zürcher Behörden den Japankäfer mit Insektiziden.

  • Auf einem Fünftel von Klotens Stadtfläche werden Pflanzen und Bäume damit besprüht.

  • Weil das Gift auch für Bienen gefährlich ist, wurden die Imker in der Gegend vorinformiert.

Jetzt soll es dem gefrässigen Japankäfer an den Kragen gehen. Am Donnerstag begann das Zürcher Baudepartement in Kloten mit der grossflächigen Bekämpfung des Schädlings. Auf einem Fünftel der Stadtfläche sollen Bäume, Gärten und Pflanzen mit Insektiziden behandelt werden, um möglichst viele Exemplare des Käfers zu töten.

Ausgerüstet mit blauen Schutzanzügen bekämpfen die Outdoor-Kammerjäger den Japankäfer in Kloten ZH.

20min/Nora Haider

Ein Augenschein vor Ort zeigt Gärtner in hellblauen Schutzanzügen mit Gift-Tanks auf dem Rücken. Strasse für Strasse bewegen sie sich vorwärts, besprühen Bäume und Rasen – auch dann, wenn die Hausbesitzer gerade in den Ferien sind. Unterstützt werden sie dabei vom Zivilschutz.

Käfer paaren sich in höheren Lagen

Momentan bewegen sich die Käfer hauptsächlich auf Baumhöhe, schlagen sich den Magen voll und paaren sich. Fiona Eyer von der Fachstelle Pflanzenschutz des Kanton Zürichs sagt: «Als Erstes wird eine Insektizidbehandlung oberirdisch gemacht, damit bereits jetzt möglichst viele Käfer absterben.» Eine Bekämpfung am Boden mache noch keinen Sinn, da die Larven erst in einem zweiten Schritt in den Boden gelangten.

Die Behandlung kann auch für andere Insekten problematisch sein. Bienen sind gefährdet, solange das Pflanzenschutzmittel noch nicht angetrocknet ist. Aus diesem Grund wurden sämtliche Imker informiert. Zur Sicherheit machen die Behörden Anwohnende zudem darauf aufmerksam, dass Hunde und Katzen sich nicht im Freien aufhalten sollten und Fenster geschlossen werden müssen.

Hast du schon einen Japankäfer gesichtet? 

Weiter achten die Freiluft-Kammerjäger darauf, dass Pflanzen mit vielen Blüten nur am unteren Ende behandelt werden. Ziel ist es, die Aktion bis Freitagabend abzuschliessen. Nächste Woche sollen zudem weitere Fallen aufgestellt werden. Dabei handelt es sich um spezielle Fangnetze, welche Zivilschützer montieren.

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