Trennung nach Barbie«Ich lasse mich von einem Mann nicht wie Sch**** behandeln»
Der Film Barbie kann ein Beziehungskiller sein. Das zeigen Berichte von Frauen auf Social Media, die nach dem Film mit ihrem Freund Schluss machten.
Darum gehts
Auf Social Media erzählen Frauen, dass sie sich nach dem Barbie-Film von ihrem Partner getrennt haben.
Von den Userinnen und Usern erhalten sie viel Zuspruch.
Der Barbie-Film wirkt sich auf Beziehungen aus: Seit dem Filmstart haben einige Frauen ihre Partnerschaft beendet. «Ich lasse mich von einem Mann nicht wie Sch**** behandeln. Ich habe genug. Danke Barbie, dass du mich dazu ermutigt hast und mich erkennen lässt, dass ich grossartig bin und Besseres verdiene», sagt eine Userin auf Tiktok. Sie habe sich nach zwei Jahren von ihrem Freund getrennt: «Es war eine toxische Beziehung. Er hat mich immer manipuliert. Er hätte nie gedacht, dass ich das tun würde.»
Von den Userinnen und Usern erhält sie Zuspruch. «Gut gemacht. Jetzt kannst du nach vorne schauen», schreibt eine Frau. Und eine andere Nutzerin meint: «Ich freue mich so sehr für dich. Auch wenn es in einer Beziehung nicht gut läuft, ist eine Trennung immer schwierig. Es wird dir aber so viel besser gehen. Wünsche dir nur das Beste.»
«Ich war es leid, mit seiner Einstellung und Respektlosigkeit umzugehen»
Auch eine andere Frau (23) machte nach dem Film Schluss. Auf Reddit schreibt sie: «Ich habe mich auf den Film sehr gefreut und gehofft, dass auch mein Freund die Botschaft des Films verstehen wird.» Im Kino habe sie dann aber gemerkt, dass er sich immer unwohler fühlte: «Seine Reaktion machte mich sehr traurig. Später meinte er, dass er von dem Film wirklich beleidigt war.»
Bereits in der Vergangenheit hätten sie Unstimmigkeiten zu seinen Ansichten gehabt, seine Reaktion auf den Film sei aber «der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe»: «Ich war es leid, mit seiner Einstellung und Respektlosigkeit umzugehen. Wahrscheinlich war ich auch von dieser Mädchen-Power-Euphorie erfasst. Also habe ich ihm gesagt, dass es vorbei ist.»
Barbie als Test für die Ansichten des Partners
Medienberichten zufolge nutzen Frauen in China inzwischen den Film Barbie als «einen Test für die Ansichten ihres Partners über Feminismus und Patriarchat». Der Test unterteilt die Männer in vier Kategorien. Dafür kommt ein Bewertungssystem zum Einsatz. Wenn ein Mann beispielsweise während des Films aus dem Kino geht oder die Regisseurin kritisiert, gilt er als frauenfeindlich und man sollte ihn nicht mehr treffen.
Hier erklären Expertinnen, was hinter den Trennungen womöglich steckt und welchen Einfluss ein Film haben kann.
Hast du den neuen Barbie-Film gesehen?
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Polizei nach Kanton
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Beratungsstellen für gewaltausübende Personen
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