Keine Ausstellung mehrIkea will Rundgang durch Wohnwelten abschaffen
Der schwedische Möbelriese setzt auf ein neues Ladenkonzept: Statt einen Rundgang durch die Wohnwelten zu machen, sollen die Kunden Teil der Kulisse werden. In der Schweiz bleibt die Ausstellung vorerst bestehen.
Darum gehts
Der Ikea-Rundgang durch die verschiedenen Wohnräume soll in Zukunft wegfallen.
In China werden die Filialen zu einer Art Begegnungsort für Kunden.
Hierzulande soll die Möbelausstellung aber vorerst bestehen bleiben.
Schlafzimmer, Badezimmer oder Küche: Ikea-Warenhäuser sind bekannt für ihre Möbelausstellungen. Doch der Rundgang durch die verschiedenen Wohnräume soll in Zukunft wegfallen. In China setzt das schwedische Unternehmen auf ein neues Ladenkonzept.
Es soll eine Mischung aus offenen Räumen und Rückzugsorten geben, in denen Kundinnen und Kunden miteinander in Kontakt treten können, wie die «Bild» schreibt. Zudem will Ikea Workshops zu nachhaltigem Wohnen anbieten, wo sich Kunden zu Themen wie der Reparatur von Gegenständen austauschen können.
Die erste Ikea-Filiale ohne Möbelausstellung befindet sich in Shanghai. Auch in Europa soll das neue Konzept bald getestet werden. So probieren es Filialen in London und Wien noch dieses Jahr aus, wie es weiter heisst.
In der Schweiz ist zurzeit kein ähnliches Format geplant, wie Ikea auf Anfrage sagt. «Aber wir experimentieren ebenfalls mit unterschiedlichen Formaten, um den sich stetig wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden», sagt ein Sprecher zu 20 Minuten.
So eröffnet Ikea Anfang September im Hauptbahnhof Zürich ein Pop-up, wo sich Kunden beraten lassen können. «Zudem haben wir in allen neun Schweizer Einrichtungshäusern im Mai die Circular Hubs eröffnet», sagt der Sprecher.
Dort können von Ikea zurückgekaufte, gebrauchte Möbel günstig erworben werden. Zudem gibt es dort einen Bereich in dem Kundinnen und Kunden lernen, wie sie ihre Möbel selber auffrischen und reparieren können.
1.1 Milliarden Franken Umsatz
Trotz des Shutdowns 2020 konnte Ikea Schweiz den Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 1.146 Milliarden Franken steigern. Viele Kunden nutzen das Click & Collect System des Möbelriesen. Ikea ist seit 1973 in der Schweiz. Inzwischen gibt es neun Filialen an unterschiedlichen Standorten und Ikea beschäftigt 3000 Mitarbeitende.
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