Pfarrer ruft bei Notruf an, Polizei schüttelt den Kopf

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Kanton WallisPfarrer ruft bei Notruf an, Polizei schüttelt den Kopf

Jeden Tag erhält die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis über 900 Anrufe. Ein Drittel davon betrifft banale Fragen, die Notrufleitungen für echte Notfälle blockieren.

Über 900 Notrufe nimmt die Kantonspolizei Wallis täglich entgegen. Davon sind rund ein Drittel keine eigentlichen Notrufe.
«Zum Beispiel fragen Leute, ob die Strasse zu ihrem Heimatort geöffnet ist», sagt ein Mediensprecher zu 20 Minuten.
Die Kantonspolizei Wallis appelliert, dass die Notrufnummer nur für Notrufe gedacht ist.
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Über 900 Notrufe nimmt die Kantonspolizei Wallis täglich entgegen. Davon sind rund ein Drittel keine eigentlichen Notrufe.

Sebastian Gollnow/dpa

Darum gehts

  • Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis erhält täglich über 900 Anrufe.

  • Ein Drittel dieser Anrufe sind keine Notfälle, sondern allgemeine Anfragen.

  • Beispielsweise würden die Leute nach der Uhrzeit oder dem Strassenzustand fragen, erzählt ein Mediensprecher der Kantonspolizei Wallis.

  • Die Polizei empfiehlt, für allgemeine Auskünfte die Website zu nutzen.

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis nimmt täglich über 900 Anrufe entgegen. Ein Drittel davon seien jedoch einfache Auskünfte und keine Notfälle, wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung schreibt.

Allgemeine Auskünfte blockieren Notrufnummer

«Zum Beispiel fragen Leute, ob die Strasse zu ihrem Heimatort geöffnet ist», sagt ein Mediensprecher der Kantonspolizei auf Anfrage zu 20 Minuten. Dabei fände man auf der Internetseite der Kantonspolizei  eine interaktive Karte mit Hinweisen auf Strassensperrungen.

«Es kommt auch vor, dass Leute anrufen, um zu fragen, wie spät es gerade ist», ergänzt der Mediensprecher. In solchen Fällen gäbe die Zentrale natürlich Auskunft, aber währenddessen ist eine Leitung für Notrufe blockiert. Dadurch können Personen in echten Notlagen die Einsatzzentrale nicht erreichen.

Pfarrer brauchte Hilfe für eine Messe

Weiter schildert der Mediensprecher einen ungewöhnlichen Notruf eines Pfarrers. «Er hat gesagt, er könne mit dem Auto nicht wegfahren, weil es blockiert sei.» Das Problem dahinter: Er müsse dringend in eine andere Örtlichkeit fahren, um dort eine Messe zu halten. «Wir haben versucht, kurz dahinter eine Lösung zu finden.» Kurzerhand wurde der Pfarrer zur Messe begleitet. «Nach der Messe fuhren wir ihn zurück zu seinem Auto, wo er dann hoffentlich selbst weiterfahren konnte.»

Hast du schon einmal einen Notruf gewählt, der kein echter Notfall war?

«Eine ‹Notrufnummer› bedeutet, dass diese ausschliesslich in akuten Notfällen gewählt werden sollte, wenn schnelle Hilfe erforderlich ist», steht in der Mitteilung. Für allgemeine Anfragen solle man die örtlichen Polizeidienststellen kontaktieren oder die Website des Kantons Wallis nutzen. Trotzdem betont der Mediensprecher: Bei einem echten Notfall sollte man nicht zögern, den Notruf zu wählen.

Absurde Beweggründe für Notrufe

Schon 2019 berichtete 20 Minuten über kuriose Notrufe. Ein neunjähriger Bub aus Friesland (D) meldete sich, weil er an Weihnachten nicht die gewünschten Geschenke bekommen hatte.

Der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen erzählte gegenüber «FM1Today» von einigen Notrufen aus der Schweiz: «Ein Mann rief den Notruf, um zu melden, dass seine Frau schlecht im Bett sei.» Eine andere Frau beschwerte sich um 4.15 Uhr morgens über Lärm der Feuerwehr – während das Haus ihres Nachbarn brannte.

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