Kuriose ZugverspätungDurchsage von Lokführer: «Auf drei springen alle auf»
Am Montagnachmittag wurden Pendler eines «Thurbo»-Zuges in Konstanz (D) aufgefordert, ihren Platz zu verlassen und zum vordersten Zugabteil zu gehen. Grund dafür war ein ausgeklappter Klapptritt, der sich am Beton des Perrons einklemmte.
Darum gehts
Am Bahnhof Konstanz (D) ereignete sich am Montagnachmittag ein kurioser Vorfall, bei dem ein ausgeklappter Klapptritt eines «Thurbo»-Zuges am Perron festklemmte.
Der Lokführer bat die Passagiere nach einem ersten erfolglosen Versuch, ins vorderste Zugabteil zu gehen, um das Gewicht des Zuges zu verlagern und den Klapptritt loszulösen. Mit Erfolg.
Der Zug konnte schlussendlich den Bahnhof mit ungefähr 15 Minuten Verspätung verlassen und die Pendler ihre Reise fortsetzen.
«Ich war spät dran und rannte, um den Zug nicht zu verpassen», berichtet uns eine Leserin, als sie am Montag um 15.38 Uhr von Konstanz (D) nach Kreuzlingen TG fahren wollte. Die Abfahrt verspätete sich allerdings auf kuriose Art und Weise um circa 15 Minuten. Schuld dafür war ein im Perron eingeklemmter Klapptritt des Zuges.
Ungewöhnliche Zugdurchsagen amüsieren Pendler
Als der Grund für die Verspätung den Zugpassagieren noch nicht bekannt gewesen war, dachte die 20-Minuten-Leserin, dass eine Grenzkontrolle für das längere Warten verantwortlich sei.
Setzt du dich im Zug zu anderen Leuten ins Abteil?
Alle auf die rechte Seite
Doch das war nicht der Grund. Plötzlich habe das Zugpersonal durch die Lautsprecher in den Waggons vermeldet, dass eine Tür nicht funktioniere und sich darum die Abfahrt um eine unbestimmte Zeit verspäte, teilt die Frau 20 Minuten mit.
«Wir haben alle gewartet und ich dachte mir, hoffentlich fährt der Zug noch», sagt die Leserin. Etwas später seien die Pendler durch eine Durchsage im Zug aufgefordert worden, ihre Plätze zu verlassen und sich auf die rechte Seite in Fahrtrichtung zu begeben.
«Es hat ausgesehen wie im Kindergarten»
Dort sollten sie auf Kommando des Lokführers auf einen Countdown von drei auf der Stelle in die Höhe springen. Sie hätten allerdings noch nicht gewusst, warum. Und tatsächlich kam die Durchsage: «Auf drei springen alle auf. 1 - 2 - 3.» Die Leserin berichtet: «Es hat ausgesehen wie im Kindergarten und alle haben gelacht.» Trotzdem hätten alle Passagiere im Zug mitgemacht. Geschehen sei daraufhin aber weiterhin vorerst nichts.
Nach einer Weile habe sich der Lokführer wieder über die Sprechanlage gemeldet und die Reisenden gebeten, zum vordersten Zugabteil zu kommen, um sich dort an der rechten Seite des Waggons zu versammeln. Dieses Mal seien die Leute allerdings informiert worden, dass versucht werde, das Gewicht im Zug zu verlagern, um einen am Perron eingeklemmten Klapptritt loszulösen.
Applaus für den Lokführer
Mit Erfolg! Dank wenigen zusätzlichen Handgriffen soll der Lokführer von aussen das Problem an der betroffenen Türöffnung endlich gelöst haben und der Zug habe dann mit knapp 15 Minuten Verspätung abfahren können. «Die Menschen haben sich gefreut und geklatscht», so die Leserin.
Das sagt «Thurbo» zum Vorfall
Die «Thurbo AG» hat gemäss eigenen Angaben Kenntnis vom Vorfall. Ein Mediensprecher des Unternehmens teilt 20 Minuten mit, dass die leicht abweichenden Infrastrukturnormen in Deutschland dafür verantwortlich seien, dass der Klapptritt am Perron in Konstanz (D) festklemmte.
Dem Personal sei das Problem mit den unterschiedlichen Normen bekannt und daher wusste der Lokführer, wie er in solchen Situationen reagieren müsse. Es sei aber eine Seltenheit, dass Passagiere gebeten würden, sich auf eine Seite des Zuges zu begeben oder hochzuspringen, um das Zuggewicht zu verlagern.
Die «Thurbo AG» lobt darum die anwesenden Reisenden für ihre vorbildliche Hilfe und bittet für die entstandene Verspätung um Entschuldigung.

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