Maryland: In diesem Marineveteranen schlägt jetzt ein Schweineherz

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MarylandIn diesem Marineveteranen schlägt jetzt ein Schweineherz

Chirurgen im US-Staat Maryland haben die weltweit zweite Schweineherz-Transplantation bei einem sterbenskranken Mann vorgenommen.

Chirurgen in Maryland haben ein Schweineherz transplantiert.
Es wurde Lawrence Faucette eingesetzt.
Dasselbe Team hatte bereits 2022 ein Schweineherz transplantiert.
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Chirurgen in Maryland haben ein Schweineherz transplantiert.

University of Maryland

Darum gehts

  • Chirurgen in den USA haben erneut ein Schweineherz transplantiert.

  • Es wurde einem Marineveteran eingesetzt.

  • Die kommenden Wochen sind jetzt entscheidend.

Am Freitag berichteten Chirurgen aus dem US-Staat Maryland, dass ihnen die weltweit zweite Schweineherz-Transplantation bei einem sterbenskranken Mann gelungen war. Der Patient soll zwei Tage nach dem Eingriff vom Mittwoch Witze gerissen haben und auf einem Stuhl sitzen können. Dem 58-jährigen Marineveteran Lawrence Faucette hatte wegen der Folgen von Herzversagen nach Einschätzung von Medizinern mit hoher Wahrscheinlichkeit der Tod gedroht, doch eine traditionelle Herztransplantation kam aufgrund anderer gesundheitlicher Probleme bei ihm nicht infrage.

Das gleiche Chirurgenteam am University of Maryland Medical Center hatte einem anderen Patienten – David Bennett – im vergangenen Jahr ein genetisch angepasstes Schweineherz eingesetzt. Es war die weltweit erste Operation dieser Art, Experten sprachen von einer medizinischen Sensation. Bennett starb allerdings zwei Monate später.

4100 Herztransplantationen

Bei Faucette dürften die kommenden Wochen entscheidend sein. Als ermutigendes Zeichen werteten die Ärzte seine erste Reaktion auf das Organ. «Wissen Sie, ich muss einfach immer wieder den Kopf schütteln – wie kann es sein, dass ich mit jemandem rede, der ein Schweineherz hat?», sagte der Chirurg Bartley Griffith, der den Eingriff vornahm, der Nachrichtenagentur AP. Seine Kollegen und er fühlten sich sehr privilegiert, verspürten aber auch viel Druck.

Bei Spenderorganen gibt es massive Engpässe. Im vergangenen Jahr gab es etwa in den USA nur mehr als 4100 Herztransplantationen, wobei es sich dabei um eine Rekordzahl handelte. Zugleich ist das Angebot an Spenderorganen derart knapp, dass nur jene Patienten mit der grössten Überlebenschance in der Regel den Zuschlag bekommen.

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(dpa/dmo)

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