GenfNach Blockade des Flughafens – Justiz verurteilt 102 Klimaaktivisten
Die Genfer Staatsanwaltschaft hat gegen die Aktivisten, die zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Flugverkehrs in Genf-Cointrin gesorgt hatten, bedingte Geldstrafen verhängt.
Klimaaktivistinnen und -aktivisten blockierten beim Kongresszentrum Palexpo in Genf mehrere Privatjets. Jetzt gab es Urteile.
20minDarum gehts
Klimaaktivistinnen und -aktivisten von Greenpeace blockierten den Genfer Flughafen und demonstrierten gegen Privatjets.
Die Polizei nahm 103 Personen fest.
Jetzt sind 102 davon zu bedingten Geldstrafen verurteilt worden.
Wie die Genfer Justiz in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt, wurden die Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die den Genfer Flughafen am Dienstag blockiert hatten, verurteilt. Rund 100 Personen seien auf das Gelände des Genfer Flughafens eingedrungen, indem sie über Zäune geklettert oder diese zerschnitten hätten. Weil sich mehrere Personen an die Flugzeuge und andere Gegenstände gekettet hätten, seien Schäden entstanden.
Die Genfer Justiz schreibt, die Polizei habe 103 Personen festgenommen und 102 davon der Staatsanwaltschaft und eine Person dem Jugendgericht übergeben. Nun seien sie wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Nötigung verurteilt worden. Gegen alle nicht vorbestraften Beschuldigten wird demnach eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen verhängt. Darüber hinaus sei ein Angeklagter der Gewalt oder Drohung gegen Behörden und Beamte für schuldig befunden worden, weil er einen Polizisten verletzt habe.
Kommerzieller Flugverkehr sollte nicht gestört werden
Der Flugverkehr am Flughafen Cointrin war am Dienstag um 11.45 Uhr für eine Stunde vollständig unterbrochen worden. Aktivistinnen und Aktivisten, die gegen die Durchführung einer Privatjet-Messe protestierten, waren auf das Rollfeld vorgedrungen.
Greenpeace hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass es nicht beabsichtigt sei, den kommerziellen Flugverkehr am Flughafen Genf zu stören. «Die Aktivisten haben sich entschieden, zu keiner Zeit die Rollbahnen oder Start- und Landebahnen zu betreten oder zu überqueren», hatte die Umweltschutzorganisation mitgeteilt.
Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten forderten ein Verbot von Privatjets. Der Protest folgte auf eine Reihe von Aktionen gegen Privatjets in den vergangenen Monaten, etwa am Amsterdamer Flughafen Schiphol, dem zweitgrössten Flughafen in der EU, und den Protesten der Make-Them-Pay-Kampagne.
Keine News mehr verpassen
Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.