Politischer Anschlag: Tesla in Bern beschädigt

Publiziert

Politische Parolen«Nazi Car, Burn Teslas» – Anschlag auf E-Auto in Bern

Unbekannte haben einen Tesla in der Stadt Bern mit politischen Parolen verunstaltet. Die Polizei wusste zunächst nichts vom Vorfall.

Ein E-Auto der Marke Tesla wurde am 30. März 2025 in Bern beschmiert.
Ein politischer Hintergrund ist wahrscheinlich.
1 / 2

Ein E-Auto der Marke Tesla wurde am 30. März 2025 in Bern beschmiert.

20min/News-Scout

Darum gehts

  • Im Berner Weissenbühlquartier wurde ein Tesla mit roter Farbe beschmiert.

  • Thomas Fuchs von der SVP fordert strenge Bestrafung für solche Taten.

  • Elon Musks politische Ansichten könnten der Grund für die Angriffe sein.

Ein News-Scout meldet sich am Sonntag bei 20 Minuten. Im Berner Weissenbühlquartier wurde ein Tesla beschmiert, anzunehmen ist hier ein politischer Hintergrund. «Nazi Car» und «Burn Teslas» wurde in roter Farbe auf das Auto gekritzelt. «Viele Leute machen bereits Selfies mit dem Auto im Hintergrund», sagt der Leser zu 20 Minuten.

In den USA und anderen Ländern kam es zuletzt vermehrt zu Farb- und Brandanschlägen auf Fahrzeuge der Marke Tesla. Als mögliches Motiv gilt die politische Haltung von Elon Musk – dem grössten Einzelaktionär und bekanntesten Gesicht des Unternehmens. US-Präsident Donald Trump stufte solche Angriffe in den USA als inländischen Terrorismus ein.

Kantonspolizei hat keine Kenntnis

Die Medienstelle der Kantonspolizei Bern teilt zunächst auf Anfrage mit, dass der Vorfall aktuell nicht bekannt sei: «Die Kapo Bern hat derzeit keine Kenntnis.» Doch der Halter des Autos schildert den Vorfall etwas später anders.

Die Berner Polizei hat auch keine Kenntnis von anderen Anschlägen auf Autos der Marke Tesla im Kanton Bern. «Die Kantonspolizei Bern hat aktuell keine Kenntnis von solch gelagerten Meldungen. Zudem schlüsselt sie Sachbeschädigungen nicht nach Automarken auf», wird auf Anfrage mitgeteilt.

Der Halter des Teslas sagt: Mit solchen Taten hilft man Elon Musk.

Der Halter des Teslas sagt: Mit solchen Taten hilft man Elon Musk.

20min/News-Scout

«Erschreckend, dass so was in Bern passiert»

Der Halter des Teslas meldet sich ebenfalls zu Wort: «Ich bin derzeit gar nicht zu Hause, die Polizei hat mich gerade erst benachrichtigt», sagt er zu 20 Minuten. Ob die Versicherung die Kosten des Schadens übernimmt, weiss der Fahrzeughalter noch nicht. «Ich finde die Tat absolut kurzsichtig. Elon Musk schadet man damit überhaupt nicht – im Gegenteil: Er verdient vielleicht sogar noch Geld daran, weil das Auto repariert werden muss.»

Der Besitzer des Teslas findet es erschreckend, dass so etwas in Bern passiert. «Jede Sachbeschädigung ist inakzeptabel, egal, aus welchem Grund sie begangen wird», so der Mann zu 20 Minuten.

«Das muss konsequent bestraft werden»

Auch aus der Politik kommt Kritik: «Das ist absolut inakzeptabel und muss mit aller Härte verfolgt werden», sagt Thomas Fuchs, Präsident der SVP Stadt Bern. «Tesla ist eine Automarke – einen Tesla zu fahren, ist kein Bekenntnis dazu, dass man Trump oder Musk gut findet. Daraus eine politische Aktion zu machen, ist völlig absurd.»

Für Fuchs steht fest: «Tesla ist ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität und Nachhaltigkeit – dass ausgerechnet diese Autos jetzt beschädigt werden, ist grotesk.» Und er betont: «Dass das jetzt von Linken missbraucht wird, ist nicht akzeptabel. Solche Taten sind kein Streich – das muss wirklich konsequent bestraft werden.»

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

  • Wir wissen, wie wichtig es ist, eure Meinung zu teilen. Leider müssen wir die Kommentarspalte bei diesem Artikel geschlossen lassen. Es gibt Themen, bei denen wir wiederholt Hasskommentare und Beleidigungen erhalten. Trotz intensivem Aufwand findet in diesen Kommentarspalten kein konstruktiver Austausch statt. Das bedauern wir sehr. Bei Storys rund um Todesfälle, Verbrechen und Unglücke verzichten wir ebenfalls auf die Kommentarfunktion.

  • Uns ist der Austausch mit euch enorm wichtig – er ist ein zentraler Bestandteil unserer Plattform und ein wesentlicher Baustein einer lebendigen Demokratie. Deshalb versuchen wir die Kommentarspalten so oft wie möglich offenzuhalten.

  • Ihr habt es selbst in der Hand: Mit respektvollen, konstruktiven und freundlichen Kommentaren tragt ihr dazu bei, dass der Dialog offen und wertschätzend bleibt. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch in der nächsten Kommentarspalte!

Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?

Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.

Deine Meinung zählt