CoronavirusRicardo-Nutzer verhökern Gratis-Selbsttests für 50 Franken
Seit dem 7. April können Schweizerinnen und Schweizer in Apotheken kostenlos Corona-Selbsttests beziehen. Obwohl diese gar nicht knapp sind, werden sie nun auf Ricardo verkauft. Das Auktionshaus nimmt Stellung.
Darum gehts
Seit 7. April gibt es in Apotheken Corona-Selbsttests, die der Bund bezahlt.
Obwohl die Tests gratis sind, verkaufen sie Händler nun auf Ricardo.
Ricardo lässt auf Anfrage verlauten, dass man solche Angebote lösche.
Der Bezug der Corona-Selbsttests, die seit 7. April in Schweizer Apotheken erhältlich sind, ist rationiert. Gegen Vorweisen der Krankenkassenkarte erhält jede Person pro Monat fünf Tests. Obwohl diese gratis sind und der Bund die Kosten übernimmt, verkaufen Nutzer die Tests nun auf Ricardo.
Ein Screenshot eines News-Scouts zeigt, dass ein User zum Beispiel fünf Testeinheiten für 30 Franken anbot. Ein weiterer Nutzer verlangte für fünf der Gratis-Selbsttests sogar 50 Franken.
Ricardo entfernt Angebote
Ricardo sagt auf Anfrage, dass das Auktionshaus solche Angebote entferne. «Es ist nicht im Sinne von Ricardo, dass ein solch kostenloses und limitiertes Produkt zur Eindämmung der Pandemie weiterverkauft und daraus ein Profit gezogen wird», teilt das Unternehmen mit.
In der Schweiz ist bisher nur der Selbsttest von Roche zugelassen. Nur Apotheken dürfen diesen anbieten. Wann Selbsttests auch im Schweizer Detailhandel erlaubt sind, ist laut BAG noch unklar.
So funktioniert der Selbsttest
Für die Laien-Selbsttests ist kein unangenehmes Eindringen in den hinteren Bereich der Nase und des Rachens notwendig, ein Abstrich aus der vorderen Nase reicht. Das Stäbchen mit dem Abstrich wird in eine Flüssigkeit gehalten, einige Tropfen von dieser Flüssigkeit träufelt man danach auf ein Plättchen, in dem sich der Teststreifen befindet. Wie bei einem Schwangerschaftstest wird nach der Wartezeit von 15 Minuten das Resultat auf dem Streifen sichtbar. Der Schnelltest zeigt an, ob im Körper Antigene gegen Corona vorliegen und somit eine Infektion besteht.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?
Hier findest du Hilfe:
BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00
BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92
Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona
Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige
Hotline bei Angststörungen und Panik, Tel. 0848 801 109
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Dargebotene Hand, Tel. 143