Trump warnt Selenski vor Rückzug aus Rohstoff-Abkommen

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Rohstoff-Abkommen«Wenn Selenski das tut, dann hat er ein paar Probleme»

Das geplante Rohstoff-Abkommen zwischen den USA und der Ukraine soll ein Schritt zur Beendigung des Krieges sein. Nun hat Trump Selenski vor einem Rückzieher gewarnt.

«Ich sehe, dass Selenski versucht, aus dem Abkommen über Seltene Erden auszusteigen», sagt Trump an Bord der Air Force One. (30. März 2025)
«Falls Selenski aus dem Abkommen aussteigt, dann hat er ein paar grosse Probleme.»
Die Unterzeichnung des Abkommens war Ende Februar geplatzt, als es im Weissen Haus zu einem Eklat kam.
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«Ich sehe, dass Selenski versucht, aus dem Abkommen über Seltene Erden auszusteigen», sagt Trump an Bord der Air Force One. (30. März 2025)

AFP/Brendan Smialowski

Darum gehts

  • Noch ist das Rohstoff-Abkommen zwischen den USA und der Ukraine nicht unterzeichnet.

  • Nun hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski vor einem Rückzieher gewarnt.

  • «Wenn er das tut, dann hat er ein paar Probleme. Grosse, grosse Probleme», sagte Trump zu Journalisten.

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski vor einem Rückzieher bei dem geplanten Rohstoff-Abkommen mit den USA gewarnt, das ein Schritt zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sein sollte.

«Ich sehe, dass er versucht, aus dem Abkommen über Seltene Erden auszusteigen», sagte Trump am Sonntag vor Journalisten im Präsidentenflugzeug Air Force One mit Bezug zum ukrainischen Staatschef. «Und wenn er das tut, dann hat er ein paar Probleme. Grosse, grosse Probleme.»

Trump hatte vor anderthalb Wochen angekündigt, das geplante Rohstoff-Abkommen mit der Ukraine in Kürze zu unterzeichnen. «Wir sind gerade dabei, Abkommen zur Freigabe von Mineralien, Seltenen Erden und vielen anderen Dingen an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt, einschliesslich der Ukraine, zu unterzeichnen», sagte Trump am 20. März im Weissen Haus.

Unterzeichung im Februar geplatzt

Die Unterzeichnung des Abkommens war Ende Februar geplatzt, als es im Weissen Haus zu einem Eklat kam. Trump und sein Vizepräsident JD Vance warfen Selenski im Oval Office vor laufenden Kameras Respektlosigkeit und fehlende Dankbarkeit für die US-Militärhilfe vor.

Wenige Tage später hatte Selenski seine Bereitschaft zur Unterzeichnung des Abkommens betont. Nach ukrainischen Angaben sieht das Rohstoffabkommen vor, dass die USA und die Ukraine künftig gemeinsam Rohstoffe auf ukrainischem Gebiet fördern. Die Einnahmen sollen in einen gemeinsamen Fonds fliessen.

Selenski hatte bemängelt, dass das Abkommen keine ausdrücklichen Garantien der USA hinsichtlich der Sicherheit der Ukraine enthalte. Trump sieht in dem Abkommen vor allem eine Gegenleistung für die von Washington bereitgestellte Militärhilfe.

Trump schimpft über Putin und droht

US-Präsident Donald Trump ist empört über den jüngsten Vorschlag von Kremlchef Wladimir Putin, die Ukraine unter UN-Verwaltung zu stellen und eine neue Regierung wählen zu lassen. Er sei «stinksauer» auf Putin, sagte Trump – kündigte aber zugleich für die kommenden Tage ein erneutes Gespräch mit dem russischen Präsidenten an. «Ich war sehr wütend und stinksauer, als Putin über die Glaubwürdigkeit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski herzog und begann, über eine neue Führung in der Ukraine zu sprechen», sagte er in einem NBC-Interview. Der Präsident drohte auch damit, Russland und die Käufer von russischem Öl mit Strafzöllen zu belegen. Das könnte Moskau den Export erschweren und seine Deviseneinnahmen schmälern. (DPA)

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