Sechs-Monate-Frist - Sie waren früh dran – jetzt droht ihr Impfschutz abzulaufen

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Sechs-Monate-FristSie waren früh dran – jetzt droht ihr Impfschutz abzulaufen

Vor fünf Monaten startete die Schweizer Impfkampagne. Nun rückt die Deadline für viele Personen näher, an der ihr Impfschutz offiziell nicht mehr gewährleistet ist.

Viele ältere Menschen wurden bereits vor Wochen oder gar Monaten geimpft. Gemäss den aktuellen Behördenempfehlungen könnte für sie schon bald kein Impfschutz mehr vorliegen.
Gemäss den Schweizer Behörden gilt der Impfschutz derzeit nämlich nur für sechs Monate.
Eine BAG-Sprecherin erklärt auf Anfrage der Tamedia-Zeitungen, dass man von einer längeren Wirkungsdauer als sechs Monaten ausgehe. Allerdings fehlten noch die wissenschaftlichen Daten dazu.
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Viele ältere Menschen wurden bereits vor Wochen oder gar Monaten geimpft. Gemäss den aktuellen Behördenempfehlungen könnte für sie schon bald kein Impfschutz mehr vorliegen.

Tamedia AG

Darum gehts

  • Gemäss offiziellen Angaben halten die Corona-Impfungen ein halbes Jahr.

  • Bei den ersten Geimpften ist dieser Zeitpunkt schon bald erreicht.

  • Die offizielle Wirkungsdauer dürfte wohl verlängert werden – trotzdem werden wir uns wohl auf Auffrischungsimpfungen einstellen müssen.

Sechs Monate: So lange entfalten die aktuell zugelassenen Corona-Impfstoffe gemäss jetzigem Wissensstand ihre Wirkung. Schon bald ist in der Schweiz der Zeitpunkt erreicht, an dem diese Frist für die ersten Geimpften abgelaufen ist. Am 23. Dezember wurde in einem Pflegeheim im Kanton Luzern die erste Schweizerin geimpft. In der zweiten Januarhälfte erhielt die Frau ihre zweite Impfung.

Im Juli würde die Frist also bereits für viele Menschen, die wie sie früh geimpft wurden, wieder ablaufen. Jetzt, wo immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ihre Impfungen erhalten und zudem die Lancierung des Covid-Zertifikats ansteht, wird die Frage nach der effektiven Wirkungsdauer der Impfungen also noch dringlicher. Diesbezüglich herrscht aber keine wirkliche Klarheit, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Beim BAG sagt man ganz offen, dass der Wirkungsschutz wohl länger anhält als die momentan gültigen sechs Monate. Allerdings fehlen noch die entsprechenden Studien dazu.

Mindestens eine weitere Impfung wird wohl unumgänglich sein

Sobald die entsprechenden Daten vorliegen, würde man die Quarantäneregeln wieder anpassen, erklärt eine BAG-Sprecherin. Ausserdem berät im Moment die zuständige Impfkommission darüber, wie lange der Schutz durch die Impfungen effektiv anhält.

Konkrete Hinweise auf eine Zeitdauer lassen sich auch nicht in Äusserungen des Pfizer-Chefs in einem TV-Interview finden. Einem US-Sender gegenüber hatte Albert Bourla lediglich erklärt, dass im Zeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten nach der zweiten Impfung wohl ein weiterer Piks anstünde. Anschliessend würde eine jährliche Auffrischimpfung ausreichen.

Ausgerüstet sollte die Schweiz auf jeden Fall sein: Allein von Moderna sollen weitere sieben Millionen Dosen bis ins Jahr 2022 im Land eintreffen. Zudem besteht eine Option für noch einmal so viel Impfstoff.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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