Todesursachen 2023: Herz-Kreislauf und Krebs dominieren

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StatistikDas waren 2023 die häufigsten Todesursachen in der Schweiz

2023 starben 71'822 in der Schweiz wohnhafte Personen. Krebs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen machten mehr als die Hälfte der Todesursachen aus.

Im Jahr 2023 starben in der Schweiz 71'822 Personen, davon 35'109 Männer und 36'713 Frauen.
An der häufigsten Todesursache, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sind 2023 insgesamt 9359 Männer und 11'017 Frauen im Durchschnittsalter von 81 bzw. 87 Jahren gestorben.
Covid-19 verursachte nur noch zwei Prozent der Todesfälle und gehörte erstmals seit 2020 nicht mehr zu den fünf häufigsten Ursachen.
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Im Jahr 2023 starben in der Schweiz 71'822 Personen, davon 35'109 Männer und 36'713 Frauen.

20min/Vanessa Lam

Darum gehts

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2023 die häufigste Todesursache, gefolgt von Krebs.

  • Covid-19 verursachte nur noch zwei Prozent der Todesfälle und fiel aus den Top 5 der Todesursachen.

  • Die Sterberaten sanken im Vergleich zu 2019 um 3,1 Prozent bei Männern und 5,1 Prozent bei Frauen.

Das Bundesamt für Statistik hat die Todesursachenstatistik 2023 veröffentlicht. Demnach starben in der Schweiz 71'822 Personen, davon 35'109 Männer und 36'713 Frauen. Die häufigsten Todesursachen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (28 Prozent), gefolgt von Krebs (24 Prozent), Demenz (neun Prozent), Atemwegserkrankungen (sieben Prozent) und äusseren Ursachen wie Unfällen und Gewalt (sechs Prozent). Covid-19 verursachte nur noch zwei Prozent der Todesfälle und gehörte erstmals seit 2020 nicht mehr zu den fünf häufigsten Ursachen.

Sinkende Sterberaten

Die altersstandardisierten Sterberaten sanken im Vergleich zu 2019 um 3,1 Prozent bei Männern und 5,1 Prozent bei Frauen und folgten damit dem vorpandemischen Trend sinkender Sterblichkeit. Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen blieben die häufigsten Todesursachen, wobei ihre Sterberaten weiter leicht zurückgingen. Lungenkrebs war die häufigste Krebstodesursache.

Demenz war 2023 mit 6447 Todesfällen eine bedeutende Todesursache, insbesondere bei älteren Frauen. Die Sterberaten gingen hier im Vergleich zu 2022 leicht zurück. Atemwegserkrankungen führten zu 4739 Todesfällen, wobei die Sterberaten im Gegensatz zu den meisten anderen Todesursachen bei Frauen und Männern leicht anstiegen.

Äussere Ursachen – also Unfälle und Gewalteinwirkungen – dominierten bei jüngeren Altersgruppen als Todesursache. Sowohl Suizide als auch assistierte Suizide nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Todesfälle durch Covid-19 gingen um mehr als zwei Drittel zurück.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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