Australien – Unbekannter spendet Riesenspinne zur Produktion von Gegengift

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AustralienUnbekannter spendet Riesenspinne zur Produktion von Gegengift

Eine besonders grosse Trichternetzspinne ist dem Australian Reptile Park gespendet worden. Die Verantwortlichen wollen nun wissen, woher das Riesenexemplar stammt.

Eine besonders grosse Trichternetzspinne wurde einem australischen Tierpark gespendet. Stolz präsentiert ein Mitarbeiter des Australian Reptile Park die «Megaspider».
Das Tier wird fortan bei der Gegengiftproduktion helfen.
Das Gegengift rettet pro Jahr bis zu 300 Menschenleben in Australien.
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Eine besonders grosse Trichternetzspinne wurde einem australischen Tierpark gespendet. Stolz präsentiert ein Mitarbeiter des Australian Reptile Park die «Megaspider».

imago images/Cover-Images

Darum gehts

Die Begeisterung der Parkbetreiber ist gross: Dem Tierpark Australian Reptile Park wurde eine besonders grosse Spinne aus der Familie der Australischen Trichternetzspinnen gespendet. Dem Park können lebende Trichternetzspinnen gespendet werden, die dann zur Herstellung von Serum gegen die Bisse der extrem giftigen Tiere verwendet werden.

Auf den Namen «Megaspider» getauft

Ein jüngst gespendetes Exemplar hat nun das Interesse der Parkbetreiber geweckt. Ein unbekannter Spender gab eine Trichternetzspinne ab, die über eine Beinspannweite von acht Zentimeter verfügt. Ihre Fangzähne sind fast zwei Zentimeter lang, der Körper misst fünf Zentimeter. Damit ist das Tier etwa doppelt so gross wie ein gewöhnliches Exemplar. Nahliegend darum auch der Spitzname, den der Achtbeiner erhielt: Die Trichterspinnen wurde schlicht «Megaspider» getauft.

«Die Spinne ist ungewöhnlich gross und wenn die Öffentlichkeit uns mehr solche Exemplare bringt, können wir noch mehr Leben retten mit den grossen Mengen an Gift, das die Tiere produzieren», erklärt Park-Mitarbeiter Michael Tate. Man würde gerne erfahren, wo die Spinne eingefangen wurde, um an weitere grosse Exemplare zu gelangen.

Jährlich bis zu 300 gerettete Menschenleben

Abgegebene Spinnen werden von Mitarbeitern regelmässig gemolken. Mithilfe des gewonnen Gifts stellen sie dann Gegengift her, das in Australien Menschenleben rettet – bis zu 300 pro Jahr. So sind seit der Entwicklung des Trichternetzspinnen-Gegengifts 1981 keine Todesfälle durch Trichternetzspinnen mehr registriert worden.

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