Polarlichter über der Schweiz

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Sonnensturm«Das ist so krass»: Polarlichter erleuchten Schweizer Nachthimmel

Gleich mehrere Sonnenstürme sollen diese Woche die Erde treffen. Am Freitag waren deshalb Polarlichter am Schweizer Nachthimmel zu sehen.

Polarlichter über Pfäffikon SZ
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Polarlichter über Pfäffikon SZ

20min/News-Scout

Darum gehts

  • Die Sonne ist momentan ausserordentlich aktiv.

  • Diese Woche gab es mehrere Explosionen an der Sonnenoberfläche, die Partikel in die Richtung der Erde schleuderten.

  • Diese werden in Form eines Sonnensturms bei uns ankommen, am Freitag waren deswegen Polarlichter zu sehen.

In einem elfjährigen Zyklus entstehen auf der Sonne Flecken. Je mehr sich der Zyklus seinem Höhepunkt nähert – also wenn die Anzahl Sonnenflecken zunimmt – desto häufiger kommen sogenannte koronare Massenauswürfe (CME) vor. CMEs sind Explosionen, die Partikel von der Sonne ins Weltall schleudern.

Der Höhepunkt des Zyklus, in dem sich die Sonne zurzeit befindet, wird 2025 erwartet. Zurzeit hat die Aktivität auf der Sonne stark zugenommen, und diese Woche wurden vier CMEs beobachtet, die am Wochenende die Erde treffen werden. Sobald die geladenen Partikel in das Magnetfeld der Erde eindringen, entsteht ein geomagnetischer Sonnensturm.

Polarlichter in der Schweiz sichtbar

Dank der Sonnenstürme können Polarlichter entstehen, die deutlich weiter Richtung Äquator sichtbar sein werden, als es normalerweise der Fall sein würde. In der Nacht auf Freitag zeigte sich das spektakuläre Naturphänomen überall in der Schweiz. «Die ersten Polarlichter meines Lebens, und ich muss dazu nicht einmal meine Terrasse verlassen! Das ist so krass – einfach der Hammer!», zeigt sich ein News-Scout begeistert.

Hast du schon mal Polarlichter gesehen?

«Oft tauchen Polarlichter nur für kurze Momente auf und verschwinden dann wieder», erklärt Ralph Rickli von Meteotest.

Der Fotograf Dominic Kurz aus Rüti GL fotografiert schon seit Jahrzehnten Polarlichter, vor allem aber in Skandinavien. Auch er ist beeindruckt von der Stärke der Lichter, die gestern am Schweizer Nachthimmel leuchteten: «Das war schon sehr eindrücklich. So etwas passiert sehr, sehr selten, weil solche Sonnenstürme eben auch nur sehr selten sind.» Nur im Jahr 2003 und 2023 habe er Polarlichter von dieser Intensität – allerdings in Skandinavien – gesehen.

Einer der stärkeren Stürme

Die Prognose des amerikanischen Wetterdienstes NOAA besagt, dass die geomagnetische Aktivität am Samstag das Niveau G3 auf einer Skala von G1 bis G5 erreichen wird. Je nachdem, wie die CMEs auf ihrer Reise zur Erde miteinander interagieren, könnte die Aktivität jedoch auf ein G4-Level steigen. Die kürzlichen Explosionen folgten mit nur kurzem Abstand aufeinander, was eine starke Interaktion vermuten lässt. Dies wiederum macht ihren Effekt unberechenbar, aber erhöht die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern über der Schweiz.

Bei stärkeren Stürmen drohen aber auch unschöne Auswirkungen, wie Ausfälle von Strom- oder Kommunikationsnetzen oder Satelliten. Dazu sollte es am Wochenende aber nicht kommen, denn diese Effekte werden erst ab G5 befürchtet.

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