Joseph, Elias und Julia reisten für Geschenke extra aus Deutschland an

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In weniger als einem Monat ist Weihnachten. 20 Minuten möchte von den Menschen am Basler Weihnachtsmarkt wissen, ob sie schon im Geschenkestress sind.

20 Minuten hat sich am Basler Weihnachtsmarkt erkundigt, ob sich die Menschen wegen der Weihnachtsgeschenke gestresst fühlen.

20 Minuten hat sich am Basler Weihnachtsmarkt erkundigt, ob sich die Menschen wegen der Weihnachtsgeschenke gestresst fühlen.

20min/Giulia Weber

Darum gehts

  • In weniger als einem Monat ist Weihnachten.

  • Einige beginnen früh mit dem Geschenkekauf, während andere alles auf den letzten Drücker erledigen.

  • Wunschlisten und Wichteln sind mögliche Strategien, um Stress zu reduzieren.

Es sind wenige Wochen bis Weihnachten. Deshalb möchte 20 Minuten von Menschen in Basel wissen, ob sie im Hinblick auf das ja eigentlich besinnlichste aller Feste schon im Geschenkestress sind.

Hast du schon Gschänkli für deine Liebsten gefunden?

Wunschlisten oder nur Geschenke für die Kleinen

Extra für den Weihnachtsmarkt aus Deutschland angereist ist das Paar Elias (34) und Julia (28) sowie der gemeinsame Freund Joseph (36).

«Angefangen haben wir, das wars dann aber schon», meint Elias auf die Frage, wie es um die Geschenke steht. Julia erzählt von ihrem bisher einzigen Fund: «Ich habe für meinen Neffen einen tollen Holz-Scooter gekauft.» Abgesehen davon hätte sie sich noch nicht viele Gedanken machen können. «Normalerweise beginne ich früher damit, denn viele Bekannte haben im Dezember auch noch Geburtstag.» Dass Julia dennoch so entspannt ist, liegt wohl daran, dass in ihrer Familie Wunschlisten geschrieben werden.

Joseph (36), Elias (34) und Julia (28) sind für den Raclette-Käse hier. Während Joseph Geschenke kaufen stressig findet, geht Julia systematisch mit Wunschlisten vor. Elias arbeitet und beteiligt sich nicht an der Bescherung.

Joseph (36), Elias (34) und Julia (28) sind für den Raclette-Käse hier. Während Joseph Geschenke kaufen stressig findet, geht Julia systematisch mit Wunschlisten vor. Elias arbeitet und beteiligt sich nicht an der Bescherung.

20min/Giulia Weber

Für Elias hingegen ist die Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich. «Der Stress kommt allerdings von der Arbeit. Meine Familie bringt aber Verständnis auf und erwartet nie Geschenke von mir», gibt er zu. Darauf ist Joseph wohl ein bisschen neidisch, denn: «Geschenke kaufen ist für mich mit Abstand das Stressigste an der Weihnachtszeit. Generell bekommen bei uns aber nur die Kleinen Geschenke.»

«Ich hab ein paar Schöggeli, mehr nicht»

Aulona (27) schlendert gemeinsam mit ihrer Familie durch den Weihnachtsmarkt auf dem Basler Barfüsserplatz. «Ich habe noch nichts gefunden», gibt die 27-Jährige zu. «Nur ein paar Schöggeli, mehr aber auch nicht.» Gestresst fühle sie sich nicht, ganz im Gegenteil: «Ich liebe es, für jede Person das perfekte Geschenk zu suchen.» Sie möchte auch unbedingt ihrer Familie im Kosovo etwas zu Weihnachten schicken.

«Es ist ein bisschen teuer hier»

Auch die Griechinnen Eirini (25) und Malwina (26) sind gemeinsam unterwegs und amüsieren sich prächtig. Allerdings sähe es an der Geschenkefront aktuell noch nicht besonders gut aus. «Ich habe heute nur einen leuchtenden Stern gekauft», sagt Eirini. «Ich habe zwei Löffel mit Katzen drauf gekauft, für mich und meinen Freund», meint Malwina. «Ein bisschen teuer ist es hier aber schon», findet Eirini, lacht aber dabei.

Die Griechinnen Eirini (25) und Malwina (26) lieben es, für Weihnachten auf Geschenkejagd zu gehen.

Die Griechinnen Eirini (25) und Malwina (26) lieben es, für Weihnachten auf Geschenkejagd zu gehen.

20min/Giulia Weber

Der Weihnachtsmarkt sei für die beiden ein ganz besonderes Erlebnis, denn: «In Griechenland gibt es keinen Weihnachtsmarkt.» Weihnachten würden sie dennoch in ihrer Heimat feiern. «Ich liebe Weihnachten und Geschenke kaufen. Das könnte ich das ganze Jahr lang machen»,  schwärmt Eirini. «Ich auch», sagt Malwina, «aber dafür fehlt mir definitiv das Geld.»

«Wie jedes Jahr auf den letzten Drücker»

Elia (17), Gian (17) und Thasikan (23) gehen die Geschenkesuche locker an. «Ich habe noch nichts, gehe aber nächste Woche mit Freunden in die Stadt und schaue mal, was ich so finde. Ich bin optimistisch», erzählt Elia. Gian hingegen meint grinsend: «Ich mache das wie jedes Jahr auf den allerletzten Drücker.»

Auch für Thasikan spitze sich die Lage allmählich wieder zu, denn wie Gian erledigt er seine Einkäufe im letzten Moment. «Wir feiern eigentlich gar nicht Weihnachten», räumt er ein. «Ich nehme mir aber trotzdem zwei Tage frei, um Zeit mit den Liebsten zu verbringen und sie zu beschenken.» Stressig wird es für Thasikan erst, wenn die Stadt rappelvoll mit Leuten ist: «Ich hab es gerne ruhig.»

Wichteln bei Grossfamilien hoch im Kurs

Die Geschwister Ronja (23) und Aurin (26) spazieren mit dampfendem Glühwein durch die Fressmeile. Ronja meint: «Ich arbeite in den Bergen in einem Hotel. Dort ist schon alles weihnachtlich dekoriert, aber ich bin noch gar nicht bereit. Aber das wird schon.» Sie nehme sich zwei Tage vor Weihnachten für die Geschenkesuche frei. Auch ihr Bruder fühlt sich nicht gestresst, «denn ich weiss plus minus, was ich wem schenken will».

Die Geschwister Ronja (23) und Aurin (26) stehen – abgesehen vom Glühwein – noch mit leeren Händen da, haben aber einen Plan. In ihrer Grossfamilie sei Wichteln die beste Strategie.

Die Geschwister Ronja (23) und Aurin (26) stehen – abgesehen vom Glühwein – noch mit leeren Händen da, haben aber einen Plan. In ihrer Grossfamilie sei Wichteln die beste Strategie.

20min/Giulia Weber

In ihrer Grossfamilie sei zudem Wichteln sehr beliebt. «Ich finde es blöd, wenn man sich aus Zwang Geschenke macht. Das ist es, was Stress verursacht», meint Aurin. «Lieber, man schenkt sich etwas Überlegtes, dann hat es auch mehr Bedeutung», pflichtet seine Schwester bei. Auf dem Weihnachtsmarkt finden die beiden grundsätzlich immer tolle Geschenke für die Grosseltern.

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