Zürich und Bern führen Ranking der besten Bahnhöfe Europas an

Der Bahnhof in Zürich punktet mit Pünktlichkeit, einer guten Anbindung an den ÖV und Barrierefreiheit.

Der Bahnhof in Zürich punktet mit Pünktlichkeit, einer guten Anbindung an den ÖV und Barrierefreiheit.

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Podestplatz verteidigtZwei Schweizer Bahnhöfe lassen den Rest von Europa alt aussehen

Der European Railway Station Index kürt jährlich die besten Bahnhöfe Europas – und sorgt hierzulande für Stolz. Die zwei vordersten Plätze gehen an Zürich und Bern.

Du stehst gerade in Zürich oder Bern am Bahnhof und ärgerst dich, dass dein Zug ein paar Minuten Verspätung hat? Denn meckerst du auf dem europaweit höchsten Niveau – denn der HB in Zürich und der Bahnhof in der Bundesstadt sicherten sich in der neuesten Ausgabe des European Railway Station Index gerade die Gold- und Silbermedaille.

Wie oft nutzt du den ÖV?

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk

Der Index kürt jährlich die besten Bahnhöfe Europas und bewertet dabei unter anderem das Shopping- und Gastronomieangebot, das Passagieraufkommen, die angebotenen Ticketoptionen und die Pünktlichkeit der Züge. Letzteres war dann auch eines der ausschlaggebenden Kriterien für den Sieg: Mit gerade mal 1,28 Minuten durchschnittlicher Verspätung holt sich Zürich wie schon 2023 die Goldmedaille. Nur 6,28 Prozent der Züge hatten mehr als fünf Minuten Verspätung. Auch die gute Anbindung an den ÖV, die Barrierefreiheit und das kostenlose WLAN gaben Punkte. Bern schafft es vom dritten Platz im letzten Jahr auf Platz zwei, weil nur 1,71 Prozent der Züge mehr als fünf Minuten verspätet waren. Auf dem dritten Platz landet Utrecht in den Niederlanden.

Der Bahnhof in Bern verbessert sich: Noch 2023 reicht es für Platz drei, jetzt gibt es die Silbermedaille.

Der Bahnhof in Bern verbessert sich: Noch 2023 reicht es für Platz drei, jetzt gibt es die Silbermedaille.

IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Gesamtsieger Paris

Besonders auffällig: Paris schafft es gleich mit drei Bahnhöfen auf die Plätze vier (Gare du Nord), fünf (Gare de Lyon) und sechs (Gare Montparnasse). Daran dürften unter anderem die Olympischen Spiele Schuld sein: In Vorbereitung auf das Mega-Ereignis zielte eines der Projekte darauf ab, die Bahnhöfe der französischen Hauptstadt fit für die Zukunft zu machen.

Paris schafft es gleich mehrmals in die Top Ten. Der Gare du Nord im Bild landet auf Platz vier.

Paris schafft es gleich mehrmals in die Top Ten. Der Gare du Nord im Bild landet auf Platz vier.

imago/Photoshot/Construction Photography

Deutschland verliert

Die übrigen der Plätze in den Top Ten gehen an den Hauptbahnhof in Wien, Roma Termini in Rom, den Gare-Saint-Lazare in Paris, den Bahnhof London Bridge in London und – Überraschung – an den Hauptbahnhof in Leipzig. Damit ist die Stadt in Deutschland ein absoluter Ausreisser. Denn auch die drei untersten der Plätze der insgesamt 50 analysierten Bahnhöfe gehen an unser Nachbarland: Der Bahnhof Berlin Zoologischer Garten, der Hauptbahnhof in Bremen und Berlin Ostkreuz verlieren das Ranking. Im Hauptbahnhof in der deutschen Hauptstadt, immerhin noch auf Platz 14, haben über 55 Prozent der Züge eine Verspätung von mehr als fünf Minuten. Vielleicht ein Denkanstoss, wenn du das nächste Mal beginnst, nach drei Minuten Wartezeit hektisch auf deine Uhr zu schauen.

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