Zwei WorteVermeide diese Phrase im Job – dann wirkst du selbstbewusster
Zwei scheinbar harmlose und höfliche Worte können andere dazu verleiten, dich weniger ernst zu nehmen. Wende einen subtilen, aber simplen Tausch an.
Selbstbewusst im Job: Darum gehts
Vermeide die Phrase «ich glaube», um selbstbewusster zu wirken.
Eine Unternehmerin empfiehlt, stattdessen «ich empfehle» zu sagen.
Diese Wortwahl verleiht deinen Aussagen mehr Gewicht und Autorität.
Übung und bewusste Sprachwahl helfen, alte Muster zu durchbrechen.
Ob im Austausch mit Vorgesetzten, bei der Diskussion in der Schule oder während der Unterhaltung im Freundeskreis: Zwei Worte schleichen sich immer wieder ins Gespräch ein: «Ich glaube.»
Wenn du oft Sätze sagst wie «Ich glaube schon, dass ich bis Mittag mit der Aufgabe fertig bin» oder «Ich glaube, Antwort A ist richtig», dann solltest du etwas ändern, rät die preisgekrönte Bestsellerautorin und Unternehmerin Lorraine K. Lee. Sie gibt Kurse für Firmen wie Zoom, Linkedin und McKinsey.
In einem Artikel für CNBC schreibt Lee, die zwei Worte können zwar hier und da harmlos sein, aber wenn sie zu oft und im falschen Kontext fallen, können sie die Botschaft abschwächen und dich damit weniger selbstsicher erscheinen lassen.
Einfacher Wörtertausch
Das gilt auch für «ich denke» oder andere übliche verharmlosende Formulierungen wie «nur», «tut mir leid» und «vielleicht». Die Worte mögen zwar höflich erscheinen, können aber dazu führen, dass deine Ideen leichter abgetan werden, insbesondere bei der Arbeit.
Lee rät zum «subtilen, aber wirkungsvollen» Tausch. Sag nicht: «Ich glaube, wir sollten den Termin verschieben.» Besser ist: «Ich empfehle, den Termin zu verschieben.» Sie sagt: «Die erste Aussage wirkt zögerlich, während die zweite autoritativ und handlungsorientiert wirkt.»

Du willst selbstsicherer wirken? Dann versuche es mit den Worten «ich empfehle» statt «ich glaube».
IMAGO/DepositphotosAuch wenn die Botschaft, die du vermitteln willst, dieselbe sei, bekämen die Worte mehr Gewicht, wenn sie das Gegenüber als Empfehlung und nicht als beiläufigen Gedanken interpretieren könnte. Damit wirkst du laut der Autorin selbstbewusster, entschlossener und wirst als jemand wahrgenommen, dessen Meinung zählt.
Du bist wirklich unsicher? Auch dafür gibt es einen Trick
Selbst in Momenten, in denen du das Gefühl hast, du bist dir wirklich nicht sicher und möchtest deshalb deine Botschaft absichtlich abschwächen: Bleib trotzdem bei «ich empfehle», rät Lee. Allerdings mit einer kleinen Abwandlung: Stell deiner Empfehlung einen Hinweis voran, worauf du dich stützt, wie zum Beispiel:
«Basierend auf dem, was ich gesehen habe, empfehle ich ...»
«Aus meiner Erfahrung empfehle ich ...»
Damit bleibe deine Aussage überzeugend, während du gleichzeitig eine gewisse Unsicherheit anerkennen und Raum für weitere Diskussionen lassen kannst.
Die Tipps der Expertin
Wenn sich das «ich denke»-Muster tief eingegraben hat, brauche es Übung. Lee gibt folgende Tipps:
Achte darauf, wie oft du «ich denke» sagst und in welchem Zusammenhang! «Es wird dich vielleicht überraschen, wie oft am Tag du diesen Satz verwendest», so Lee.
Bitte Freunde oder Kollegen darum, dich darauf hinzuweisen, wenn sie die Phrase hören!
Mach eine Pause, bevor du sprichst! Langsamer zu sprechen und Pausen einzufügen sei bereits hilfreich, um autoritärer und selbstbewusster aufzutreten. Doch mit der Strategie kannst du dich auch selbst ertappen und hast genug Zeit, um eine andere Formulierung zu verwenden.
Beobachte, was du schreibst! «Ich denke» schleiche sich oft auch in die schriftliche Kommunikation ein, insbesondere bei schnellen Nachrichten. Überprüfe einen Text, bevor du ihn abschickst, und sei dir sicher, dass du dich kurz fasst und aussagekräftige Formulierungen wie «ich empfehle» verwendest.
Wie oft ertappst du dich dabei, «ich glaube» zu sagen?
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