Bis 2027Schweiz in den UNO-Menschenrechtsrat gewählt
Die Schweiz wurde am Mittwoch von der UNO-Generalversammlung in New York mit 175 Stimmen in den UNO-Menschenrechtsrat gewählt. Sie wird ab 2025 für drei Jahre Mitglied sein.
Darum gehts
Die Schweiz sitzt ab 2025 bis 2027 wieder im UNO-Menschenrechtsrat.
Die Schweiz wurde zum vierten Mal in das Gremium gewählt.
Einen Schwerpunkt setzen wollen die Vertreter auf die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, die Durchsetzung des Folterverbots, die Förderung der Meinungsäusserungsfreiheit, den Schutz von Minderheiten sowie die Rechte der Frauen.
Die Schweiz wurde am Mittwoch zum vierten Mal in den UNO-Menschenrechtsrat gewählt und nimmt dort von Januar 2025 bis Ende 2027 Einsitz. Neben der Schweiz gehören in diesem Zeitraum 46 weitere Staaten dem wichtigsten zwischenstaatlichen UNO-Gremium im Bereich der Menschenrechte an. Die letzte Amtszeit der Schweiz war vor fünf Jahren abgelaufen.
«Die Förderung und der Schutz der Menschenrechte überall auf der Welt sind ein Ziel der Schweizer Aussenpolitik. Sie zu achten, ist auch in der Bundesverfassung festgeschrieben und wird in verschiedenen von der Schweiz unterzeichneten internationalen Abkommen umgesetzt», heisst es in einer Mitteilung des Bundes. 2006 trug sie massgeblich zur Gründung des Menschenrechtsrates bei.
Wofür sich die Schweiz einsetzen will
Im Menschenrechtsrat wird sich die Schweiz gemäss Mitteilung für die Stärkung der Institution, die Förderung der Menschenrechte im UNO-System sowie für deren Umsetzung auf nationaler Ebene einsetzen. «Ihre Schwerpunkte sind die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, die Durchsetzung des Folterverbots, die Förderung der Meinungsäusserungsfreiheit, der Schutz von Minderheiten sowie die Rechte der Frauen.»
Auch wollen sich die Vertreter für die Stärkung demokratischer Institutionen weltweit einsetzen – durch die Förderung von Wahlstandards und die Betonung der Rolle der Menschenrechte für friedliche Proteste. Die Auswirkungen neuer Technologien wie Cyber-, Digital- und Neurotechnologien auf die Menschenrechte sollen dabei auch Beachtung finden.
«Als Brückenbauerin wird die Schweiz den Dialog und Zusammenarbeit zwischen allen Staaten fördern und zu Lösungen auf Basis von internationalen Normen und Standards beitragen. Die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die Arbeit des Rates ist ihr ein wichtiges Anliegen.»
Der UNO-Menschenrechtsrat
Der UNO-Menschenrechtsrat ist eines der Hauptorgane der UNO, das sich der Förderung und dem Schutz der Menschenrechte widmet. Er hat die Aufgabe, Menschenrechtsverletzungen weltweit zu thematisieren, internationale Standards zu setzen und Menschenrechte etwa durch technische Unterstützung von Staaten zu fördern. Der Rat setzt sich aus 47 Mitgliedstaaten zusammen und hat seinen Sitz in Genf.
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