Black Friday: Experten rechnen mit einem tieferen Umsatz

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Black Friday kommtSind die Schweizerinnen und Schweizer shoppingfaul geworden?

Der November ist für Detailhändler und Onlineshops ein wichtiger Monat. Dieses Jahr wird allerdings mit einem Umsatzrückgang gerechnet.

Am 29. November ist dieses Jahr der Black Friday. An dem Tag machen Geschäfte meist dreimal so viel Umsatz wie an anderen Tagen.
Dieses Jahr wird allerdings damit gerechnet, dass der Umsatz rund 20 Millionen Franken tiefer ausfällt als letztes Jahr.
Grund dafür könnten unter anderem die steigenden Krankenkassenprämien sein. Diese drücken die Kauffreude vieler Konsumenten.
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Am 29. November ist dieses Jahr der Black Friday. An dem Tag machen Geschäfte meist dreimal so viel Umsatz wie an anderen Tagen.

20min/Simon Glauser

Black-Friday-Einkäufe: Darum gehts

  • Dieses Jahr wird ein Umsatzrückgang für die Verkäufe am Black Friday erwartet.

  • Dabei machen die Geschäfte an dem Tag normalerweise dreimal so viel Umsatz wie an anderen Tagen.

  • Grund könnte die aktuelle Wirtschaftslage vieler Unternehmen sein und eine gedämpfte Kauflaune der Konsumenten etwa durch die steigenden Krankenkassenprämien.

Singles Day, Black Friday und Cyber Monday: Im November jagt ein Angebot das nächste und die Unternehmen machen den grossen Gewinn. Dieses Jahr scheint allerdings die Kauflust der Kundinnen und Kunden gedämpft. Besonders Schweizer Geschäfte könnten es schwierig haben.

Gut 20 Millionen Franken Umsatz weniger als letztes Jahr wird etwa am Black Friday am 29. November in der Schweiz erwartet, gemäss einer Prognose der Plattform Blackfridaydeals.ch. 2023 wurden am Black Friday in der Schweiz 490 Millionen Franken Umsatz erzeugt.

Wenig Angebote und Krankenkassenprämien

Der Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving-Feiertag ist für viele die Zeit, um grosse Anschaffungen zu erledigen. Der Detailhandelsumsatz, exklusive Nahrungsmittel, erreicht an diesem Tag etwa das Dreifache eines normalen Verkaufstages. Traditionell ist er der umsatzstärkste der drei Shoppingtage im November.

Was hat sich geändert? Die Nähe zu Weihnachten und die nachlassende Inflation sollten den Konsum eigentlich antreiben. Zum einen liege dies an den Händlern, wie Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch sagt. Die verhaltene konjunkturelle Entwicklung und Insolvenzen diverser Läden würden den Druck auf Händler, attraktive Angebote zu machen, reduzieren.

Doch auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten könnte die Kauflaune gedämpft sein, etwa durch die steigenden Krankenkassenprämien. «Der Black Friday bleibt der mit Abstand umsatzstärkste Tag im Schweizer Detailhandel. Allerdings erwarten wir dieses Jahr insgesamt einen Umsatzrückgang», so Zrotz.

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Chinesische Händler profitieren vom Singles Day

Am Singles Day hingegen, der zuvor am 11. November stattfindet, wird eine Umsatzsteigerung in der Schweiz erwartet. Davon dürften allerdings Schweizer Onlinehändler eher weniger profitieren. Stattdessen rechnet Zrotz damit, dass vor allem chinesische Online-Giganten wie Temu, Shein und Aliexpress ihre Marktposition in der Schweiz steigern werden.

Am auf den Black Friday folgenden Cyber Monday, der vor allem für Elektronikhändler wichtig ist, wird derweil mit einer Umsatzstagnierung bei 80 Millionen Franken gerechnet. Dies, da er unmittelbar nach dem weitaus grösseren und bekannteren Einkaufsereignis am Freitag stattfindet.

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