Black Friday: Händlertricks und wie du sie umgehst

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Black FridayDie Tricks der Händler: So gelingt die Schnäppchenjagd

Am Konsumtag schlechthin setzen die Händler auf bewusste Tricks. Mit dem richtigen Plan können unnötige Ausgaben aber vermieden werden.

Am Black Friday wimmelt es nur so von vermeintlichen Angeboten.
Nicht alle davon zeigen aber die ganze Wahrheit. Händler setzen Tricks ein, um die Verkäufe anzukurbeln.
Mit einem Plan und der richtigen Vorbereitung bist du aber gegen diese Tricks gewappnet.
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Am Black Friday wimmelt es nur so von vermeintlichen Angeboten.

Tamedia/Urs Jaudas

Black Friday Tricks: Darum gehts

  • Am Black Friday nutzen Händler psychologische Tricks, um den Verkauf zu steigern.

  • Vermeintlich hohe Rabatte und zeitlich begrenzte Angebote sollen Konsumenten zum Kauf verleiten.

  • Ein kritischer Blick und Preisvergleiche helfen, echte Schnäppchen zu erkennen und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Am Black Friday, der dieses Jahr auf den 29. November fällt, fallen die Preise – oder zumindest wollen es die Händler so aussehen lassen. Am verkaufsstärksten Tag im Jahr nutzen Onlineshops und Läden bewusst psychologische Tricks, um den Verkauf anzuregen.

Das sind die Tricks der Händler

Die Tricks der Händler kennt Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch. Hohe Rabatte vermitteln etwa oft den Eindruck, ein besonders attraktives Schnäppchen zu machen – dies muss aber nicht immer so sein. So können Händler kurz vor Black Friday ihre eigenen Preise stark erhöhen, um ihre Rabatte besser aussehen zu lassen. Der reguläre Preis ist dann ein Mondpreis, den kaum jemand bezahlen würde.

«Konsumentinnen und Konsumenten sollten sich nicht von hohen Rabatten blenden lassen», warnt Zrotz. «Ein kritischer Blick und ein Preisvergleich sind essenziell, um echte Schnäppchen zu erkennen.»

Nutzt du Angebote an Black Friday und Co.?

Ein weiterer Trick sind zeitlich begrenzte Angebote, die den Druck erhöhen, sofort zuzugreifen. Onlineshops nutzen diesen Effekt besonders erfolgreich durch Countdown-Timer, die bei Bedarf verlängert werden können. Die Anzeige vermeintlich niedriger Lagerbestände verfolgen den gleichen Effekt.

So gelingt der Einkauf

Auf der anderen Seite können sich Konsumentinnen und Konsumenten aber auch vorbereiten, um den Tricks der Händler entgegenzutreten. Das sind die Tipps von Zrotz:

Einkaufsliste und Weihnachtsgeschenkwünsche abklären: Eine Liste mit den gewünschten Produkten sowie das frühzeitige Abklären der Weihnachtsgeschenkwünsche der Liebsten kann helfen, unnötige Spontankäufe zu vermeiden.

Cashback-Seiten verwenden: Über diverse Plattformen kann man sich einen Teil des Kaufpreises zurückholen. Zrotz rät, vor allem bei grossen Anschaffungen daran zu denken.

Nach Mitternacht einkaufen: Die besten Angebote sind manchmal früh ausverkauft, daher lohnt es sich, direkt nach Mitternacht zuzugreifen – Besonders wenn spezifische Produkte gewünscht sind.

Manche Läden bieten gar ganze «Black Friday Weeks» an.

Manche Läden bieten gar ganze «Black Friday Weeks» an.

20min/Matthias Spicher

Online einkaufen: Onlineshops haben häufig höhere Lagerbestände bei beliebten Artikeln – hier sind die Chancen grösser, das gewünschte Produkt noch zu finden. Zudem können so die Massen umgangen werden.

Preisvergleich nutzen: Vor dem Kauf lohnt sich ein Preisvergleich, etwa auf Toppreise.ch, inklusive der Analyse des Preisverlaufs. So kann sich auch vor vermeintlichen Rabatten geschützt werden.

Bauchgefühl beachten: Wenn Preise «zu gut, um wahr zu sein» wirken, ist Vorsicht geboten. Solche Angebote entsprechen oft nicht tatsächlichen Schnäppchen.

Weitere Shopping-Tage beachten: Auch am Cyber Monday, am Montag nach Black Friday, gibt es gute Schnäppchen, vor allem im Elektronik-Bereich. Manche Händler bieten sogar ganze «Black Weeks» an.

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