Bundesräte verdienen 2024 mehr als 470’000 Franken

Publiziert

TeuerungsausgleichLöhne der Bundesräte steigen auf über 470’000 Franken

Der Bundesrat hat beschlossen, dem Bundespersonal einen Teuerungsausgleich von einem Prozent zu gewähren. Damit klettert auch der Lohn der Mitglieder der Landesregierung.

Die Mitglieder des Bundesrats verdienen nächstes Jahr mehr als 470’000 Franken.
Die Personalverbände forderten in den Verhandlungen den vollen Teuerungsausgleich für das Bundespersonal. Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, wies darauf hin, dass der Bundesrat bei der Festsetzung des Teuerungsausgleichs auch die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Bundes berücksichtigen muss.
1 / 2

Die Mitglieder des Bundesrats verdienen nächstes Jahr mehr als 470’000 Franken.

Admin.ch

Darum gehts

  • Das Bundespersonal erhält für 2024 einen Teuerungsausgleich von einem Prozent.

  • Davon profitieren auch die sieben Mitglieder der Landesregierung.

  • Diese verdienen nächstes Jahr mehr als 470’000 Franken.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. November beschlossen, dem Bundespersonal für das Jahr 2024 «vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage des Bundes» einen Teuerungsausgleich von einem Prozent zu gewähren. Die Mitarbeitenden in den tiefen Lohnklassen erhalten im März 2024 darüber hinaus eine Sonderzulage im Umfang von 500 Franken. Der Bundesrat setze damit um, was FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter am 16. November 2023 den Spitzen der Personalverbände in Aussicht gestellt habe.

Vom Teuerungsausgleich profitieren die Mitglieder der Landesregierung auch selber. Sie verdienen damit künftig 472'959 Franken pro Jahr. Bisher waren es 468'276 Franken. Damit dürfen sich die sieben Regierungsmitglieder auf eine Lohnerhöhung von 4683 Franken freuen.

Personalverbände forderten vollen Teuerungsausgleich

Die Personalverbände forderten in den Verhandlungen den vollen Teuerungsausgleich für das Bundespersonal. Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, wies darauf hin, dass der Bundesrat bei der Festsetzung des Teuerungsausgleichs auch die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Bundes berücksichtigen muss.

Ein voller Ausgleich der Teuerung sei aufgrund des aktuell sehr engen finanziellen Spielraums nicht möglich. Der Umgang mit der aufgelaufenen Teuerung solle in den künftigen Lohngesprächen thematisiert werden.

Bekommst du einen Teuerungsausgleich?

Grosse Lohnerhöhung bereits 2023

2024 wird der Bundesrat mit einer geringeren Lohnerhöhung zufrieden sein müssen als im aktuellen Jahr. Im letzten Jahr verdienten die Bundesräte knapp 457’000 Franken brutto. Mit dem vergangenen Dezember beschlossenen Teuerungsausgleich stieg dieser 2023 um 11’421 Franken auf 468'276 Franken. Der Bundespräsident erhält nochmals 12’000 Franken mehr, zudem gilt für alle Bundesräte eine Spesenpauschale von 30’000 Franken.

Die Gewerkschaften hatten gar Lohnerhöhungen von vier bis fünf Prozent gefordert, zufriedengeben mussten sie sich schliesslich mit 2,5 Prozent. Die Gewerkschaft Travail Suisse sprach von den höchsten Lohnerhöhungen in 20 Jahren.  

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit dem Job?

Hier findest du Hilfe:

Arbeit.swiss, Informationen und Adressen für Stellensuchende

Lohnforderung.ch, Rechte bei fristloser Kündigung

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Folgst du 20 Minuten schon auf Whatsapp?

Bleib informiert und abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten: Dann bekommst du morgens und abends ein Update mit unseren bewegendsten Geschichten direkt auf dein Handy – handverlesen, informativ und inspirierend. 

Deine Meinung zählt

545 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen