«Monumentale» RolleCillian Murphy hungerte und isolierte sich für Oppenheimer
Der irische Schauspieler Cillian Murphy ging für seine Rolle als Vater der Atombombe Robert Oppenheimer an seine Grenzen. Am Set hiess es, dass er eine «unglaubliche Last» auf den Schultern trug.
Darum gehts
Cillian Murphy hatte sich für die Hauptrolle in «Oppenheimer» richtig «abgemagert», wie Schauspielkollegin Emily Blunt sagt.
Er sei so vertieft gewesen, dass er sich komplett isolierte.
In einem Interview gab Murphy zu, dass sein Verhalten während der Vorbereitung eher «ungesund» gewesen war.
Bislang war Cillian Murphy (47) in den Filmen von Christopher Nolan wie «The Dark Knight», «Inception» und «Dunkirk» in Nebenrollen aufgetreten. Mit «Oppenheimer» übernahm der irische Schauspieler die Hauptrolle des Physikers J. Robert Oppenheimer. Für die komplexe Rolle des Vaters der Atombombe nahm Murphy einiges auf sich. Neben einer strikten Diät isolierte sich der «Peaky Blinders»-Star komplett. «Ich bin nicht viel ausgegangen und habe nicht viele Kontakte geknüpft, vor allem wegen der Menge an Arbeit, die ich erledigen musste. Ich habe mich so sehr in die Rolle vertieft», so Murphy in einem Gespräch mit der Zeitschrift «New Musical Express».
Während seiner Isolation hielt sich der Schauspieler eisern an Ernährungseinschränkungen, um den dürren Körperbau Oppenheimers zu imitieren. Er wollte sich Schritt für Schritt in den Mann verwandeln, der «von Martinis und Zigaretten lebte». Auch seiner Co-Darstellerin Emily Blunt (40), die in die Rolle von Oppenheimers Frau Kitty schlüpfte, blieb sein Bestreben nicht unbemerkt. «Er hatte so ein monumentales Unterfangen. Er durfte jeden Tag ungefähr eine Mandel essen. Er war so abgemagert», so Blunt gegenüber «Extra». Auf das gemeinsame Abendessen mit dem Cast habe Murphy jeweils verzichtet.
Cillian Murphy hatte nur sechs Monate Vorbereitungszeit
Murphy selbst hielt sich aber mit Details über seine Gewichtsreduktion zurück. «Ich möchte nicht, dass die Schlagzeilen lauten: ‹Cillian hat für die Rolle X abgenommen.›», sagte er gegenüber «The Guardian». Für die Rolle sei der radikale Verzicht auf Essen gut gewesen. «Das war der Charakter, er hat nie gegessen», so Murphy. Er gestand aber, dass er in dem Ganzen immer ein wenig mit sicher selbst konkurrierte, was «nicht gesund sei» und er davon abrate.
Sein persönlicher Prozess, in die Rolle des historischen Charakters zu schlüpfen, hätte wohl länger gedauert, doch im Endeffekt bekam er dafür von Christopher Nolan lediglich sechs Monate Zeit. Dieser hätte ihn eines Tages «aus heiterem Himmel» angerufen, wie Murphy dem «Collider» verriet, und ihn gefragt, ob er Oppenheimer spielen möchte. Es sei ein Schock gewesen, wenn auch ein angenehmer. «Und dann denkt man: Okay, jetzt habe ich eine Menge Arbeit vor mir.»
Hast du Oppenheimer schon gesehen?
Kontroverse um die Bhagavad Gita
Murphy las im Vorfeld viel – nicht nur über Oppenheimer, sondern auch die Bhagavad Gita, eine der bedeutendsten Schriften des Hinduismus, die 700 Verse umfasst. Das Buch soll seinerzeit auch beim echten Oppenheimer im Regal gestanden haben und das Zitat «Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten» wurde von ihm angeblich verwendet.
Dass diese Stelle während einer Sex-Szene im Film rezitiert wird, hat zuletzt bei Vertretern der hindunationalistischen Regierungspartei BJP Empörung ausgelöst. Dies wurde als «verstörender Angriff auf den Hinduismus» gewertet. Der indische Informationsminister Anurag Thakur hatte von Nolan sogar die Löschung der besagten Szene gefordert.
Der Trailer zum Film von Christopher Nolan.
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