Redut AntiterrorDiese russischen Söldner werden auch aus der Schweiz finanziert
Die private russische Söldnerarmee Redut Antiterror wird massgeblich durch den Oligarchen Oleg Deripaska finanziert. Dieser verdient sein Geld nicht zuletzt in der Schweiz.
Darum gehts
Zahlreiche private Söldnergruppen operieren für Russland im Ukraine-Krieg.
Eine dieser Gruppen soll dabei auch durch Schweizer Geschäfte finanziert werden – durch den russischen Oligarchen Oleg Deripaska.
Der gilt als enger Vertrauter Putins und ist schon seit 2018 mit Sanktionen belegt – doch seine Geschäfte in der Schweiz laufen weiter.
Neben der berüchtigten Wagner-Gruppe operieren auch noch zahlreiche weitere russische Privat-Milizen im Ukraine-Krieg. Eine von ihnen soll dabei auch durch Geschäfte in der Schweiz finanziert werden: So wird die 5000 Mann starke Söldnergruppe Redut Antiterror massgeblich durch den russischen Oligarchen und Putin-Vertrauten Oleg Deripaska finanziert. Dies legte jüngst ein Audio-Leak der russischen Antikorruptionsseite gulagu.net offen.
«Alles wird von Deripaska zur Verfügung gestellt»
Darin heisst es unter anderem: «Deripaska hat sogar gepanzerte Fahrzeuge für das Personal gekauft, alles wird von Deripaska zur Verfügung gestellt, neue Helme und kugelsichere Westen, man muss keine eigene Ausrüstung mitbringen», wie RSI berichtet. Die Miliz Redut Antiterror war unter anderem zu Beginn des Krieges über Belarus zum Kernkraftwerk Tschernobyl vorgedrungen.
Ihr Finanzier Deripaska wurde wegen seiner engen Verbindungen zu Wladimir Putin von den USA bereits im Jahr 2018 mit Sanktionen belegt. Auch die Schweiz ist inzwischen nachgezogen und hat Sanktionen gegen ihn und einige seiner Unternehmen verhängt.
In der Schweiz geschäftet der Russe jedoch munter weiter, wie die Schweizer NGO «Public eye» zeigt. So hält Deripaska 27,8 Prozent der österreichischen Baufirma Strabag SE, die wiederum Eigentümerin von Strabag Schweiz ist. Diese Baufirma war in den letzten Jahren unter anderem für die Renovierung des Winterthurer Bahnhofs zuständig.
Ein weiterer Söldner-Finanzier lebt im Kanton Genf
Auch zu Glencore hat Deripaska enge Kontakte. So hält das Rohstoffhandelsunternehmen mit Hauptsitz in Baar rund zehn Prozent der Anteile des sanktionierten russischen Energieunternehmens En+, dessen Hauptaktionär Deripaska ist. Und zu guter Letzt sind Deripaskas Unternehmen Rusal Products GmbH und Rusal Marketing GmbH in Zug gemeldet.
Und: Auch ein weiterer wichtiger Finanzier von Redut Antiterror pflegt enge Beziehungen zur Schweiz, wie RSI weiter aufdeckt. Dabei handelt es sich um den Oligarchen Gennadi Timtschenko. Nicht nur sind seine Unternehmen in der Schweiz geschäftlich tätig, sondern er besitzt auch eine Villa in Cologny im Kanton Genf.
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