Gigantisches ProjektAuf diesem Bild sind 14 Millionen Galaxien zu sehen
Millionen von Galaxien, Abermilliarden von Sternen: Die ESA arbeitet an der Vermessung des Weltraums. Neu veröffentlichte Aufnahmen sind von unerreichter Tiefe.
Darum gehts
Im vergangenen Jahr hob das Euclid-Teleskop an Bord einer Falcon-Rakete ins All ab.
Das Teleksop soll innert sechs Jahren den sichtbaren Himmel als Karte abbilden.
Nun wurde ein «Müsterli» vorgestellt, das auf 208 Gigapixeln Millionen von Galaxien zeigt – und doch nur ein Prozent des Himmels abbildet.
«Die Euclid-Mission der ESA dient der Erforschung der Zusammensetzung und Entwicklung des dunklen Universums. Das Weltraumteleskop wird eine grosse Karte der grossräumigen Struktur des Universums über Raum und Zeit hinweg erstellen, indem es Milliarden von Galaxien in einer Entfernung von bis zu zehn Milliarden Lichtjahren, also mehr als ein Drittel des Himmels, beobachtet. Euclid wird untersuchen, wie sich das Universum ausgedehnt hat und wie sich im Laufe der kosmischen Geschichte Strukturen gebildet haben.»
So beschreibt die Website der European Space Agency ESA das ehrgeizige Vorhaben, welches das im Juli 2023 gestartete Weltraumteleskop Euclid umsetzen soll. Das nach dem griechischen Mathematiker Euklid genannte Teleskop misst sichtbares Licht und Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von 550 bis 2000 Nanometer und soll auch Daten zur sogenannten Dunklen Energie und Dunklen Materie liefern.
Euclid vereint 260 Beobachtungen in einem Bild
Nun hat die ESA den ersten Teil ihres grossen kosmischen Atlas präsentiert. Das Bild zeigt Millionen von Sternen und Galaxien, die in einem riesigen 208-Gigapixel-Mosaik in unverfälschter Detailtreue festgehalten wurden.
Sehen Sie im Video, wie tief dieses Bild von Euclid wirklich geht.
ESADas Mosaik deckt einen Bereich des Südhimmels ab, der mehr als 500 Mal so gross ist wie die Fläche des Vollmondes von der Erde aus gesehen. Das riesige kosmische Panorama soll nicht weniger als 14 Millionen Galaxien und Dutzende Millionen Sterne zeigen.
Ist das Geld für Weltraumforschung gut angelegt?
Das Mosaik, das «als Vorgeschmack auf die umfassende Durchmusterung» vorgestellt wurde, macht gerade mal ein Prozent des Gebietes aus, das Euclid in den nächsten sechs Jahren abdecken wird. Es wurde durch die Kombination von 260 Beobachtungen in nur zwei Wochen erstellt. Es wurde am Dienstag auf dem internationalen Astronautenkongress in Mailand von ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher und Wissenschaftsdirektorin Carole Mundell vorgestellt.
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