Hamas richtet 22-jährigen Demonstranten Oday Nasser Al Rabay hin

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GazaOday (22) von Hamas hingerichtet – nach Teilnahme an Protesten

Die Hamas liess den jungen Palästinenser Oday Nasser Al Rabay foltern und hinrichten, weil er demonstrierte. Trotzdem fordern im Gazastreifen immer mehr Menschen Frieden.

Darum gehts

  • Der Palästinenser Oday Nasser Al Rabay wurde von der Hamas entführt und getötet.

  • Seine Teilnahme an Protesten gegen die Hamas führte zu seiner Ermordung.

  • Bei seiner Beerdigung riefen Teilnehmer «Hamas raus».

  • Die Proteste im Gazastreifen richten sich gegen die Herrschaft der Hamas und den Krieg mit Israel.

Der Palästinenser Oday Nasser Al Rabay wurde entführt, gefoltert und hingerichtet – von der Hamas. Der Grund: Der 22-Jährige hatte sich vergangene Woche an der Protestwelle gegen die Terrorgruppe beteiligt, erklärte seine Familie lokalen Medien im Gazastreifen. Odays Leiche sei vor dem Haus seiner Eltern abgelegt worden, so die Familie.

Videos von seiner Beerdigung am Samstag zeigten demnach, dass Dutzende Teilnehmer «Hamas raus» riefen. Zuletzt hatten Hunderte Menschen im Gazastreifen mehrere Tage lang für ein Ende des Kriegs mit Israel und ein Ende der Hamas-Herrschaft in dem Küstenstreifen demonstriert, obwohl sie dabei sowohl israelischen Angriffen als auch der Gewalt der Hamas ausgesetzt sind.

Hamas-Extremisten im Gazastreifen haben nach Angaben der Familie einen 22-Jährigen getötet, weil dieser an Protesten gegen die Islamistenorganisation teilgenommen hatte. Hamas-Mitglieder hätten den Mann entführt und zu Tode gefoltert, sagten Angehörige nach Berichten örtlicher Medien im Gazastreifen.
Tausende Palästinenser protestieren in Gaza offen gegen die islamistische Hamas – ein seltenes und mutiges Zeichen des Widerstands.
Slogans wie «Hamas raus» und «Stoppt den Krieg» hallen durch zerstörte Städte wie Beit Lahiya im Norden.
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Hamas-Extremisten im Gazastreifen haben nach Angaben der Familie einen 22-Jährigen getötet, weil dieser an Protesten gegen die Islamistenorganisation teilgenommen hatte. Hamas-Mitglieder hätten den Mann entführt und zu Tode gefoltert, sagten Angehörige nach Berichten örtlicher Medien im Gazastreifen.

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Sie kämpfen für Frieden, Freiheit und ein Ende der Unterdrückung

Die Demonstrierenden machen die Hamas für das Elend und die Zerstörung verantwortlich. Der Nahost-Experte Andreas Böhm erklärte in einem Interview mit 20 Minuten, dass die Hamas durch den Krieg geschwächt ist, was den Menschen erstmals Raum für offenen Widerstand gibt.

Die Protestierenden fordern vor allem Frieden, Freiheit und ein Ende der Unterdrückung – politische Konzepte wie eine Zwei-Staaten-Lösung spielen aktuell kaum eine Rolle. Trotz des Widerstands gibt es keine Sympathie für Israel, denn die Bevölkerung leidet sowohl unter der Hamas als auch unter den israelischen Angriffen. Ob die Proteste die Hamas-Herrschaft beenden können, ist fraglich, solange es keine starke politische Alternative gibt.

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